Krieg/Bürgerkrieg in Syrien

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    [...] Wenn die amerikanische Regierung "erweisliche Erkenntnisse" in die Welt streut, erinnert das stark an die Geschichten von Käpt'n Blaubär. Schlimm nur, dass selbst Bundesaußnminister in solchen Possen gleich freiwillig in die Rolle des Hein Blöd schlüpfen.

    Ein hervorragend treffendes Beispiel!
    Der Kapitän erteilt nun mal das Kommando; dem hat sich Hein Blöd zu unterstellen.


    Und wo wir gerade beim Thema sind... Syrien ist übrigens noch einer der letzten Kapitäne auf dem eigenen Schiff und untersteht nicht einem fremden Dollar-Kapitän-Kommando.


    Übrigens:
    Man sollte sich mal ganz geschmeidige Gedanken um das Zentralbanksystem machen.
    Syrien druckt ihr eigenes Geld zinsfrei und bestimmt die Geldmenge selbst. Da verdient die FED leider nicht mit und eine Zinsschuld gibt es auch nicht. Nicht umsonst gehörten die Nahost-Länder zu den Staaten mit der geringsten Verschuldung, und somit dem geringsten Schuldanerkenntnis. Bis dort Unruhe gestiftet wurde, um endlich das Währungssystem dem Dollar unterstellen zu können. Dann sprudelt eine bestimmte Kasse wieder.
    Es scheint mehr als logisch, wenn auch jämmerlich, dass man als dahin siechende, sterbende und am Strick erwürgte Wirtschaftsnation alles daran setzen muss, neue Wirtschaftsräume zu erschließen, um das eigene künstliche Zahlungsmittel am Leben zu erhalten, koste es was es wolle. Und der Preis dafür ist heiß, sehr heiß und leider sehr explosiv.
    Um nicht sofort Bomben werfen zu müssen (das wäre zu auffällig) versucht man es doch stets mit herangezüchteten Rebellen aus dem Ausland, ausgestattet mit genug Waffen. Wenn das, wie in Syrien aufgrund funktionierender Verteidigung nicht ganz funktioniert, gibt es das übliche Spiel, auch mal Massenvernichtungswaffen, ja ja die kennen wir schon aus dem Irak. So würde dann ein Bombenhagel gerechtfertigt.


    Irak: War souveräner Staat mit eigenem Geldsystem und der weltgrößten Öl-Börse, die Hussein für fremde Währungen zur Fakturierung öffnen wollte. Die Länder hätten womöglich ihre unnötigen Dollarreserven abgeworfen.
    Afghanistan: War souveräner Staat mit eigenem Geldsystem und zudem 'blühen' dort lukrative Geschäfte mit einer Menge berauschender Pflanzen.
    Libyen: War souveräner Staat mit dem Plan Wasserwege durch Nordafrika zu ziehen und den Gold-Dinar als eine Gold-gedeckte Währung zu etablieren.
    Iran: Ein souveräner Staat, ebenfalls mit staatlichem Bankensystem, der Endgegner im Nahen Osten, leider zu mächtig, was seine Selbstverteidigung angeht. Darum erst mal von Militärbasen umzingelt...
    Es hat auch einen Nebeneffekt: Nachdem die Länder in Trümmer liegen, werden zum Wiederaufbau Aufträge an US-Unternehmen vergeben, so dass wieder etwas Geld in die Kassen sprudelt.


    "Wenn eine Geschichte keinen Sinn ergibt, folge dem Geld!"


    Es ist doch nicht mehr zu übersehen...


    Nur zur Erinnerung: Als Europäischer Festland-Flugzeugträger der USA, zudem nuklear bestückt und mit bedeutenden Kommandozentralen u.a. im Ramstein und Stuttgart, sind wir auch zu einem Angriffsziel geworden.

  • Ein wenig überspitzt dormuliert ... in der Tat.


