Wieso ist der Vorschlag zur Schaffung einer Treuhand für griechische Vermögenswerte in Luxenburg so abwegig ? Finnland hatte sich seinen Anteil am zweiten Rettungspaket auch teilweise mit einem Pfand absichern lassen. Bedenkt man die Widerstande und die Verzögerungen, die in Griechenland bei Privatiserungen gab, empfinde ich das nur als folgerichtige Maßnahme.
Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?
- Mephisto
- Geschlossen
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Original geschrieben von Braindead
Ja die Geschichte hat es uns doch schon oft gezeigt das Deutschland alle paar Dekaden immer mal wieder als Prellbock dient. Ich würde es auch schade finden denn ich lebe auch sehr gerne hier.Um ehrlich zu sein hat es sich das bis dato auch immer selbst engebrockt

A Greek official at the summit in Brussels told POLITICO’s Tara Palmeri that the eurozone’s proposal for €50 billion of Greek assets to be transferred to an external fund for privatization was “on another planet” for Prime Minister Alexis Tsipras, and the idea of a temporary Grexit was “100 percent No.”
The document drawn up by eurozone finance ministers, which is being discussed by Eurosummit leaders, calls on Athens to scale up its privatization program, either by increasing the independence of the Greek privatization body or by transferring €50 billion of assets “to an existing external and independent fund like the Institution for Growth in Luxembourg.”
“There’s no such thing as €50 billion in Greek property,” the Greek official said, citing an IMF sustainability analysis which projects annual proceeds from privatizations of €500 million per year.
“The figure is on another planet,” said the official, who was speaking on condition of anonymity.
ZitatOriginal geschrieben von DrMac
Wieso ist der Vorschlag zur Schaffung einer Treuhand für griechische Vermögenswerte in Luxenburg so abwegig ? Finnland hatte sich seinen Anteil am zweiten Rettungspaket auch teiweise mit einem Pfand absichern lassen. Bedenkt man die Widerstande und die Verzögerungen, die in Griechenland bei Privatiserungen gab, empfinde ich das nur als folgerichtige Maßnahme.Weil es in keinem Verhältnis steht. Wären bei den 100 Mrd. noch 2-3 Stellen im Betrag könnte man darüber nachdenken aber so nicht.
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Oder die Hälfte ihres Einkommens spenden und mit den Brüdern und Schwestern in Griechenland teilen.

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also die stolzen griechischen Milliardäre zeigen sich bisher nur wenig solidarisch, dafür hats ja Europäer
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Original geschrieben von Robert Beloe
Nicht ich bin es, der damit angefangen hat, aus historischen Ereignissen auf Charaktereigenschaften von Völkern zu schließen.Nein, das warst nicht Du, das waren unsere griechischen Freunde:
http://www.t-online.de/nachric…g-schaeuble-zum-nazi.html
http://www.tagesspiegel.de/med…er-griechen/11968326.html
Da bewahrheitet sich eben wieder einmal die alte Weisheit: "Sei vorsichtig damit, Freunden Geld zu leihen, Du könntest beides verlieren."
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Original geschrieben von Robert Beloe
Die Nordstaaten überziehen hier m.E. Bis Mittwoch umfangreiche Gesetzespakete durchs Parlament zu peitschen ist einigermaßen absurd. Ist das überhaupt verfassungskonform - das kann ich mir kaum vorstellen.
Von den Griechen wäre es absurd, zu verlangen, Reformen, über die zu einem grossen Teil wohl schon seit Monaten nachgedacht bzw. verhandelt wurde, bis MI zu verabschieden.Aber mehrere andere europäische Parlamente sollen gefälligst bis Mittwoch schnell ein "Rettungspaket" mit Milliardenhaftung durchpeitschen? (d.h., in Vorleistung gehen, ohne konkrete Sicherheiten, dass verhandelte Bedingungen von den Griechen auch erfüllt werden)
(Ja, ist jetzt bewusst so etwas "aus der Gegenperspektive" formuliert)
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"Weil es in keinem Verhältnis steht. Wären bei den 100 Mrd. noch 2-3 Stellen im Betrag könnte man darüber nachdenken aber so nicht."
Nachdem Griechenland ein Schuldenmoratorium der öffentlichen Hand im Gegenwert von 40 Millarden Euro bekommen hat und einen erneuten Schuldenschnitt von über 100 Millarden Euro fordert, empfinde ich es als Selbstverständlichkeit, dass jeder weitere Euro, der an dieses Land weitergeleitet wird, so gut wie möglich abgesichert ist. ich schließe mich auch der Forderung der Linkspartei an, dass bei griechischen Auslandsvermögen überprüft wird, ob Sie ordnungsgemäß versteuert wurden.
