Telefonanbieter meldet sich nicht wenns teuer wird

  • Zitat

    Original geschrieben von HuiBuh86
    Ich möchte eigentlich nur von jemandem hören-hey, das ist nicht fair von simyo-dir innerhalb der eu preisinformationen zu übermitteln


    Das ist deren Pflicht nach EU-Roamingverordnung...



    Zitat

    ausserhalb der eu- wos richtig teuer wird wieder preisinformationen zu senden, noch nach (nenne einfach mal summe x) bescheid zu geben...


    Ist keine Pflicht nach EU-Roamingverordnung.



    Zitat

    das muss technisch alles möglich sein- und ich hätte das als service irgendwie erwartet...


    Die Preise für die Datenverbindungen stehen doch in der Preisliste, die Du bei Vertragsabschluss gelesen und akzeptiert hast. Oder etwa nicht?

    Samsung Galaxy S4: DeutschlandSIM (Allnet-Flat + 1GB Data, Vodafone-Netz)
    Samsung Galaxy S2: Klarmobil (Allnet-Flat + 500MB Data, Telekom-Netz)

  • handytim: Selbst wenn in der Preisliste steht, dass das MB 10€ kostet ändert es nichts daran, dass Simyo gegen die neue EU Verordnung verstößt, die seit dem 01.07.2012 gilt. ;)


    Denn diese soll die Kunden vor den hohen Datenpreisen im Ausland außerhalb der EU schützen.


    HuiBuh86: Simyo hätte dir maximal 59,50€ für die Verbindungen berechnen dürfen.

  • HuiBuh86


    Ich war selbst in Kroatien. Meine Frau mit simyo und ich mit einer eigens dafür angeschafften congstar Karte, weil vodafone dort noch heftigere Preise hat als Eplus. Alle Karten erhielten ordnungsgemäße Preisinformationen beim Einbuchen ins Netz.


    Ansonsten hatte ich eine Karte vor Ort geholt.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Zum anderen gab es auch früher schon "gemischte" Abrechnungen. Meine D2-CallYa lief anfangs innerhalb Deutschlands über die Prepaid-Plattform, außerhalb Deutschlands wurden die Roaminggebühren nach Meldung durch den ausländischen Anbieter als Postpaid abgerechnet.


    Warum sollte das bei Simyo Postpaid anders sein müssen?

    Es ist nicht die Frage, wie Simyo das im Verhältnis zum Kunden abrechnen muss, sondern ob der genutzte Netzbetreiber in der Lage ist, Echtzeitdaten zur Verfügung zu stellen oder nicht. Denn nur in letzerem Falle wäre Simyo berechnet, den Cut-off-Mechanismus nicht anzuwenden. Und ein Netzbetreiber, den Simyo nutzt, ist dazu in der Lage, sonst würde ihn Simyo nicht für ihre Prepaid-Karten nutzen. Und dann ist er auch in der Lage, Echtzeitdaten für Simyo's Pseudo-Postpaid zu liefern. Und ich würde wetten, dass sie es auch tun und Simyo diese Daten schlicht einfach nur nicht nutzt, um die EU-Verordnung zu erfüllen.

    Zitat

    Original geschrieben von handytim
    Ist keine Pflicht nach EU-Roamingverordnung.

    Hier noch mal direkt auf der Kommissionsseite, für alle, die es immer noch nicht glauben wollen:

    Zitat

    Measures to counter data roaming bill shocks: as of 1 July 2012, travellers' data-roaming limit will be automatically set at 50€ also when they travel outside the EU (unless they have chosen another limit – higher or lower).

    Quelle

  • Zitat

    Original geschrieben von andreas-cb
    Warum?


    Weil seit der neuen EU Verordnung * vom 1. Juli 2012 die Kostendeckelung/ Kostenbremse auch für Datenverbindungen im Ausland außerhalb der EU gilt, sofern die Anbieter dort in der Lage sind die Verbindungsdaten in Echtzeit zu übermitteln.


    PS: mit EU-Ausland meinte ich immer die Länder außerhalb der EU. Entschuldigt, wenn es dadurch zu Missverständnissen gekommen ist.


    *Auf der Seite L 172/29 [Artikel 15] kann man das auch nochmal in der originalen Quelle nachlesen.

