Richtig, ein schuldenschnitt würde den nächsten jagen -- das wollen nur die eu(ro)-fanatiker nicht sehen (bzw. zumindest dem dummen stimmvieh verheimlichen)....
Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?
- Mephisto
- Geschlossen
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Neues von der "Umfaller"-Front:
Plötzlich wussten alle, dass die Troika überflüssig, demokratisch nicht legitimiert, und am Ende war?
http://www.spiegel.de/wirtscha…ka-analyse-a-1016042.html
Der Spiegel merkt nichts mehr.....auf einmal. Haben die echt gedacht, wir merken das nicht?
NEIN! DOCH! OH!
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Zitat
Original geschrieben von malinfo
GR kann, falls überhaupt, nur mit einem schuldenschnitt -- und zwar von 100% oder nur wenig weniger -- im sch...euro bleiben. Kein schuldenschnitt (bzw. zumindest ein total-moratorium *)) bedeutet zwangsläufig grexit.
So schwarz-weiss würde ich das nicht sehen.Warum sollen die Griechen ihre Auslandsschulden nicht einfach weiter bedienen - und Resteuropa transferiert ihnen die nötigen Mittel dafür um ein paar andere Ecken herum verklausuliert?
Beispielsweise, indem man den EU-Haushalt aufstockt, Europäische Investitionstöpfe füllt bzw. neue schafft und die dann ausgibt? Man muss da nur ein bisschen kreativ denken. Ich bin mir sicher, dass die können in Brüssel und Strassburg auch. Und wir sind ja alle solidarisch für ein zusammenwachsendes Europa.
Um ein Bild zu benutzen:
Wie wenn man seinem arbeitslosen Sohn Geld leiht - und das dann auch ordnungsgemäss zurückfordert... ihm dann aber auf der anderen Seite klammheimlich die Stromkosten und Telefonrechnung für ihn bezahlt. -
Zitat
Original geschrieben von Applied
...Warum sollen die Griechen ihre Auslandsschulden nicht einfach weiter bedienen - und Resteuropa transferiert ihnen die nötigen Mittel dafür um ein paar andere Ecken herum verklausuliert?...
Das ist das, was ich weiter oben mit "o.ä." meinte. Die von Dir angesprochene kreative alimentierung ist ja nichts anderes als ein schuldenschnitt / moratorium unter anderem etikett. Eben genau der etikettenschwindel, an den sich der dumme michel aller länder längst gewöhnt hat ... und den dann leider auch noch das BVerfG zum vorwand nimmt, sich dumm zu stellen und sämtliche vertragsbrüche im endeffekt mit einem alibimäßig-lächerlichen "Du, du, du!" durchzuwinken.[small]Apropos vertragsbrüche : ist es nicht geradezu lächerlich / grotesk /absurd, den griechen vertragsbrüchigkeit vorzuhalten, wo doch mittlerweile wohl so ziemlich jede vertragliche regelung rund um den sch...euro von allen bandenmitgliedern nach lust und laune gebrochen wurde.... Oder wann hat irgendein volksver(t)reter zuletzt ernsthaft die einhaltung der maastricht-kriterien oder der no bail-out-klausel gefordert ?
Ist es nicht vielmehr so, daß längst mit der größten selbstverständlichkeit vertragsbrüche nicht nur am laufenden band erfolgen, sondern ohne das geringste unrechtsbewusssein sogar offensiv propagiert werden ?[/small] -
* PS: Wo ich von solidarischem Zusammenwachsen rede, ein (mir zufällig unzufällig bekanntes) Beispiel, welches zwar nichts direkt mit Griechenland zu tun hat, aber zeigt, wie das EU-Geld ja da sein kann:
Im Baltikum planen sie, eine Eisenbahn (Hochgeschwindigkeitsstrecke) zu bauen.
Kostenpunkt allein für das dünn besiedelte Estland: ca. 1,1 Milliarden EUR.
Man freut sich, dass die EU dazu mehr als die Hälfte, nämlich ca. 640 Millionen zusteuern wird:http://news.postimees.ee/29650…baltic-route-alternatives
Punkto Einzugsgebiet kann man sich das als Deutscher in etwa so vorstellen, als baute man eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Rostock durch Mecklenburg und Vorpommern zur polnischen Grenze (in beiden Fällen je 3 ähnlich grosse Landkreise) - Nur ist Estland da noch deutlich dünner besiedelt.
Damit geniesst das Projekt (bezogen auf das Einzugsgebiet) wohl eine EU-Förderung von knapp 1000 EUR pro Kopf.
Nebenbei: Die Staatsverschuldung in Griechenland beträgt auch "nur" so ca. 30.000 EUR/Kopf. Infrastrukturinvestitionen für eine einzige Eisenbahnstrecke vs. Auslandsverschuldung eines ganzen Landes ist natürlich ein völliger Äpfel-Birnen-Vergleich - aber es zeigt eine gewisse Relation auf.
ZitatOriginal geschrieben von malinfo
Das ist das, was ich weiter oben mit "o.ä." meinte. Die von Dir angesprochene kreative alimentierung ist ja nichts anderes als ein schuldenschnitt / moratorium unter anderem etikett. Eben genau der etikettenschwindel, an den sich der dumme michel aller länder längst gewöhnt hat
Yep - halte ich aber nicht für die unwahrscheinlichste europäische "Lösung". -
Zitat
Original geschrieben von Applied
...
Im Baltikum planen sie, eine Eisenbahn (Hochgeschwindigkeitsstrecke) zu bauen.
Kostenpunkt allein für das dünn besiedelte Estland: ca. 1,1 Milliarden EUR.
Man freut sich, dass die EU dazu mehr als die Hälfte, nämlich ca. 640 Millionen zusteuern wird:
...
Irgendwie muss die von der deutschen Bundeswehr organisierte "Schnelle Eingreiftruppe" der NATO im Notfall doch ins Baltikum reisen können ... wenn die eigenen Transportmöglichkeiten das schon nicht hergeben.
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Deutsche Truppen mit der Eisenbahn nach Osten - das hatten wir schon mal. Die letzten Bahnfahrten dieser Art in der jüngeren Geschichte waren deutlich teurer als ein paar Mrd Euro :flop:
Aber ganz im Ernst: Im Baltikum läuft gerade der gleiche Film ab, wie vormals in Griechenland. Da werden Projekte finanziert, die völlig oversized für die breite Masse der Bevölkerung sind
....aber mit denen deutsche Banken, Versicherungen und die Großindustrie ihre Gewinne sichern,
egla ob sich der Staatshaushalt daran verschluckt :flop:Lass mich mal raten:
Es handelt sich nicht um einen der zuverlässigen Hochgeschwindigkeits-Züge, wie bspw den japanische Shinkansen,
sondern einen von der Sorte, die immer zu spät kommen :p
Stell Dir vor, es ist Krieg und der Soldat kommt zu spät

