Windows XP forever?

  • Leichter ließe sich Geld aber kaum verdienen - zumal die Annahme, dass etliche (große) Nutzergruppen Windows XP notfalls auch ohne neue Gebühren und MS-Support (betreut durch eigene IT-Abteilungen) weiter einsetzen oder gar zu Linux wechseln (wenn man ohnehin umstellen muss), sicher nicht unberechtigt ist.


    Ein sich an den Extended Support anschließendes neues Support-Modell wäre doch in aller Interesse ... etwas, das man in Neudeutsch gern mit "Win-Win-Situation" umschreibt.


    In vielen Sektoren hat es das schon gegeben. Und dass relativ neue Entwicklungen nicht mit alten Geschäftsmodellen zusammenpassen, kann ich kaum glauben. Konkrete Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht. Lassen wir uns überraschen ... eine entsprechende Entscheidung würde ganz sicher erst kurz vor Ende des Extended Supports gefällt, um den Absatz neuer Systeme nicht zu gefährden.


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    XP befindet sich ja schon in der Extended Support Phase.


    Das ist natürlich richtig, aber sollten die Nutzerzahlen von XP in den nächsten zwei Jahren nicht dramatisch sinken, wird MS m.E. kaum darum herumkommen, den Support fortzusetzen. Da geht es nicht nur um die Firmenkunden, deren Rechner und Software gut gepflegt werden, sondern auch um unzählige Privatkunden, deren Rechner dann zu Virenschleudern werden könnten. Das kann MS eigentlich nicht wollen. Der Imageschaden wäre einfach zu groß, und MS stünde wieder als das Unternehmen dar, dessen Produkte unsicher sind.


    So leistungsstark ist Anti-Virensoftware auch wieder nicht - wie ich gerade selbst auf einem Rechner feststellen musste. Witzigerweise habe ich gerade mit dem vielgerühmten Antivir eher schlechte Erfahrungen gemacht.


    Mein Tipp: Die kündigen im Frühjahr 2014 zähneknirschend an, den Support um zwei Jahre zu verlängern. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Mein Tipp: Die kündigen im Frühjahr 2014 zähneknirschend an, den Support um zwei Jahre zu verlängern. ;)

    Das waere aus meiner Sicht das falsche Signal. Die Kunden steigen ja anscheinend nicht freiwillig um, also muss der Druck erhoeht werden ;) Moeglicherweise wird man wirklich kritische Fehler (so wie den RDP-Bug letztens) auch noch ausser der Reihe patchen, aber das war's dann.

  • Es mag das falsche Signal sein, aber zugleich könnte es unausweichlich sein. Wie viel Abermillionen an Usern werden 2014 noch XP nutzen? Das ist einfach für die Sicherheitsinfrastruktur ein zu großes Risiko, wenn man das System nicht weiter patchen würde - gerade angesichts der voranschreitenden Internetkriminalität.


    MS einzige Hoffnung ist, dass die XP-Hardware nach und nach ihren Geist aufgibt und die Kunden dann zur Migration gezwungen sind, das wird aber noch dauern. MS' Problem ist gewissermaßen ihr Quasi-Monopol auf Betriebssysteme, deshalb können sie, wenn sie nicht einen wirklich großen Imageschaden davontragen wollen, nicht so agieren wie zum Beispiel Apple und konsequent den Support einstellen.


    Wenn ich mir alleine mein berufliches und privates Umfeld ansehe: Da arbeiten sicher 60 Prozent noch mit XP, und bin mir sicher, dass die meisten nicht bis 2014 umstellen werden. Es gibt da auch überhaupt keine Vorbereitungen oder Ansagen vom Rechenzentrum, dass dies bald zu geschehen habe.

  • Nach den Erlebnissen der letzten Tage (u.a. erkennt Win 7 unter Win XP erstellte NFTS-Paritionen zum Teil nicht mehr; Paragon Backup&Recovery streikt, weil es seit Kurzem keinen Zugriff mehr auf seine Konfigurationsdateien hat) ist Windows 7 für mich endgültig Geschichte. Nachdem es einige Zeit zufriedenstellend lief, bockt es derzeit wieder an allen Ecken und Enden.


