ZitatOriginal geschrieben von mumpel
Diese Frage zeigt mir dass Du gegen Lohnerhöhungen bist solange Arbeitgeber nichts davon haben.
Bist du bereit, für den gleichen Fernseher, das gleiche Handy, oder das gleich produzierte Ei, einfach so aus reiner Menschenfreude dem Händler gegenüber mehr zu bezahlen, obwohl du es nebenan günstiger bekommst?
ZitatEine gerechtere Zahlung kann dem Arbeitgeber durchaus helfen. Weniger Krankheitsfälle. Höhere Einsatzbereitschaft. Bessere Identifikationsbereitschaft mit dem Unternehmen. Höhere Bereitschaft, die Produkte des Unternehmens zu empfehlen.
Was hat das mit Gerechtigkeit zu tun, wenn Arbeitgeber A zu einer Lohnerhöhung erpresst wird, aber Arbeitgeber B nicht?
ZitatOder anders ausgedrückt:
Weshalb dem AG durch Lohnerhöhung Gewinne wegnehmen wenn er durch Einsatz von billigen Arbeitskräften die Gewinne vervielfachen kann? Nicht wirklich Dein Ernst?
Du unterliegst da einem fatalen Irrtum. Du wirst nicht für den Gewinn des Unternehmens bezahlt, sondern für die Arbeit, die du erledigst.
Denn nach deiner Logik müsste ein Arbeiter für dieselbe Tätigkeit bei Unternehmen A besser als bei Unternehmen B bezahlt werden, nur weil A mehr Gewinn macht als B. Und was ist, wenn das Unternehmen Verlust macht? Wird den Arbeitern dann auch Geld abgezogen? ![]()
Allerdings gibt es auch viele Unternehmen, die ihre Mitarbeiter am Unternehmenserfolg bezeiligen. Das geschieht i.d.R. jedoch über jährliche Bonuszahlungen, die eben von der Jahresbilanz abhängen. Oft ist die Bonifikation auch vom persönlichen Einsatz bzw. dem jeweiligen Anteil des Mitarbeiters am Erfolg gekoppelt.
Ironischerweise ist das jedoch genau das Gegenteil dessen, was hinter Tarifverträgen steckt. Denn die machen alle Arbeiter gleich.
Also was genau möchtest du nun? ![]()