Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    .... Die wesentlichen Forderungen der Troika wird Griechenland akzeptieren müssen, ...


    Die Forderung gegen die Bundesregierung auf Zahlung von Reparationen verdeutlicht, dass die aktuelle Griechische Regierung die grundsätzliche Verpflichtung von Nachfolgeregierungen anerkennt, die Zusagen der Vorgänger zu erfüllen. Entoder weder ... oder so ähnlich. ;)



    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ...
    Aber vermutlich wird auch das nur ein Etappe in diesem Drama sein, ...


    Das ist der springende Punkt ... das hüpfende Komma sozusagen. Wenn Tsipras und Varoufakis sich in den nächsten Tagen von ihren Wählern feiern lassen sollten, müssen sie im Hinterkopf behalten, dass jegliche Zusage der EU das Problem an sich nur zeitlich verlagert und keineswegs löst. Und in diesem Punkt bin ich immer noch davon überzeugt, dass die aktuelle Regierung nicht zu (unattraktiven) Schritten bereit ist, die das Übel an der Wurzel packen.


    Die bisher kurze Regierungszeit beweist zwar (noch) nicht, was die aktuelle Regierung kann ... sie lässt aber erahnen, was sie nicht können wird. Und in diesem Punkt sehe ich schwärzer als schwarz ... für eine nachhaltige Lösung des Problems. Hier scheint unser Schäuble zu einer echten Konfrontation bereit ... und könnte beweisen, dass auch Sitzende einen A*sch in der Hose haben und nicht auf jeden Wink des "großen Bruders" einknicken. Er könnte sich noch als wahrer "Spielverderber "erweisen ... als jemand, der sich weigert, an unwürdiger Kungelei teilzunehmen.


    Für mich persönlich (und auch nur das meine ich) könnte er mit dieser Haltung echte Pluspunkte sammeln. Aber ob er wirklich die Kraft hat, diesen Kurs durchzuhalten? Juncker demonstriert schon dieses Gewinnerlächeln ...

  • Die nächste Runde in diesem/r Schmierentheater/Drama/Tragödie (oder doch Komödie?) des Schreckens ohne Ende scheint - wie angesichts der Euro-Fatzkes nicht anders zu erwarten - eingeläutet zu sein ... ... ... bis zur nächsten Zahlungsunfähigkeit.


    [small]Jeder private Unternehmer hätte schon zigmal lebenslänglich wegen mit grenzenloser krimineller Energie wieder und wieder fortgesetzter Insolvenzverschleppung. Die Euro-Fanatiker werden allesamt ungeschoren davonkommen - nur ihre steuerzahlenden Bürger nicht.[/small]


    Die neue griechische Regierung ist seit fünf Monaten an der Macht, absolut nichts ist passiert.


    [small](...und sie hatten vermutlich von Anfang an auch nicht einmal im Traume vor, irgendetwas zu reformieren - bei der angeblich jetzt doch zugestandenen Rentenkürzung wird ihnen - bzw. genauer gesagt: uns Gläubigern - wohl ihr eigenes Verfassungsgericht einen - beabsichtigten? - Strich durch die Rechnung machen)[/small]


    Damit wir uns richtig verstehen und wie w.o. schon gesagt: aus griechischer Sicht die beste Regierung, die sich die Griechen wünschen können (was man wohl von kaum einem anderen Euro-Land sagen kann...).

  • Naja, der verlinkte Artikel geht ziemlch an der Realität vorbei. Die griechische Regierung gerät jetzt gewaltig unter Druck. Sie stimmt jetzt anscheinend einschneidenden Einsparungen und Steuererhöhungen zu und kann damit ihre Wahlversprechen nicht mehr alle einhalten. Sie muß fürchten das es dafür in den eigenen Reihen keine Mehrheit gibt. Baldige Neuwahlen könnte das dann zur Folge haben.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard


  • Inzwischen ist diese Erkenntnis wohl zu offensichtlich, als dass man sie übersehen könnte:


    Euro-Krise: Ein Bild sagt alles ... über den Griechenland-Poker


    Auch der von Timba69 verlinkte Artikel deutet m.E. in diese Richtung.


    Nur die Rolle des potenziellen Spielverderbers Schäuble ist mir noch nicht ganz klar. Entweder ist er der perfekte Schauspieler oder ihm liegt tatsächlich an der Sache selbst - die nach dem Griechenland-Ja zur Verlängerung der Russland-Sanktionen sonst kaum noch jemanden zu interessieren scheint. Alle außer Schäuble sind bester Laune ... nur unser "Griesgram" möchte im Gegenzug nicht alles unkommentiert durchwinken.


    Aber ob sich Schäuble gegen die übergroße Mehrheit mit dem "Gewinner-Lächeln" wird durchsetzen können? Ich befürchte, dass auch er sich letztlich "übergeordneten Interessen" wird beugen müssen. :rolleyes:

  • Da war der Juncker doch auch wieder voll wie ein Eimer. Einige werden dann halt "Anhänglich"... so ein Küsschen auf die Backe habe ich noch vermisst. Wie ein Mafia-Pate :-)

  • Die anderen, die zuvor mächtig Stimmung gegen Tsipras gemacht haben, sind auch plötzlich ziemlich still ... regelrecht "geschmeidig". Die Stimmung ist regelrecht auf die andere Seite geschwappt. Ich habe den Eindruck, dass sich fast nur noch Deutschland sperrt.


    In Griechenland muss Tsipras die Abstimmung im Parlament eher nicht fürchten. Er wird von Abgeordneten der Opposition sicher weit mehr Stimmen als nötig erhalten, um einige Abweichler in eigenen Reihen ausgleichen zu können.


    Letztlich muss allen Abgeordneten klar sein: Ein Grexit wird weitaus drastischere Folgen haben als jegliches Entgegenkommen in Brüssel. Bekommt Griechenland kein frisches Geld mehr, ist Tsipras mit seiner Truppe umgehend am Ende. Letztlich ist den Bürgern das Hemd näher als die Hose ... wie der Volksmund sagt - und ein Grexit hätte furchtbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage von Griechenlands Bevölkerung.

  • Die Kuh ist noch nicht vom Eis:


    http://www.theguardian.com/wor…talks-greece-bailout-deal


    Vielleicht hat die griechische Regierung es doch ein bisschen weit getrieben und nicht bis zur letzten Minute gewartet, sondern diese schon verstreichen lassen, ehe sie die Vorschläge einreichte. Wenn der IWF nicht mitmachen sollte, hat das Land ein Problem. Dann wird es schwierig, ein Rettungspaket durch das finnische und das deutsche Parlament zu bugsieren.

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