    Und ja ... ab heute steht für mich unverrückbar fest, dass ich Win XP noch weit über 2014 hinaus einsetzen werde. Notfalls auch ohne Support - Windows 7 verhält sich bei mir wie ein überdimensionaler Virus, der aus dem Netz kaum zu toppen sein dürfte.


    Dennoch werde ich natürlich versuchen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dem hier:


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...
    Das wäre eine Art GAU für die Internetsicherheit ...


    entgegenzuwirken.


    Mein wesentlicher (und nahezu einziger) Berührungspunkt mit dem Internet ist der Internet-Browser. Auf andere Quellen (E-Mail Accounts, Online-Bankig über Banksoftware etc.) greife ich nicht zu und das automatische Herunterladen von Dateien ist durch mehrere Hürden geblockt. Diese Downloads laufen bei mir nur auf Nachfrage und ausdrücklicher Zustimmung im Einzelfall, so dass die Chance, sich auf diesem Weg bei mir einzuschleichen, recht gering ist. Software nicht überregional führender Hersteller nutze ich nur im absoluten Ausnahmefall.


    Müsste dieser Gefahr (abgesehen von meinem Vorhaben, nur über eine VM ins Netz zu gehen) nicht durch Installation eines stets aktuellen Browsers (wie etwa Opera, den ich unter Linux nutze) entgegenzuwirken sein?


    Ich frage mich, auf welchem Weg sich der von vielen Seiten ernsthaft prophezeite GAU entwickeln kann, wenn:


    1. aktuellste Browser verwendet werden und
    2. ein Echtzeit-Virenscanner das System überwacht.


    Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wirken die Prophezeiungen auf mich genau so, wie das vor Jahren heraufbeschworene "Jahr 2000-Problem", in dessen Folge die weltweite IT-Vernetzung hätte zusammenbrechen sollen. Und wir reden hier von einem GAU und nicht von einzelnen Viren, die lokal ausgemerzt werden und auch jetzt im Netz unterwegs sind.


    Ist hier jemand in der Lage, dieser pauschalen Vorsaussage ein wenig Gehalt zu verschaffen?


    Frankie



    Kai: Und ja ... zwischenzeitlich hatte ich Win7 Pro von Grund auf mit der Origional-CD (nicht die von ASUS) von Grund auf neu installiert, was erwartungsgemäß keine Verbesserung der Situation zur Folge hatte.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Und ja ... ab heute steht für mich unverrückbar fest, dass ich Win XP noch weit über 2014 hinaus einsetzen werde. Notfalls auch ohne Support - Windows 7 verhält sich bei mir wie ein überdimensionaler Virus, der aus dem Netz kaum zu toppen sein dürfte.


    Ich frage mich echt, wozu du diese ganzen Threads startest. Das stand doch von Anfang an so bei dir fest im Kopf. Du schreibst hier immer ein Geschwafel, 100x dasselbe und wartest darauf, dass wir dir endlich zustimmen. Hier hat dir aber bislang niemand zugestimmt. Ich habe auch echt noch nie von solchen Win7-Problemen gehört.


    Wollte das nur mal gesagt (geschrieben) haben, die WinXP-Lobhudelei bzw. das Win7-Bashing kann dann jetzt weitergehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    1. aktuellste Browser verwendet werden und
    2. ein Echtzeit-Virenscanner das System überwacht.

    Dazu muss die von dir genannte Software auch weiterhin fuer XP produziert werden. Es wird der Zeitpunkt kommen, ab dem Windows Vista/7 die Minimalanforderung darstellt. Und dann ist's aus mit Updates fuer den Browser.

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Dazu muss die von dir genannte Software auch weiterhin fuer XP produziert werden. ... Und dann ist's aus mit Updates fuer den Browser.


    Ich hatte ja bereits eingangs angedeutet, dass das "forever" im Threadtitel nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist.


