WDR "ARAL-Check": Marken-Benzin doch besser als "Billig"-Benzin?

  • Das Problem von Recherchen sind die Quellen. Wenn es der Industrie mit viel Aufwand gelingt, Hausinformationen über Hochschullehrer und andere wissenschaftlich arbeitende Personen als wissenschaftliche Ekenntnis zu streuen, dürfte zunächst einmal (fast) jeder Jounalist dem aufsitzen. Und dieser Weg der Verbreitung von Hausinfos hat (insbesondere auch im Pharma-Bereich) sehr stark zugenommen.


    Das Grundproblem möglicherweise einseitiger Berichterstattung sehe ich in erster Linie also in einer geschickten Manipulation der Quellen und nicht etwa in einer Parteilichkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


    Frank

  • Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Wahrscheinlich muss man schon ein deutsches Premium-Fabrikat fahren, damit man die Vorteile des Marken-Sprits auch so richtig nutzen kann. Ein hochgezüchteter BMW- oder Mercedes-Motor fährt auf diesen Saft vermutlich so richtig ab, bloß meinen billigen Toyota lässt das kalt. :D


    Ich war die letzten Jahre viel von München nach Zürich (und zurück) unterwegs. Ich habe hin und wieder mal in Österreich bei Aral den Ultimate Sprit getankt. Ansonsten wo es 98 Oktan gab..


    Mein 911er ist weder schneller gewesen, noch laufruhiger, noch hat er weniger Sprit gebraucht. Beim Alf a Romeo Mito QV (170 PS) genau das gleiche.


    OT:
    Da fällt mir was ein: Downsizing. Der Mito hat fast den gleichen Verbrauch wie der 911er.. Wollte mal ein Thema dazu aufmachen oder gibts da schon was zum Downsizing? Nix gefunden auf die Schnelle..

  • Zitat

    Original geschrieben von brasax
    [Bei "billigen Toyos" nützt die teure Markenbrühe nix]
    Ich habe hin und wieder mal in Österreich bei Aral den Ultimate Sprit getankt. Ansonsten wo es 98 Oktan gab.
    Mein 911er ist weder schneller gewesen, noch laufruhiger, noch hat er weniger Sprit gebraucht. Beim Alpha Romeo Mito QV (170 PS) genau das gleiche.


    Tja, beim edlen 911er hätte ich schon erwartet, dass er mit der teuren Suppe besser, sparsamer, schneller, spritziger usw. läuft. Nach dem Motto: deutscher Markensprit in einem deutschen Nobel-Sportwagen, also da muss doch ganz einfach "alles Super" sein. :D


    Der Alfa ist ja im Grunde auch nur Fiat-Technik in einem hübschen Blechkleid, da wundert's mich viel weniger, dass der Edel-Kraftstoff nix bringt. Bei den Italienern kann man im Grunde ja schon froh sein, wenn sie sich überhaupt fortbewegen, deshalb heißt Fiat ja auch so, nämlich aus dem Lateinischen: fiat = es möge (sich bewegen) :D


    Wer die Ironie im Beitrag findet, darf sie behalten. ;)

    Viele Grüße und einen Happy Day


    Guy Fawkes was the only person ever to enter Parliament with honest intentions.

  • In der Schweiz mit Tempomat auf 125 km/h immer 8,5 l.. Egal wo ich getankt, bzw. ob es Ultimate war oder nicht.. Der Mito lag einen Liter drunter..

  • Zitat

    Das ist ja mal ein interessantes, zumindest aber "interessantes" Vertriebsmodell. Wenn Aral mitsamt seiner Ableger wie BP das auf breiter Front anwendet könnte das tatsächlich in ihrem Sinn funktionieren.


    Wenn die Pächter bei oben gehaltenen Preisen die doppelte Provision bekommen bleiben sie ja sogar bis zur halbierten Absatzmenge im Plus. Selbstredend werden auch die Konkurrenten wie gewohnt die Preise anpassen und schwuppdiwupp könnte die Preise auf unbekannte Höhen steigen und dort dauerhaft verweilen. Wenn das schon im Kleinversuch mit 25 Tankstellen trotz zwangsläufigem Preisunterschied zur Umgebung gut funktioniert hat wird das sicher auch beim jetzigen 250er Test der Fall sein und danach geht's rund.

