Bundestagswahl 2013


  • Man muss da verschiedene Fälle unterscheiden. Zunächst gibt es die einfachen menschlichen Fehler. Unvermeidbar. Dann gibt es maschinelle und statistische Fehler. Vermeidbar, aber hoffentlich irrelevant. Und dann gibt es die tatsächlichen Manipulationen, die in Deutschland aber zum Glück nur in geringem Umfang stattfinden.


    Wenn man sich die Natur des Menschen klarmacht, dann sollte auch klar sein, dass jemand nicht zum "besseren Menschen" mutiert, nur weil er/sie jetzt als Wahlhelfer in einem Wahllokal sitzt. In vielen Gemeinden sind es oft immer die gleichen Menschen, die Wahlhelfer sind - viele kennen sich seit Jahren und wissen oft auch, wo der andere politisch steht.


    So ist es verständlich, wenn solche Leute sich zublinzeln und sagen: "Wäre es nicht schön, wenn es in unserem Dorf keine Nazi-Wähler gäbe...?" Und da die Presse und Herr Schäuble beschlossen haben, die AfD als Rechtsradikale zu brandmarken, gibt es auch Wahllokale, wo sich die Freunde zublinzeln "Wäre es nicht schön, wenn es bei uns keine ...?"


    Direkt nach der Wahl gab es eine ganze Menge Rückmeldungen, dass es bei Auszählungen von AfD-Stimmen kleine Manipulationen gab. Eine davon kann man jetzt sogar in der Welt nachlesen:
    http://www.welt.de/politik/deu…die-AfD-in-Frankfurt.html


    Im Artikel heisst es dann, der lokale Wahlleiter sei "beim Eintragen in der Spalte verrutscht und hätte aus Versehen die Stimmen der CDU zugeschlagen". Ja, is´ klar, ne?


    Aber: das sind nur kleine Manipulationen. Schade, dass es so was gibt, aber wie gesagt: das ist die Natur des Menschen. Auf keinen Fall hätte es zum Einzug in den Bundestag gereicht. Deswegen hat der Bundesvorstand der AfD gesagt, man drückt ein Auge zu und belässt es dabei. Als schlechter Verlierer will man nicht dastehen.


    Was anderes wäre es, wenn es knapper ausgegangen wäre. In Hessen haben sage und schreibe 975 Stimmen den Ausschlag gegeben, dass die FDP in den Landtag eingezogen ist. In solchen Situationen sollte man wirklich jede Unregelmäßigkeit verfolgen. Oder denkt an die USA wo eine Bundeswahl auch mal mit irgendwas um ein paar tausend Stimmen entscheiden wurde... und das bei 200 Millionen Wahlberechtigten...

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  • Nun, die Wahl des Präsidenten in den USA (Gore/Bush) wurde in Florida von letztlich wenigen hundert Stimmen entschieden. Kommt immer auf das System an.


    ICH (als Partei) wurde alles anzweifeln und neu auszählen lassen, denn


    a) bringt jede Stimme Geld
    b) kann es sein, dass die Summe der Teile für einen bestimmten politischen einfluss reicht (stell dir mal vor, das kommt x-mal vor, da werden aus ein paar hundert Stimmen evt. tausende)
    c) nimmt man den Wählen das Gefühl des latenten Betruges.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Ich gehöre nicht zu denen die sagen: Schaut da, die betrügen uns alle und manipulieren.


    Ein Problem habe ich jedoch damit, wenn das ganze auf irgendeine Art und Weise heruntergespielt wird und man das Gefühl hat, dass es nicht ernst genommen wird-> siehe die sinngemäße Aussage " Nee das zählen wir jetzt nicht nochmal nach, da ändert sich eh nichts am Ergebnis" - sowas geht einfach mal überhaupt nicht, aber da sind wir ja einer Meinung :)


    Zumal jetzt übrig bleibt: Wo kam es denn noch überall zu Unregelmäßigkeiten, wo eventuell doch mal nachgezählt werden sollte?


    Ein bitterer Nachgeschmack, wie ich finde.


  • Wie ich schon mal schrieb: in Deutschland werden die Wahlen und die Zählungen von den Bürgern selbst durchgeführt, konkret ausschließlich von Freiwilligen im Ehrenamt des Wahlvorstandes = Wahlhelfers.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlvorstand


    So sind sie halt, die lieben Mitbürger ...
    In den tausenden von Wahllokalen können die Amateure auch mal Mist bauen, aber deswegen sollte man nicht gleich das Ende des Abendlandes ausrufen.

