Fachkräftemangel wirklich real?

  • Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Genau deswegen wurde der Thread doch aufgewärmt ;) http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5315089#post5315089



    Dann sollte man sich diesen und andere Zeitungsartikel zu Gemüte führen und mit der Polemik aufhören.;)


    Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland - nur sind z.B. eben die viel vermissten Ingenieure mit guten Abschlüssen nicht bereit für 30.000-35.000€/Jahr zu arbeiten. ;)

  • Mag sein, aber die Vollpfeifen wollen auch mehr, das passt dann halt nicht immer.
    Flächendeckenden Mangel gibt es sicher nicht, teilweise aber sehr wohl, auch bei ordentlichen Gehältern.


    Bei mir im beruflichen Umfeld fangen die Ingenieure aus dem technischen Bereich so bei 60k€ an und sind eben nicht an jeder Ecke zu finden, auch wenn es am Ende dann doch immer klappt.
    Selbst wenn man bereit wäre die teilweise hohen Forderungen zu akzeptieren, würde dies nur das Gehaltsgefüge im Unternehmen aus dem Lot bringen. Da überschätzen sich auch viele und meinen direkt 100k€ verlangen zu können.


    Das Thema ist nicht so einfach mit einer Gegenüberstellung der freien Stellen vs. arbeitslose Ingenieure zu lösen. Viele sind einfach auch nicht geeignet und auch nicht auf den Stand mit angemessenen Ausgaben zu bringen.
    Und ja, teilweise sind auch im Arbeitgeberlager Personaler am Werk, die die Anforderungen sehr hoch und das Gehalt sehr niedrig ansetzen.

    Beste Grüße
    W.

  • Zitat

    Original geschrieben von lars85
    Zusätzlich finde ich die höhe der Abgaben auch im Bereich über 2000-3000€ Brutto bei Singles viel zu hoch, da gehen ja immer knapp 1000€ einfach so erstmal weg :flop:

    Da hast du teilweise Rest.


    Die Steuern sind in Deutschland schon relativ fairt, Rechner sagt das bei 2.700 EUR netto hoechstens 433 EUR Steuern faellig werden, das ist eine Steuerquote von hoechstens 16%.


    Das Problem sind die Sozialversicherungskosten. Da werden dem Arbeitnehmer 551,48 EUR dem Arbeitnehmer abgezogen und 567,68 EUR fuer den Arbeitgeber, zusammen 1.119,16 EUR nur fuer die Sozialversicherungen. Das ist natuerlich zu hoch.


    Nur brauchen die Versicherungen das Geld das sie die Leistungen bringen koennen. Einzige Moeglichkeit waeren die Sozialversicherung nicht nur von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanzieren zu lassen, sondern mit Steuergeld.


    Zitat

    Original geschrieben von 7650w
    Bei mir im beruflichen Umfeld fangen die Ingenieure aus dem technischen Bereich so bei 60k€ an und sind eben nicht an jeder Ecke zu finden, auch wenn es am Ende dann doch immer klappt.


    Ingeneure sind aber eigentlich keine Fachkraefte mehr sondern Spitzenkraefte! ;)


    Finde Fachkraefte fangen bei Leuten mit Leuten mit abgeschlossener Ausbildung an oder Berufsfachschule an, gehen dann ueber Meister, Fachwirte und Meister bis zum Bachelor Abschluss.


    Ingeneure, Master, Doktoren sind sind dann alles schon Spitzenkraefte.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    ...Problem sind die Sozialversicherungskosten. Da werden dem Arbeitnehmer 551,48 EUR dem Arbeitnehmer abgezogen und 567,68 EUR fuer den Arbeitgeber, zusammen 1.119,16 EUR nur fuer die Sozialversicherungen.


    Das Verhältnis von Einzahlern zu Leistungsempfängern stimmt einfach nicht. Es gibt zu viele die entweder nichts oder nur sehr geringe Beiträge zahlen aber trotzdem Anspruch auf Leistungen haben.
    Die Politik tut sich halt schwer, weil es am Ende entscheiden muss: Leistungen kürzen, Beiträge oder Steuern erhöhen.

    Beste Grüße
    W.

  • Zitat

    Original geschrieben von 7650w


    Bei mir im beruflichen Umfeld fangen die Ingenieure aus dem technischen Bereich so bei 60k€ an und sind eben nicht an jeder Ecke zu finden, auch wenn es am Ende dann doch immer klappt.



    Auch für 60.000€ und einen befristeten Vertrag zieht man nicht unbedingt (ins nirgendwo) um. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von 7650w
    Das Verhältnis von Einzahlern zu Leistungsempfängern stimmt einfach nicht. Es gibt zu viele die entweder nichts oder nur sehr geringe Beiträge zahlen aber trotzdem Anspruch auf Leistungen haben.
    Die Politik tut sich halt schwer, weil es am Ende entscheiden muss: Leistungen kürzen, Beiträge oder Steuern erhöhen.


    Das ist genau das Problem, es gibt zuviele die in die Töpfe greifen ohne selbst einzuzahlen. Egal ob Rente oder Krankenkassen.
    Erstaunlich das es dieses kommunistische Musterland im Südwesten der Bundesrepublik namens Schweiz es geschafft hat ein brauchbares Rentensystem zu etablieren. Aber bei denen zahlt auch jeder ohne Ausnahmen ins System, von der Hausfrau bis zum Vorstandboss, in Dt. unvorstellbar.
    Ich kann mich noch an Herrn Rösler als Gesundheitsminister erinnern, der die Kassen zu weniger Kontrollen der Krankenhaus-Abrechnungen aufgefordert hat, obwohl bekannt war das da im großen Stil getrickst wird. [Quelle] Aber auch so mancher Zahnarzt berechnet lieber einen Weisheitszahn zuviel als zu wenig [Quelle]. Ohne sinnvollen Kontrollen und Strukturen, lassen sich die Kosten nicht eindämmen. Dumm nur das unsere Politiker wenig bemüht sind daran wirklich etwas zu ändern. Und da ist es auch schon fast egal ob CDU, SPD oder sonstwer in der Regierung hockt.
    Denn nur so ließen sich tatsächlich die Lohnnebenkosten senken und dann vielleicht nicht nur um diese 0,9% um die die Krankenkassen-Beiträge Anfang kommenden Jahres sinken sollen. Immerhin, da habe ich glatte 20€ mehr :rolleyes:




    Gruß Kai

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