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Original geschrieben von Applied
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Aber mehrere andere europäische Parlamente sollen gefälligst bis Mittwoch schnell ein "Rettungspaket" mit Milliardenhaftung durchpeitschen? (d.h., in Vorleistung gehen, ohne konkrete Sicherheiten, dass verhandelte Bedingungen von den Griechen auch erfüllt werden)
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Schäuble hat m.W. noch nicht einmal ein Mandat zu Verhandlungen. Was bis jetzt läuft, ist die Prüfung, ob es überhaupt lohnt, den Bundestag über eine Ermächtigung der Bundesregierung zur Aufnahme von Verhandlungen entscheiden zu lassen.Erst dann kann überhaupt rechtswirksam verhandelt werden. Sofern diese Verhandlungen zu einem neuen Rettungspaket führen, müsste der Bundestag dann erneut über dieses Paket entscheiden.
Wenn die Eurogruppe zur Eile drängt, soll das einfach nur verhindern, dass das Bankensystem schon vor endgültiger Verabschiedung eines Hilfspakets vollends zusammenbricht.
Die bisherige griechische Trödelei hat leider dazu geführt, dass der griechische Patient den Beginn der Not-OP möglicherweise gar nicht mehr erlebt.
Auch den Umstand, dass inzwischen eine Vorwegleistung Griechenlands verlangt wird, haben Tsipras und sein Truppe zu verantworten. Sie haben das Vertrauen in die griechische Regierung dermaßen zerstört, dass bloße Vereinbarungen - wie sie sonst unter Regierungen üblich sind - im Falle Griechenlands nicht mehr ausreichen.
Alles in allem dient der von der Eurogruppe aufgebaute Druck dem Gelingen der Sache und ist im alleinigen Interesse Griechenlands. Ansonsten ruiniert der "Trödeltrupp" das Land ganz unabhängig vom Sachstand schon auf die griechische Art. :p
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A.
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
...Vertrauen ... dermaßen zerstört, dass bloße Vereinbarungen - wie sie sonst unter Regierungen üblich sind - im Falle Griechenlands nicht mehr ausreichen...
Was Vertrauen und Vereinbarungen zwischen Regierungen wert sind, zeigen
[small]a) so gut wie alle Kriege dieser Welt seit Anbeginn der Geschichte
und[/small]
b) der ganze Teuro-Zirkus, ebenfalls seit Anbeginn seiner Geschichte.Es ist ja nicht so, dass nur GR unzuverlässig wäre. Alle anderen sind es auch. D allen voran, denn es war wohl das (nach GR) erste Land, das Maastricht mir-nichts, dir-nichts ignorierte
(1) Aufnahme GR's sehenden Auges trotz bekannter Betrügereien; 2) Maastricht-Kriterien-Verstösse D's).Der Maastricht-Vertrag wurde ja schon lange vor Ausbruch der sog. Krise gebeugt, dass die ihn bildenden Bäume (1) Kriterien; 2) No-Bailout, um nur zwei Punkte zu nennen) nur so splitterten, und zwar unüberhörbar laut krachend.
Das Absteigen-Theater, dessen von den Schauspielern miss-/verachtete Zuschauer wir gerade (und seit Jahren) sind, ist vermutlich nichts anderes als ein Zeichen (um sich g)reifender Erkenntnis, dass die ewige Beugerei auf Dauer nicht gutgehen wird.
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B.
Schon bemerkenswert, dass die derzeit diskutierte Vorschlagsliste nun auf so große Widerstände bzw. weitere Verschärfungsforderungen stößt, obwohl sie angeblich sogar mehr Einschnitte für GR bedeutet als das "großzügige Angebot" der Teuro-"Partner", über das im Referendum abgestimmt wurde...--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
C.
IIRC lag die RekordNEUverschuldung D's mal bei 60 Mrd. p.a..
D hat ca. siebenmal mehr Einwohner als GR.
Die für GR jetzt im Raum stehende NEUverschuldung von weiteren 100 Mrd. (Betrag wird in den nächsten Tagen/Wochen nach Hoeness'schem Vorbild wohl noch weiter nach oben "angepasst" werden) für drei Jahre entspricht 33 Mrd. p.a..
Einwohnerzahlbezogen also das Dreieinhalbfache der historischen deutschen Neuverschuldungs-Rekordmarke bei gleichzeitig deutlich geringerer Wirtschaftskraft. Indem man den Griechen dieses Geld (als "Darlehen") gibt, prügelt man sie also geradezu in die ewige Rolle des heillos überschuldeten Zinssklaven hinein.
I.a.W.: die Lösung kann - falls es überhaupt eine gibt - nur der Grexit mit folgenden Hilfspaketen (geschenkt, nicht geliehen) sein....denn egal, ob es nun eine, zehn, 100 oder 1.000 Mrd. sind: GR wird's nie zurückzahlen (können), sondern nur noch abhängiger vom Wohlwollen/Geldbeutel der anderen werden.
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Witzig ist, das Frankreich (was hier vor kurzem vor einigen Usern noch gelobt wurde!) bilaterale Kredite zur Notunterstützung bei der Übergangsphase vor ein paar Stunden abgelehnt hat. Helfen ja, aber bitte nicht mit französischen Steuergeldern.
So viel dann zum Thema: Die Freunde der Griechen; aber anderen Ländern Vorwürfe machen.
BTW:
Heute erscheint in der Zeit ein sehr interessantes Interview mit Herrn V. - Leseempfehlung!
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