Bundestagswahl 2013

  • Naja, das sie selber Kinderschänder gewesen seien,behauptet ja kaum jemand. Das würde echt etwas zu weit gehen. Sie haben aber damals Sex von Erwachsenen mit Kindern als akzeptabel oder tolerierbar angesehen. Das kommt doch bei vielen Bügern nicht gut an und könnte jetzt so kurz vor der Wahl deshalb schon Stimmen kosten.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zwei Sachen darf man bei der Diskussion nicht vergessen:


    - Sex mit Kindern war auch in den 1970er und 1980er Jahren etwas, was die meisten als Tabu und unerträglich angesehen haben. Davon dass das damals gesellschaftlich akzeptabel gewesen sei, kann keine Rede sein. Die Grünen haben genau aus diesem Grund in den 1980er Jahren schon mal eine Landtagswahl verloren.


    - Trotzdem liegt die ganze Geschichte Jahrzehnte zurück, und alle an der damaligen Diskussion Beteiligten haben einen Reifeprozess hinter sich. Niemand wird den Grünen unterstellen können, heute auch nur entfernt noch ähnliche Positionen zu vertreten. Das Problem ist eher, dass sie mit ihrer Vergangenheit nicht gut umgegangen sind. Die Selbstkasteiung, die sie von anderen gesellschaftlichen Gruppen einfordern, haben sie an sich selbst nur in relativ milder Form angewandt. Immerhin: Nach dem Kosovo-Krieg könnte diese Debatte die zweite Gelegenheit zur Läuterung für die Grünen werden.

  • Zitat

    Original geschrieben von Sliders
    Die Frage ist, ob man solche Ansichten verurteilen muss. Ich bin natürlich nicht für Sex mit Kindern, aber man muss ja auch die Ansichten von damals brücksichtigen! Damals war es halt noch "ok", so einen Vorschlag zu machen, denn wenn es nicht damals ok gewesen wäre, hätte es sicherlich eine groooooooße Welle gegeben, hat es aber nicht. Und was gestern ok war, muss heute nicht mehr so sein. Auch umgekehrt. Damals war die erste Herztransplantation tabu, genauso wie Homoehen. Heute ist das ok. Heute ist vielleicht Sex mit Mädels unter 14 (?) verboten, in 10 Jahren kann die Grenze um 1-2 Jahren sinken. Man darf Ansichten nicht so pauschal vergleichen. Was heute vielleicht tabu ist, ist morgen vielleicht ok. Aber ich würde jetzt nicht die grünen Politiker als Kinderschänder bezeichnen. Das geht doch zu weit.


    Du argumentierst exakt so, wie es die Päderasten-Organisationen in den frühen 80ern getan haben: Im antiken Griechenland sei der sexuelle Mißbrauch von Jungen doch schließlich auch gesellschaftsfähig gewesen. Mag ja stimmen. Ist allerdings kein Argument. Denn sonst könntest Du genauso gut erklären, es sei eigentlich völlig, ok, Menschen bei lebendigem Leibe das Herz herauszureißen und sie dem Sonnengott zu opfern weil das auch schon einmal in einer Hochkultur "gesellschaftsfähig" war. Oder vielleicht ein paar Witwenverbrennungen? Gab es ja auch schon in Hochkulturen. Das ist moralischer Relativismus übelster Art. Denk vielleicht mal darüber nach.

  • @ SChmidt:


    ich sage nicht: damals gesellschaftsfähig, heute auch. Ich sage nur: man muss das anders bewerten, wenn man beides vergleicht. Eine Aussage, die in den 50er Jahren gemacht wurde, kann man z.B. nicht mit einer ähnlichen Aussage aus den 90er Jahren vergleichen, da die Umstände und Hintergründe anders sind.


    Ich weiß nicht, wie es in den 80er Jahren war. Da habe ich nicht gelebt, aber will nur sagen: vorsicht bewerten und nicht übereilig Schlüsse ziehen.

    Dodge This!
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  • Zitat

    Original geschrieben von Sliders
    Die Frage ist, ob man solche Ansichten verurteilen muss. Ich bin natürlich nicht für Sex mit Kindern, aber man muss ja auch die Ansichten von damals brücksichtigen! Damals war es halt noch "ok", so einen Vorschlag zu machen,


    Nein, auch damals war das shcon nicht ok. Das Problem ist halt das gerade Trittin sich erst heute davon Distanziert hat. Und das auch nur sehr halbherzig.

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    - Trotzdem liegt die ganze Geschichte Jahrzehnte zurück, und alle an der damaligen Diskussion Beteiligten haben einen Reifeprozess hinter sich. Niemand wird den Grünen unterstellen können, heute auch nur entfernt noch ähnliche Positionen zu vertreten.


    Erst heute hat sich Trittin davon distanziert. Warum nicht schon vor 10 Jahren? Natürlich gehe ich davon aus das Trittin keine solche Neigung hat.
    Aber jemand der sowas unterstützt (und das hat er zweifelsohne) ist nicht viel besser. :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Dass der Wähler hier keine 'Auswahl' mehr hat, ist m.E. nicht zutreffend.


    Der Wähler hat genau die Auswahl, die er haben will. Deutschland ist eine funktionierende Demokratie. Und wohin die Reise geht, sieht man an Hand der vom Wähler bestellten Auswahlmöglichkeiten. Was ich davon halte, habe ich wohl hinreichend klar gemacht. Und ich würde mir so wünschen, dass ich Unrecht habe. Sie ahnen nicht, wie sehr ich mir das wünsche.


    Selbst hier, bei vergleichsweise gebildeten Diskutanten, wird mehr über Stinkefinger schwadroniert als über politische und gesellschaftliche Ziele.


    Mehr gibt´s dazu nicht zu sagen.

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  • Ich hätte so oder so die Grünen nicht gewählt. Dass es denen Stimmen kostet, bezweifle ich. Das sind olle Kamellen, die heute nicht mehr von den Grünen vertreten werden. Tritin hat den Fehler eingestanden.

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  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ich denke dieser Kommentar in der Zeit trifft den Nagel auf den Kopf:


    http://www.zeit.de/politik/deu…rittin-gruene-paedophilie


    Ganz und garnicht. Das ist der schlichtweg empörende Kommentar eines linksliberalen Blättchens, das Trittins Verfehlungen schönzureden versucht. Trittin war kein "junger Mensch", sondern 28 Jahre alt, als er die Legalisierung von Kindesmißbrauch mit seiner Unterschrift unterstützte. Soll so jemand ernsthaft die Möglichkeit erhalten, deutscher Vizekanzler zu werden?

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