Telekom beginnt mit Umstellung herkömmlicher Telefonanschlüsse auf VoIP

  • Durch meinen Splitter werden analoges Telefonsignal und DSL-Signal voneinander getrennt.


    Nach der Trennung läuft das DSL-Signal über eine Leitung Richtung Router, über den DSL und VOIP abgewickelt werden. Die Leitung mit dem analogen Telefonsignal läuft dagegen (über einen AWaDo) auch in eine andere Richtung, wo an einem Ort ohne jegliche Netzversorgung ein Wandtelefon installiert ist. Das war schon immer so und ist auch der Grund, warum ich selbst dann nicht ohne externen Splitter auskomme, wenn der Router über einen integrierten verfügt.


    Der analoge Anschluss ist letztlich erforderlich zum Faxbetrieb (AWaDo Ausgang 1) und Sprachtelefonie über das analoge Wandtelefon (Ausgang 2). Wenn Ausgang 1 inzwischen in den analogen Eingang der FritzBox führt, ist das ein Luxus, aber keine Notwendigkeit. Beide Signale dienen verschiedenen Zwecken und kommen technisch bedingt einfach nur über dieselbe Leitung ins Haus. Würde ich DSL etwa über das TV-Kabel beziehen (optional) würde sich am Telefonanschluss nichts ändern (nur das DSL-Signal fiele weg).


    Frankie



    Edit:
    Und ehe jetzt wieder jemand nach dem grundsätzlichen Sinn eines gesonderten Telefonanschlusses fragt, hatte ich die Antwort bereits gegeben: Weil das schon immer so war und so lange bleiben wird, bis ich nachhaltig vergrätzt werde. :)

  • Okay, das ist bei dir der heutige Stand. In deinem anderen Post könnte man aber herauslesen,
    dass Du die Erwartung hast, dass das in Zukunft auch noch in der Form realisiert werden könnte.


    Gruß
    Tommy

  • Wenn alles so bleiben könnte, wäre das natürlich die für mich wünschenswerteste Lösung.


    Die analoge Telefongeschichte ist eine Installation aus den 1980er Jahren, wo irgendwo auch noch ein Tel 97a zwischenhängt, das ich - weil nicht mehr benötigt - mitsamt seinem weiterhin installierten 16-adrigen Anschlusskabel einfach in einem Schrank habe verschwinden lassen. Ich denke mit Grauen an den Zeitpunkt, an dem ich das vor Jahrzehnten entstandene Gewusel aufdröseln muss. :p


    Solange Fax und Wandtelefon laufen, mache ich drei Kreuze ... oder wie immer man das formuliert ...


    Frankie

  • Die Umstellung auf "VoIP" wird sich wohl auf die höhere Netzebene beziehen. Auf Sicht wird man da komplett auf IP umstellen wollen, damit man nur noch eine Plattform zu warten braucht. Die reine Telefonieplattform wird dann wohl eingestampft. Leider, denn die Plattform wurde extra für diesen Zweck entwickelt und bietet in puncto Telefonie viele Vorteile, die eine IP Plattform nicht hat (kurze Latenzen, schnelle alternative Wegesuche bei Störungen, uvm).


    ISDN / Analoganschlüsse / Primärmultiplex sollten weiterhin als reine Anschlüsse buchbar bleiben, da diese auch am MSAN realisiert werden können. Ab MSAN wird dann eben via IP geroutet. Stromversorgung käme in diesem Fall wie gewohnt aus der Vst, extra Geräte beim Kunden sind somit nicht notwendig.


    Bleibt abzuwarten, welche Anschlussarten die Telekom letzendlich am MSAN anbieten wird. Technisch möglich ist aber vieles ...

  • ... wenn man es will. Aber leider steht immer nur der Profit im Mittelpunkt aller Entscheidungen.

    Wir brauchen alle Wachstum, sagte der Luftballon - und platzte.

  • Dummerweise ist das bei der Rechtsform zwangsläufig nicht anders möglich. ;)


    Gruß
    Tommy

  • Zitat

    Original geschrieben von morsum
    ... wenn man es will. Aber leider steht immer nur der Profit im Mittelpunkt aller Entscheidungen.


    Ersetze Profit mit Kosten-/Nutzenverhältnis im de-weiten TK-/BB-Wettbewerb.
    Alternative Anbieter haben es vorgemacht, technisch gesehen verschieben sich gewisse Kosten vom Technikbetreiber zum Kunden.
    Aber nur solange alles prima harmoniert, denn eine Entstörung an IP-Anschlüssen ist um ein Vielfaches aufwändiger als an reinen Telefonieanschlüssen, egal ob analog oder ISDN.
    Muß man dann wohl allen Beteiligten die Schuld an der Entwicklung geben, aber wohl vorrangig den Wettbewerbern.

  • Zitat

    Original geschrieben von inf-strömler
    Ersetze Profit mit Kosten-/Nutzenverhältnis im de-weiten TK-/BB-Wettbewerb.
    Alternative Anbieter haben es vorgemacht, ...


    ... was aber nicht automatisch den Schluss zulässt, dass ein als Universaldienstleister einzustufender Anbieter das nachmachen darf. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von inf-strömler
    eine Entstörung an IP-Anschlüssen ist um ein Vielfaches aufwändiger als an reinen Telefonieanschlüssen, egal ob analog oder ISDN.


    Wie meinst du das konkret?

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