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Ich wurde gerade darauf aufmerksam gemacht, wie unsere 'Qualitäts-Presse' plötzlich schon immer gewusst haben will,
dass die Troika eigentlich Mumpitz ist: "Ein Abschied, bei dem keiner weint"Dabei war vor Kurzem noch zu lesen:
Troika - ohne diese hätte Griechenland viele der Reformen gar nicht erst umgesetzt.
usw. usf.Glauben die eigentlich, wir leiden unter kollektivem Alzheimer :gpaul:

Erst gegen 'faule Griechen' hetzen und die Zerstörung einer ganzen Volkswirtschaft als <alternativlos> darstellen und nun eine Kehrtwende um 180 Grad :flop:...frei nach dem Motto:
Was kümmert mich mein Propaganda-Geschwätz von gestern :flop:Edit:
Oh, ich sehe gerade, dass Timba da auch schon drauf hinwies.
Egal, sind's halt noch ein paar mehr Belege für die gelenkten Kampagnen unserer Möchte-gern-Meinungs-Macher :apaul: -
Darüber war ich mir eigentlich schon immer bewußt und glaube deshalb schon längst nicht mehr alles was uns die
sogenannten "Qualitäts-Medien" erzählen. Das gilt für viele Themen wie z:.B Klimawandel der auf menschliche Einflüsse
zurückzuführen sei, oder wir bräuchten aktuell Zuwanderung für den Arbeitsmarkt obwohl wir 3 Millionen Arbeitslose, (+ - je
nach Jahreszeit) im Land haben und von Vollbeschäftigung meilenweit entfernt sind. Man könnte noch weiteres anführen. -
Ja, Bernbayer. Imho gilt das sicher auch für die Mehrzahl der TT-Teilnehmer, was gleichzeitig aber auch die potentielle Zielgruppe für die Gazetten wäre.
Ich frage mich, ob in den Redaktionen nicht langsam mal ein Ende der Narkolepsi angebracht wäre
Da läuft ein Teufelskreis:
Immer mehr Leser kehren wegen mangelhaftem Journalismus und Kampgnen-Presse den Ex-Leit-Medien den Rücken.
Dadurch müssen diese sparen, was zu noch mehr Abhängigkeit/Höhrigkeit und Unprofessionalität führt.
...weshalb sich noch mehr Leser abkehren....
usw. usf.Ich frage mich, warum die eigentlich sehenden Auges sich selbst immer weiter in die Bedeutungslosigkeit manövrieren :apaul: :confused:
...vllt sollte man mal einen separaten Thread aufmachen, um darauf Antworten und Auswege zu suchen.PS: Immerhin sind sogar einige Mods hier in der Branche tätig

Daher fühle ich mich nicht wirklich berufen dazu :cool:PSS: Schon wieder könnte man den Eindruck gewinnen, dass Telepolis hier mitliest:
Kritik an demagogischen Inhalten des Spiegel-Magazins :top:
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