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  • Meiner Meinung nach müsste das Ganze, aufgrund der teils erheblichen Unregelmäßigkeiten, von außen überprüft werden um generelle Zweifel auszuräumen.


    saintsimon: natürlich nicht das Ende des Abendlandes ;) Die Unklarheiten sollten aber schon ausgeräumt werden.

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Da sind Erst- und Zweitstimme gleich viel wert. Mit der Erststimme wählt man den Direktkandidaten des Wahlkreises,mit der Zweistimme die Partei, man kann aber gezielt einen einzelnen Kanditaten bei der jeweiligen Partei ankreuzen und somit auch da beeinflußen wer gewählt werden soll. Zur Berechnung des Wahlergebnisses nach Prozenten werden Erst- und Zweitstimme zusammengezählt und die Anzahl der Mandate für dieParteien bestimmt.

    Okay, das klingt auch fair.

  • Zitat

    Original geschrieben von Felsen2000
    Man muss da verschiedene Fälle unterscheiden. Zunächst gibt es die einfachen menschlichen Fehler. Unvermeidbar. ...


    Persönlich war ich lange Jahre als Schriftführer im Wahlvorstand des hiesigen Wahlbezirks auch an der Auszählung der Stimmen beteiligt.


    Mir ist es vollkommen unbegreiflich, wie es bei auch nur einem halbwegs intelligenten Mitglied im Wahlvorstand zu "menschlichen Fehlern" kommen kann. Die Anforderungen an die kognitive Ausstattung der Mitwirkenden halte ich für dermaßen gering, dass ich die vorgetragenen menschlichen Fehler in keiner Weise akzeptieren kann.


    Nicht dass ich damit sagen will, der menschliche Fehlerfaktor sei nur vorgeschoben um Manipulationen zu decken ... aber vielleicht sollte die zuständige Behörde vor Bestellung eines Mitglieds zumindest prüfen, ob das mit dem Zählen klappt ... und etwa auch an Demenz erkrankte Personen herausfiltern.


    Ich fasse es nicht ... :mad:



    Und nein, mein lieber guter auteres ... ich halte mich keineswegs für arrogant, wenn mir lustloses und unfähiges Wirken (in wesentlichen Bereichen des Lebens) gegen den Strich läuft. Obwohl ich es eigentlich ausschließen möchte, kommt es mir gelegentlich so vor, als stecke irgendeine Form der Absicht hinter manchem vollkommen dilettantischem Wirken ... so blöde, wie mancher tut, kann er doch nicht wirklich sein ... oder vielleicht doch?


    Bin ich etwa der Einzige mit solchen Gedanken?

  • Was denkt ihr, wie lange die SPD noch so hoch pokern wird?


    Immerhin hat die SPD gegenüber der CDU erheblichere Probleme, sofern die Union ihrem Programm halbwegs treu bleibt.


    Regiert die SPD mit und muss (verständlicher weise) herbe Kompromisse eingehen, wird das die SPD Anhänger nicht freuen. Kommt es zu Neuwahlen, worin ich kein Problem sehe, wird auch wieder die SPD den kürzeren ziehen.
    Für Ihr zickiges und heulsusenhaftes Verhalten werden die SPD mit Sicherheit keinen Blumentopf gewinnen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova


    Okay, das klingt auch fair.


    Was wird zusammengezählt?


    Wenn ich das geltende Wahlrecht nicht gänzlich falsch verstanden habe, wird rein gar nicht zusammengezählt. Das Sitzverhältnis im Bundestag richtet sich m.W. ausschließlich nach dem Verhältnis der Zweitstimmen.


    Verschöbe sich das Sitzverhältnis durch Bernbayers Szenario, würde eine vom Anteil der Zweitstimmen abweichende Sitzverteilung durch zusätzliche Mandate (Ausgleichsmandate) wieder exakt in das Verhältnis der Zweitstimmen gebracht.


    Die Erststimme hat lediglich einen Einfluss darauf, wer die nach dem Anteil der Zweitstimmen verteilten Sitze einnimt (Direkt- oder Listenplatz).


    Wäre es anders, müsste ich mich schon schwer irren ...

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