    Im Kern allerdings trifft der Beitrag dann doch weitgehend die Realität. Die Handlungen der USA sind allein durch höchsteigene Interessen geprägt. "Befreundete Regierungen" machen sich zum willigen Büttel, weil sie sich Glauben machen lassen, die USA würden auch ihre Interessen vertreten. Dem ist aber nicht so ... es sei denn, die Interessen sind rein zufällig deckungsgleich.


    Sollten die Interessen irgendwann einmal auseinanderlaufen, wird man erkennen können, welchen Wert die USA solchen "Freundschaften" beimessen ... hier steht zu fürchten, dass er nicht sonderlich hoch ist.


    Vor diesem Hintergund sehe ich die (eigenständige) europäische Haltung zum Syrien-Konflikt als sehr positiv und hoffentlich auch richtungsweisend. Mal sehen, ob sich der Nachfolger unseres Westereimers insoweit besser macht ... Obamas Papagei als Außenminister war definitiv keine Wunschbesetzung.

  • Na da schau her. Und die Kleingeister hier die einen Angriffskrieg für richtig hielten halten auch endlich mal ihre mittlerweile wohl eher kleine Klappe ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Na da schau her. Und die Kleingeister hier die einen Angriffskrieg für richtig hielten halten auch endlich mal ihre mittlerweile wohl eher kleine Klappe ;)


    Vielleicht hört ja jetzt mal einer dieser Leute wie Jimmythebob auf mich, wenn ich hier zum ca. 5. mal wiederhole:
    -Alle Anführer (Präsidenten, viele Minister und hohe Militärs) der USA nach Bill Clinton (der einem Irak- Krieg NICHT zugestimmt hat) sind Kriegsverbrecher, wenn man die von den USA selber geschaffenen Merkmale eines Kriegsverbrechers laut den Nürnberger Prozessen anwendet.
    -Bei Obama haben wir die Besonderheit, dass ein Kriegsverbrecher gleichzeitig Nobelpreisträger ist.
    -Leider gibt es niemanden, der diesen Kriegsverbrechern den Prozess machen kann. Die USA erkennen z.B. den Internationalen Gerichtshof nicht an.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    ...
    Alle Anführer (Präsidenten, viele Minister und hohe Militärs) der USA nach Bill Clinton (der einem Irak- Krieg NICHT zugestimmt hat) sind Kriegsverbrecher, wenn man die von den USA selber geschaffenen Merkmale eines Kriegsverbrechers laut den Nürnberger Prozessen anwendet.
    ...


    Das ist so nicht ganz richtig. Du übersiehst, dass solche Grundsätze definitionsgemäß immer nur für Andere gelten. :D


    Berücksichtigt man diese Einschränkung, passt es wieder ...

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Bill Clinton (der einem Irak- Krieg NICHT zugestimmt hat) sind Kriegsverbrecher, wenn man die von den USA selber geschaffenen Merkmale eines Kriegsverbrechers laut den Nürnberger Prozessen anwendet.


    Da kannst du Clinton ruhig mit einbeziehen, Stichwort: Balkankrieg.


    Edit: inzwischen heißt der Krieg wohl Kosovokrieg....

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Das ist so nicht ganz richtig. Du übersiehst, dass solche Grundsätze definitionsgemäß immer nur für Andere gelten. :D


    :)


    Ein Hinweis für die Unkundigen hier im Forum, die Franks Kommentar nicht interpretieren können:
    In Nürnberg hatten die Allierten tatsächlich "Kriegsverbrechen" fast wortwörtlich wie folgt definiert:
    "Kriegsverbrechen sind Verbrechen nach § .... sofern sie von Deutschland oder seinen Verbündeten begangen wurden".


    Der Massenmord der Russen in Katyn, oder die von den Engländern zuerst begonnene (!) Bombardierung ziviler Ziele waren nach dieser Definition keine Kriegsverbrechen, ebenso wenig die Atombombenabwürfe.

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