    Wenn man bedenkt, dass Windows ME noch fast bis 2010 von der gebräuchlichsten Sicherheits-SW unterstützt wurde, dürfte der "externe" Support für bestehende XP-Systeme auch noch etliche Jahre laufen. Und in dieser Zeit wird sich bestimmt ein OS finden, das als Ersatz für XP herhalten muss. Denn der Zeitpunkt für Neuentwicklungen (insbesondere im HW-Bereich), die XP nicht mehr mitmachen kann, wird definitiv kommen. "Bastellösungen", um das OS künstlich zu beatmen, werde ich jedenfalls nicht mehr mitmachen


    Als (gewisse) Parallele sei Windows 3.x genannt. Hier sind viele erst bei Erscheinen von Windows2000 bzw. WindowsXP gewechselt, obwohl zwischenzeitlich andere Versionen angeboten wurden. Wenn ich mich recht entsinne, war der Support zu diesem Zeitpunkt auch längst ausgelaufen (was ich aber nicht mehr genau erinnere)


    Der für mich immer noch unklare Punkt ist, wie hoch das Sicherheitsrisiko bei dem von mir beabsichtigten Vorgehen tatsächlich ist und wie ich es ggf. noch weiter minimieren kann. Die pauschalen Aussage, es drohe ein GAU, kann ich bisher nicht nachvollziehen.


    Einen wirklichen Grund, warum die Katastrophe naht, habe ich bisher nirgends finden können. Die wenigen genannten Szenarien ließen sich durch umsichtiges Handeln alle vermeiden. Und wie dieses umsichtige Handeln günstigstenfalls aussehen sollte, möchte ich gern noch klären.


    Ich bin mir sicher, dass neben mir auch andere Windows XP weiternutzen werden. Die Klärung der Frage, wie das hieraus resultierende Risiko zu minimieren ist, dürfte zudem auch im Interesse der "Umsteiger" sein, die sich durch die der Evolution trotzenden Dinosaurier bedroht fühlen. ;)


    Frankie



    Ergänzung:
    Dem flashhawk sei zur Lösung seines Problems ein Optiker empfohlen - hier ist die Lösung ganz simple.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wenn man bedenkt, dass Windows ME noch fast bis 2010 von der gebräuchlichsten Sicherheits-SW unterstützt wurde, dürfte der "externe" Support für bestehende XP-Systeme auch noch etliche Jahre laufen.


    Da muß ich mich doch sehr wundern! AntiVir hatte Anfang 2008 die Unterstützung eingestellt und IMHO waren um den Zeitpunkt herum auch die meisten kommerziellen Scanner nicht mehr 98/Me-Fähig.




    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Als (gewisse) Parallele sei Windows 3.x genannt. Hier sind viele erst bei Erscheinen von Windows2000 bzw. WindowsXP gewechselt, obwohl zwischenzeitlich andere Versionen angeboten wurden. Wenn ich mich recht entsinne, war der Support zu diesem Zeitpunkt auch längst ausgelaufen (was ich aber nicht mehr genau erinnere)


    Ich kenne da niemanden. "Echte" Windows-Versionen haben damals rasch den Weg auf den Desktop gefunden Windows98(SE) war über Jahre "das" OS.




    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Kai: Und ja ... zwischenzeitlich hatte ich Win7 Pro von Grund auf mit der Origional-CD (nicht die von ASUS) von Grund auf neu installiert, was erwartungsgemäß keine Verbesserung der Situation zur Folge hatte.


    Welchen Teil von "dein Software- kann auch ein Hardware-Problem sein" hast du nicht verstanden? :rolleyes:




    Gruß Kai

  • Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Ich kenne da niemanden. "Echte" Windows-Versionen haben damals rasch den Weg auf den Desktop gefunden Windows98(SE) war über Jahre "das" OS.


    also im Geschäftsbereich würde ganz selten 95 oder 98 eingesetzt, eher mal NT4.0.


    Privat habe ich auch nur ganz kurz so ein Bluescreen-MSDOS-Windows ( Win95 ) benutzt und bin dann über Suse etc. gegangen um beim Erscheinen von Windows 2000 mal dieses zu testen, das war dann mein Wiedereinstieg bei Windows, ein OS das eben die Stabilität von Linux und den Komfort von Windows hatte, bezogen auf die damalige Zeit.


    Windows 2000 als NT-Nachfolger war eine lange Zeit das System in diesem Bereich und hat genau aus diesem Grund einen recht langen Support bei schwerwiegenden Dingen gehabt, selbst über den garantierten Zeitraum hinaus.


    Denke XP wird so wie Windows 2000 weiter unterstützt, es gibt zwar keine Updates vom IE oder vom MPlayer mehr, Sicherheitsupdates werden aber noch eine ganze Weile kommen.

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