Daskann man nicht machen. Überlege mal wer bei 30 Prozent Umsatzsteuer die Zeche zahlt? Es sind die Geringverdiener, Rentner, Arbeitslose, Sozialhilfempfänger usw., die fast ihr ganzes Geld für den tägllichen Konsum ausgeben müssen Steinreiche Leute würden da dann noch eher entlastet.
Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?
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Es gab dazu mal Erhebungen - ich glaube aus Zeiten von Kichhofs Bierdeckel-Steuererklärung. Wer hohes Einkommen hat, konsumiert entsprechend mehr. Ein "Besserverdiener" mit 80k zvE legt von seinen 4k netto auch keine 2k zurück: größeres Auto, größere Wohnung, höhere Kfz-Betriebskosten, etc.
Lohnsteuer weg, Brutto entsprechend runter (entlastet die Unternehmen), Steuerfreiheit für Finanz- und Kapitaldienstleistungen etc. abschaffen, damit auch der Transfer erfasst wird, Grunderwerbsteuer anheben.
Warum nicht. Verbrauch ist ein guter Indikator für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
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Denk mal an die mit ganz hohen Einkommen, ich meine die Ackermanns, Beckenbauer usw. die können das viele Geld daß sie verdienen einfach nicht alles ausgeben und legen dann auch entsprechend viel auf die hohe Kante, die würden von deiner Steuerlösung gewaltig profitieren.
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Auch das von der hohen Kante wird irgendwann konsumiert und dann auch erfasst.
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Zitat
Original geschrieben von knickepitten
Auch das von der hohen Kante wird irgendwann konsumiert und dann auch erfasst.
Wann denn? In der 3. Generation vielleicht. -
Zitat
Original geschrieben von Jimmythebob
Wann denn? In der 3. Generation vielleicht.Vieleicht. Vieleicht aber auch bei der Umschichtung in z.B.Immobilien oder andere Anlagen?
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Zitat
Original geschrieben von knickepitten
Es gab dazu mal Erhebungen - ich glaube aus Zeiten von Kichhofs Bierdeckel-Steuererklärung. Wer hohes Einkommen hat, konsumiert entsprechend mehr.Mag sein, aber der "Millionär" kann auch nur essen und trinken was rein geht und nicht mehr. Eine Familie mit zwei oder drei Kindern wird durch Erhöhung der Verbrauchssteuern aber extrem belastet. Nämlich um genau die 15%, die du die Umsatzsteuer anheben willst. Da denen ihr "Hauptkonsum" aus Lebensmitteln besteht. Ein "Besserverdienender" merkt das nicht mal.
Wenn dann muss man die *richtigen* Produkte mit Luxussteuern belegen, z.B. alle PKWs >50.000€ mit 100% Luxussteuer belegen, dann Champagner, Kaviar, etc. Deutsche mit Wohnsitz im Ausland müssen eine Sondermaut von 200€ pro Km bezahlen, sollten sie mal deutsche Strassen benutzen wollen. Wird elektronisch erhoben, die müssen ein Mautgerät für 20.000€ kaufen und einbauen lassen.
Dann noch die Hälfte aller Sesselwärmer in Bundes- und in den Länderparlamenten entlassen inkl. der Massen an "Beratern" bzw. Staatssekretären.
Dann noch die Einkommenssteuer für Einkommen >2.000.000,00€/Jahr auf 90% erhöhen und schon wären die Managergehälter gekappt.
Dafür könnte dann die Mineralölsteuer entfallen. Genug Geld wäre dann da.
Wie machen es denn unsere europäischen und skandinavischen Nachbarn?
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Zitat
Original geschrieben von Merlin
Mag sein, aber der "Millionär" kann auch nur essen und trinken was rein geht und nicht mehr. Eine Familie mit zwei oder drei Kindern wird durch Erhöhung der Verbrauchssteuern aber extrem belastet. Nämlich um genau die 15%, die du die Umsatzsteuer anheben willst. Da denen ihr "Hauptkonsum" aus Lebensmitteln besteht. Ein "Besserverdienender" merkt das nicht mal.Single, 4k brutto 2k netto braucht Fernseher für 1k netto:
verfügbare Liquidität nach Kauf: 2000-1190= 810 (40,5% der monatlichen Nettobezüge)Abwandlung:
Single angepasstes brutto 3k (=netto), USt-Tarif 30% braucht Fernseher für 1k netto:
verfügbare Liquidität nach Kauf: 3000 -1300= 1700 (56,7% der monatlichen Nettobezüge)Nun kannst Du es gerne auch mit Orangensaft und Fleischwurst durchrechnen. Das Prinzip bleibt jedoch das gleiche.
Trennt Euch bei dem Wort Konsum, das ich verwende von der eigentlichen Bedeutung. Es geht mir um die Erfassung des Leistungsverbrauchs.
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Zitat
Original geschrieben von knickepitten
Nun kannst Du es gerne auch mit Orangensaft und Fleischwurst durchrechnen. Das Prinzip bleibt jedoch das gleiche.Gerne:
Single 4k braucht 10kg Fleischwurst im Monat für 1€ das Kilo - also 10€
Familie mit 3 Kindern, Alleinverdiener mit ebenfalls 4k braucht 40kg Fleischwurst - also 40€
Nach der Erhöhung: 11,50€ beim Single, 46€ bei der Familie ...
Die Familie kommt überhaupt nicht auf die Idee sich einen Fernseher für 1000€ zu kaufen, das hat sie schlicht und einfach nicht über.
Du machst, wie viele Politiker, eine Milchmädchen-Rechnung, die einfach nichts mit dem tatsächlichen Leben zu tun hat.
Ach ja, da die Familie kein Geld über hat, kann sie sich die 40kg Fleischwurst danach nicht mehr leisten. Sie werden sich also nur noch rd 35kg leisten und die Familie, respektive die Kinder leiden Hunger.
Ach du glaubst, sowas gibt es Deutschland nicht? Dann informier´ dich mal unter dem Stichwort "Kinderarmut" ...
Noch Fragen?
Ach ja, der Einfachheit halber, habe ich mit einer 15%igen Erhöhung gerechnet.
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Zitat
Original geschrieben von Merlin
Eine Familie mit zwei oder drei Kindern wird durch Erhöhung der Verbrauchssteuern aber extrem belastet. Nämlich um genau die 15%, die du die Umsatzsteuer anheben willst. Da denen ihr "Hauptkonsum" aus Lebensmitteln besteht.Die Ausgaben für Lebensmittel sind in Deutschland sehr niedrig. Der Anteil der Wohnkosten ist stark gestiegen:
Sicher ist das bei hohen Einkommen niedriger, der Trend ist trotzdem eindeutig.
https://www.destatis.de/DE/Zah…vateKonsumausgaben_D.htmlIm Vergleich zu den 60er Jahren ist das faktisch genau umgekehrt.
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