  • Beachten denn Eplus und O2 die weltweite Kostenbremse außerhalb der EU generell nicht oder länderspezifisch? Aus den diversen Artikeln kann man den Eindruck gewinnen, daß sie sich darauf zurückziehen, daß nicht alle, alle Länder Echtzeitdaten liefern und die beiden deshalb außerhalb der EU generell nicht bremsen. Das wäre ein klarer EU-Verstoß, denn die Einschränkung auf eine einfache, generelle Mitteilung unbegrenzt entstehender Kosten ist ja nur für diejenigen Einzelländer ohne Echtzeitdatenabgabe möglich.


    Daß Eplus sich bemüht gibt, O2 aber einfach mit den Schultern zuckt deutet schon ein bestehendes Defizit an, denn einerseits installiert kein Betreiber sowas ohne Zwang von außen, andererseits kann der andere, vergleichbare Betreiber nicht einfach seine Hände in den Schoß legen.


    Ich weiß nicht, ob die Unterscheidung nach Prepaid, Postpaid oder die Realisierung des einen auf der Plattform des anderen weiterhilft. Ist es denn nicht bei allen Prepaid-Anbietern so, daß die sich verzögerte Abbuchung von Roaming-Dienstleistungen vorbehalten?

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Ich weiß nicht, ob die Unterscheidung nach Prepaid, Postpaid oder die Realisierung des einen auf der Plattform des anderen weiterhilft. Ist es denn nicht bei allen Prepaid-Anbietern so, daß die sich verzögerte Abbuchung von Roaming-Dienstleistungen vorbehalten?

    Aber kommt das in der Praxis heute noch häufig vor, dass in bestimmten Ländern oder bei bestimmten Anbietern immer verzögert abgerechnet wird, d.h. grundsätzlich nicht in Echtzeit übermittelt wird? Das müsste ja der entscheidende Punkt sein, ob sich die Anbieter auf diese Ausnahme(!)regelung berufen können.


    Man fragt sich ja auch, warum die Anbieter in allen Ländern offenbar dazu in der Lage sind, Echtzeitinformationen zu übermitteln, sofern es sich um SIM-Karten von Telekom oder Vodafone handelt, seltsamerweise aber gerade dann nicht mehr, wenn sich eine E+ oder o2-Karte einbucht. ;)


    Du hast aber insofern Recht, dass die Ausnahmegenehmiung länderspezifisch und unabhängig von der Abrechnungsart zu betrachten ist. Gibt es also in dem betreffenden Land einen einzigen Roamingpartner, der keine Echtzeitabrechnung anbietet, gilt die Kostenbremse im ganzen Land und bei allen Roamingnetzen nicht und der Nutzer ist darauf per SMS hinzuweisen. Und man wird wohl auch sagen müssen, dass sie selbst dann nicht gilt, wenn der Kunde eine Prepaid-Karte nutzt und für diese der betreffende Anbieter gesperrt ist.

  • was bedeutet bei der übermittlung meiner daten eigentlich echtzeit? die kosten von 50€ muss ich ja schon am ersten tag(ausserhalb der eu) geknackt haben-also sollte simyo doch 2 tage später spätestens bescheid wissen...ansonsten sollten wir alle wieder von der em@il weg und normale analoge briefe schicken-die wären ja dann schneller *lol* und:nein! ich habe definitiv keine sms über die preise im ausland(ausserhalb der eu) erhalten- in österreich hab ich eine sms mit informationen zu den kosten erhalten-in slovenien schon nicht mehr...und die kosten über die ich in österreich informiert wurde sind halt noch eu...


    MfG.: Der Kaiser

  • Zitat

    Original geschrieben von HuiBuh86
    was bedeutet bei der übermittlung meiner daten eigentlich echtzeit? die kosten von 50€ muss ich ja schon am ersten tag(ausserhalb der eu) geknackt haben-also sollte simyo doch 2 tage später spätestens bescheid wissen...

    Das ist aus Sicht der EU-Verordnung irrelevant. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder alle Roamingpartner in diesem Land sind in der Lage, Echtzeitdaten zu liefern, dann gilt der Kostenairbag von 50 € plus USt., oder mindestens ein Roamingspartner ist dazu nicht in der Lage, dann gibt es nur die Verpflichtung, den Nutzer per SMS darauf hinzuweisen.


    Davon abgesehen kann es aber Hinweispflichten aus dem Vertrag geben, den Kunden auf ungewöhlich hohe Umsätze hinzuweisen, sofern der Anbieter davon Kenntnis erlangt (und sei es zwei Tage später). Dies wurde ja bereits häufiger auch von Gerichten gefordert. Dies ist aber keine so klare Sache wie die EU-Verordnung und insbesondere wird der Anbieter da wohl nicht schon bei 50 € die Reißleine ziehen müssen, sondern erst bei einem deutlich höheren Betrag.

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