Besserverdiener mit 80.000 € Jahreseinkommen?

  • @deAl


    Ach Al,


    selbst Mitarbeiter des Kreissamtes die ich privat kenne sehen es so :-)
    Das ist Lebenserfahrung, habe Familienmitglieder die in einer öffentlichen Unfallkasse arbeiten,da ist es auch der Fall - dort werden sogar Abteilungen eingebremst, damit nicht zu viel erledigt wird und die restlichen Kollegen nachziehen müssen.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, wollen die Grünen im Rahmen des Umbaus auf die Bürgerversicherung die Beitragsbemessungsgrenze auf 5.500€ anheben.


    Bisher liegt der ja in der KV bei 3.712€. Übrigens reden wir hier nicht von "zu versteuerndem Einkommen".
    Ich finde schon, dass man hiermit die Mittelschicht belastet, gerade die Leute, die knapp an der BBG verdienen.


    http://www.gruene-bundestag.de…r_buergerversicherung.pdf

    Beste Grüße
    W.

  • Ich rede von den Pflichtversicherten, wie das die allermeisten Bürger sind und nicht von den relativ wenigen freiwilligen Versicherten in den gesetzlichen Krankenkassen und erst recht nicht von den Privat versicherten. Be den gesetzlich Versicherten ist es bisher so, daß nur das Arbeitseinkommen für die Beitragsberechnung herangezogen wird. Mit der Bürgerversicherung wie sie u.a. die Grünen wollen, soll das auf alle Einkommensarten für alle Versicherten ausgeweitet werden. Das stellt für viele gesetzlich Versicherte die neben ihrem Arbeitseinkommen oder Rente weitere Einkünfte haben eine zusätzliche Belastung dar. Von freiwillig Versicherten habe ich in meinen Beitrag nicht gesprochen, wie kommst du eigentlich darauf, oder willst du da nur ablenken?

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer Mit der Bürgerversicherung wie sie u.a. die Grünen wollen, soll das auf alle Einkommensarten für alle Versicherten ausgeweitet werden.


    Das finde ich gut. Dann können auch Gutverdiener nicht mehr aus der gesetzlichen Krankenversicherung aussteigen, sondern zahlen die Bürgerversicherung und ggf. eine private Zusatzversicherung.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer Das stellt für viele gesetzlich Versicherte die neben ihrem Arbeitseinkommen oder Rente weitere Einkünfte haben eine zusätzliche Belastung dar.


    Das ist leider falsch. Der Beitragssatz sinkt evtl. sogar, weil mehr Einkommensarten zur Finanzierung der Versicherung herangezogen werden. Der absolute Beitrag ist dann evtl. so hoch wie vorher, evtl. auch niedriger, oder höher.


    Es wurde mal die Zahl von notwendigen 150€ pro versicherter Person und Monat für die Bürgerversicherung berechnet. Für die Famile aus Verdiener + Frau zuhause + 2 Kinder wären das 600€.

  • mostwanted:


    Sorry, aber das alle im öffentlichen Dienst faul sind, ist auch Stammtisch. Und auch nicht besser, wie "alle, die Hartz4 bekommen, sind Loser".


    Eine Welt ohne Feuerwehr, Justiz, Polizei, Finanzamt und Einwohnermeldeamt möchte ich nicht. Und ja, es sollten alle Beamte sein.


    Beim Rest kann man tatsächlich Streiten.


    @all:
    Passend zum Thema:


    http://www.teleboerse.de/nachr…tief-article10575201.html

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Das finde ich gut. Dann können auch Gutverdiener nicht mehr aus der gesetzlichen Krankenversicherung aussteigen, sondern zahlen die Bürgerversicherung und ggf. eine private Zusatzversicherung.


    Wieso muss man dann noch zusätzlich die BBG erhöhen und damit mittlere Einkommen belasten?
    BBG vorher 3.712 vs 5.500€ nachher. Rechne mal wieviel mehr Beitrag das ist!
    Zusätzlich dann noch die Erhöhung der Steuern in der Einkommensliga 60k€.


    Und ob das so gut ist mit der Bürgerversicherung wird man evtl. sehen.
    Ich bin da nicht von überzeugt, dass das Modell am Ende eine bessere Versorgung für alle bringen wird.


    Die PKV an sich wird bei jeder Variante rot-grün austrocknen.

    Beste Grüße
    W.


  • Nichts ist da falsch. Was du hier vorbringst , daß der Beitragssatz dann sinken würde sind reine Vermutungen von dir. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Die legen ja kein ausgearbeitetes Gesamtkonzept vor, da ist z.B. noch völlig offen ob es dann wieiter Bundeszuschüsse geben wird, wie sie bisher der Gesundheitsfonds vom Staat erhält.Ich habe auch nicht behauptet das es für jeden teuerer wird sondern für viele mit Zusatzeinkünften zum Arbeitseinkommen, dies trifft auf relativ viele gesetzlich Versicherte zu. Selbst wenn man den unwahrscheinlichen Fall unterstellt, daß der Beitragssatz etwas sinkt, kann es bei entsprechenden Zusatzeinkünften je nach deren Höhe immer noch teuerer für den Versicherten werden.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
      mostwanted:


    Sorry, aber das alle im öffentlichen Dienst faul sind, ist auch Stammtisch.


    Alle sag ich ja nicht, aber in Behörden hat das meist keine Konsequenzen. Deshalb halte ich viele für überbezahlt :)

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Ich rede von den Pflichtversicherten, wie das die allermeisten Bürger sind und nicht von den relativ wenigen freiwilligen Versicherten in den gesetzlichen Krankenkassen und erst recht nicht von den Privat versicherten. Be den gesetzlich Versicherten ist es bisher so, daß nur das Arbeitseinkommen für die Beitragsberechnung herangezogen wird.


    Pflichtversicherte liegen unter der Beitragsbemessungsgrenze. Das sind dieses Jahr 47.250 € brutto. Darüber sind es regelmäßig freiwillig Versicherte. Ebenso zählen z.B. Freiberufler oder Selbständige in diese Gruppe. Sie alle müssen schon jetzt Beiträge auf Miet- und Zinseinnahmen zahlen, wenn sie in der GKV sind. Wobei es für viele wiederum egal ist, da die Beitragsbemessungsgrenze auch Obergrenze für den KV-Beitrag ist. Teuer würde es, wenn man die BBG anheben würde. Das träfe dann auch die "Kleinverdiener" mit 80.000 € massiv, solange sie in der GKV sind. Dagegen sind die paar Euro mehr Einkommen- und Abgeltungssteuer, die hier sofort zum Ausruf des Weltuntergangs gereichen, Kindergeburtstag!


    Die von dir befürchteten Auswirkungen treffen also Leute, die erstens abhängig beschäftigt sind, zweitens weniger als 3.900 € brutto noch erhebliche Überschüsse aus Kapitalerträgen haben und dafür derzeit keine SV-Beiträge zahlen. Anders als die, die für diese Einnahmen arbeiten gehen.


    Ich kann dir jedenfalls sagen, dass ich auch ohne Kenntnis der Zahlen ziemlich sicher bin, dass es nicht viele Leute geben wird, auf die das zutrifft.

  • Es sind ja nicht nur die Kapitalerträge, viele Pflichtversicherte mit Hausbesitz haben auch noch Mieteinnahmen weil sie als Hausbesitzer vieleicht eine Wohnung vermietet haben oder ein Zimmer an Studenten vermietet haben, auch darauf müssen sie dann Krankenkassenbeiträge zahlen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

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