Bundespräsident Wulff zurückgetreten - Nachfolger Gauck? | Korruptionsprozess Wulff

  • Als die TAZ schrieb, der Chefredakteur von BILD, Kai Diekmann, habe sich in Miami einer heiklen Operation (es ging um "Verlängerung") unterzogen, war sich K. Diekmann nicht zu schade, gegen diese Veröffentlichung auf dem Rechtsweg vorzugehen und Schmerzensgeld zu verlangen. Damit ist er allerdings gescheitert.


    "Friede" sei mit dir!


    Es ist 'heuchlerisch hoch zehn', wenn er jetzt etwas ganz normales - Wulffs angedeuteter Rechtsweg gegen eine ins Privatleben eingreifende Publikation, man vergleiche mit Schröders erfolgreichen (!!) Prozessen wegen seiner Haarfarbe - als Verstoß gegen die Pressefreiheit brandmarkt, was er selber in viel schlimmerer Form praktiziert hat:


    nämlich ging er gegen eine Pressepublikation vor die nicht nur etwas von der Pressefreiheit sondern darüber hinaus etwas von der Kunstfreiheit abgedecktes veröffentlichte, wobei die TAZ deutlich kleiner und finanzschwächer ist.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Ob Wulff letztendlich zurücktritt oder nicht, ist ja immer noch seine Entscheidung.


    Dir ist schon bewusst, dass die Veröffentlichung - den Inhalt des Mitschnitts zweifelt ja keiner an - einen Rücktritt schier unumgänglich machen würde?


    Um es klar zu stellen: ich war damals gegen Wulff und für Gauck, allein weil mir letzterer glaubwürdiger erschien (jetzt natürlich erst recht). Aber ich bin gegen die Demontage eines Staatsoberhaupts, nur weil es diese Zeitung so will.
    Bei ihren Lieblingen hat es die Zeitung mit der Transparenz nicht so genau genommen.


    Und man muss kein Wulff-Fan sein, um gestern verstanden zu haben, dass er mit "Transparenz" nicht die Durchleuchtung seines Privatlebens meinte. Insofern ist die Betonung dieses Begriffs durch die Blöd in der Tat heuchlerisch.


    Du redest der Macht der Blöd-Zeitung das Wort - mach dir das bitte bewusst.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Ob Wulff letztendlich zurücktritt oder nicht, ist ja immer noch seine Entscheidung. Natürlich nutzt die Bild ihre Infos jetzt um Auflage und Stimmung zu machen. Aber nochmal: die Mittel dafür kommen allein von Wulff selbst.


    Er wollte Transparenz, jetzt kann er sie haben. Will er aber offensichtlich doch nicht. Da darf man ruhig den Finger in die Wunde legen.


    So ist es.


    Zumal er wohl angeblich gestern in dem Interview nicht die ganze Wahrheit gesagt haben soll. Wenn er sich jetzt nochmal dafür entschuldigen will/sollte, wird es wirklich mehr als peinlich. Zumal die veröffentlichen Teile ohnehin darauf hin deuten dass der Artikel komplett verhindert werden sollte. Letztendlich hat er sich selbst in diese Bedrängnis gebracht, anstatt reinen Tisch zu machen.
    Die reinste Witzfigur ist das, dafür das er Bundespräsident ist. Letztendlich müsste sich aber auch Merkel die Frage gefallen lassen, was sie da für eine Pfeife ausgesucht hat.

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  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Aber ich bin gegen die Demontage eines Staatsoberhaupts, nur weil es diese Zeitung so will. Bei ihren Lieblingen hat es die Zeitung mit der Transparenz nicht so genau genommen.


    Du bringst es auf den Punkt. Kann ich so unterschreiben.


    Der rhetorische Trick der Wulff-Gegner ist folgender bzw. folgt diesem nachstehenden Algorithmus:


    0: BEGIN
    1. Wulff gesteht auf der moralischen Ebene Fehler ein (Fehler, die hartgesottenere Politker wie Kohl oder KTvuzG eiskalt ausgesessen hätten)
    2. Die Journaille verwischt die Ebenen, verursacht ein Geheul und tut so als hätte er einen juristischen Fehler eingestanden und verfährt nach dem Motto: Wo Rauch, da auch Feuer. (obwohl das nicht stimmt)
    3. Die Journaille schliesst die Reihen und verlangt eine Entschuldigung
    4. Wulff peilt das Spiel nicht recht und setzt wieder bei (1.) auf
    5. REPEAT UNTIL (doomsday == true) OR (ruecktritt == true);



    Wesentlich dabei ist es für die Journaille , immer in Schritt 1. erneut den Fuß in die Türe zu kriegen.

  • Wulff hätte jetzt nicht die Probleme, wenn er von Anfang an mit offenen Karten gespielt hätte. Hat er aber nicht. Gleich gestern hat er offenbar wieder gelogen ("wollte die Veröffentlichung nur um einen Tag verschieben"). Wer jetzt die Ursache bei der Bild (eine Zeitung, die ich zutiefst verabscheue) sucht, hat ein anderes Verständnis von Spitzenpolitikern und insb. einem BP als ich.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Wer jetzt die Ursache bei der Bild (eine Zeitung, die ich zutiefst verabscheue) sucht, hat ein anderes Verständnis von Spitzenpolitikern und insb. einem BP als ich.

    Doch, die Ursache liegt bei der Zeitung - denn nur sie kann das Problem ja aufdecken. Ob sie es aufdecken will, entscheidet sie allein und niemand anders.
    Auch die anderen Zeitungen sind sehr kritisch, haben aber in dieser Sache nicht die gleiche Macht.

  • Diekmann? Bild? Pressefreiheit? Hahaha :D


    Was hat Bild mit Presse/Journalismus zu tun? Nix! Wulff sollte den Schnabel halten und sich dazu nicht mehr äussern, selten einen so laienhaft agierenden Politiker erlebt. :rolleyes:

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von chefkoch01
    Die reinste Witzfigur ist das, dafür das er Bundespräsident ist. Letztendlich müsste sich aber auch Merkel die Frage gefallen lassen, was sie da für eine Pfeife ausgesucht hat.


    Die Merkel ist in dieser Hinsicht ziemlich schmerzfrei, hat sie ja schließlich auch den Weiß-nicht-mehr-wo-die-100.000-Mark-hingekommen-sind–Wolfgang zu ihrem Finanzminister gemacht. :rolleyes:

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