    Je suis Charlie

  • Und wenn die meisten Pächter angebissen haben, werden in der Folge die Provisionen insgesamt gekürzt, so dass den Pächtern am Ende nicht mehr bleibt, als vorher. Nur werden durch die Kürzung auch die letzten Pächter gezwungen sein, sich dem neuen Modell anzuschließen, wenn sie ihre bisherige Provision behalten wollen.


    Solche durchsichtigen Manöver sind doch typisch für Großkonzerne mit Subunternehmern. Das war so ... das ist so ... und das bleibt auch so. Man kann nur hoffen, dass die Pächter das erkennen, denn am Ende wird der Druck, die Preise zu halten, immer größer werden - auch dann, wenn die Konkurrenz längst gesenkt hat und in der Folge der eigene Umsatz einbricht.


    Das, was durch das neue System an Mehrertrag anfällt, werden die Konzerne letztendlich voll einstreichen.


    Wer sich noch an die Umstellung von Service-Tankstellen auf Selbstbedienung erinnert, wird genau erkennen, was gespielt wird. Damals wurde auch zunächst geködert und nach der Umstellung haben die Konzerne die Zügel wieder angezogen.


    Frank

  • Da finde ich meine Autofahrer"brüder" aus den USA deutlich disziplinierter:


    Wenn da eine Tankstelle(nkette) tatsächlich teurer ist, als eine andere, wird diese Konsequent gemieden.
    Und zwar richtig. Im Umkreis von meiner Ferienwohnung (Kissimme, FL) in den USA ist keine Tankstelle im Unterschied teurer wie 2 Dollar-Cent.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Nun ja ... die Mentalität dieser beiden Volksgruppen (wenn man bei einer von ihnen überhaupt davon sprechen kann), ist dermaßen unterschiedlich, dass sich fast nichts adaptieren lässt. Wenn ich bei meinen Urlaubsländern in der Regel christliche Kulturen wähle, war Amiland dennoch niemals auch nur in der entfernten Auswahl. Im "Land der Doppelmoral" kann ich mir das von Dir beobachtete Kundenverhalten durchaus vorstellen.


    Wenn man die Preisgestaltung der hiesigen Mineralölkonzerne betrachtet, ist sie natürlich auf urdeutsche Verhaltensmuster zugeschnitten. Ich möchte nicht wissen, welche (Un)Summen Großkonzerne in die Erforschung der Konsumverhaltens ihrer potenziellen Kundschaft stecken. Der ein oder andere Cent des Zapfsäulenpreises wird wohl diese Zwecke erfüllen.


    ARAL hat in den letzten Jahren einen Imagewandel (in den Tankstellenbetrieben) vollzogen, der der deutschen Kundschaft m.E. sehr entgegenkommen dürfte. Im großen Ganzen sind es aus meiner Sicht die "Tankcenter" mit dem angenehmsten Ambiente. Die Bistros laden fast zum Verweilen ein und dürften einen nicht unerheblichen Teil am Gesamtumsatz haben.


    Der Sprit allein macht es heute nicht mehr - und wenn der Treibstoff in den blauen "Wohlfühloasen" den einen oder anderen Cent mehr kostet, stört mich persönlich das eher weniger.


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Da finde ich meine Autofahrer"brüder" aus den USA deutlich disziplinierter:


    Wenn da eine Tankstelle(nkette) tatsächlich teurer ist, als eine andere, wird diese Konsequent gemieden.
    Und zwar richtig. Im Umkreis von meiner Ferienwohnung (Kissimme, FL) in den USA ist keine Tankstelle im Unterschied teurer wie 2 Dollar-Cent.

    Die 2 US-Cent werden sich ja wahrscheinlich auf eine Gallone beziehen, also knapp 3,8 Liter. Daraus könnte man natürlich schließen, daß der Benzinpreis in Deutschland eher zu niedrig ist im Vergleich zu den USA - und das, obwohl der Liter drüben ja nur 70 Eurocent kostet. Da hat sich Deutschland höhere Preise ja redlich verdient. Daß das wie erwähnt nicht auf Dauer vorteilhaft für die Pächter bleiben wird versteht sich fast von selbst, aber die können ja höchstens ihre Koffer packen.


    Edith fügt an: In "meiner" Kleinstadt Downingtown, Pennsylvania ist laut Internetautoguide der Preis an den 8 örtlichen Tankstellen aber deutlich variabler, nämlich von $3,54 bis $3,67, wobei aber nur die beiden Tankstellen internationaler Konzerne (Shell und Lukoil(!)) mehr als die erwähnten 2 US-Cent abweichen und den oberen Preisrand bilden.

    Je suis Charlie

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