Bundestagswahl 2013

  • Nö, tut er nicht. Einzelmeinung. Es gibt genug politische Beispiele auch in deinen favorisierten Parteien CDU/CSU, FDP, welche sich weit schlimmer benehmen, da sie sich völlig Fehlverhalten in der politischen Diskussion (siehe schon mein Posting oben http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5141466#post5141466 ). Finde ich weit aus schlimmer, wenn man so etwas


    a) Ernst meint im Gegensatz zu Steinbrück
    und
    b) so mit seiner eigenen Partei- und Regierungsangehörigen spricht.


    Wie sprechen die dann bloss über die Bürger und Wähler?



    *Im übrigen möchte ich nur an das Benehmen von Franz-Joseph-Strauß im Wahlkampf erinnern, dass war noch einen Zacken schärfer**


    **Obwohl er als Politiker ein echtes Schwergewicht war und tatsächlich teilweise sehr gute Politik gemacht hat. Das nur mal dazu.

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    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Es stimmt, zu Zeiten von Franz-Josef Strauß wurde nur so mit Kraftausdrücken um sich geworfen. Klassische Beispiele hierfür sind Strauß und Wehner, es gab noch weitere. Zu dieser Zeit kam das auch bei den Bürgern gewissermaßen noch an. Um so mehr Kraftausdrücke z:B. Strauß bei einer Rede im Bierzeit von sich gab, desto größer war der Beifall der johlenden Menge. Wobei man bei Strauß einschränken muß, das er halt damit in Bayern damit gut ankam. Die "Preußen" mochten Strauß nie besonders, das galt auch teilweise für CDU-Anhänger. Er wurde deshalb auch kein Kanzler. Wir haben aber jetzt andere Zeiten, heutzutage würden solche "Haudrauf-Politiker nicht mehr gut ankommen. Dies kann sich heute deshalb auch kaum mehr ein Politiker leisten.
    Pauschal würde ich sagen, daß es zur damaligen Zeit ganz allgemein gesehen und über Partei-Grenzen hinweg bessere und kantigere Politiker gab. Dafür standen Adenauer, Strauß, Brandt, Wehner und auch Helmut Schmidt. Richtig ist, daß im wesentlichen Franz-josef Straußs weitsichtige Politik ein Grund dafür ist, daß Bayern wirtschaftlich gesehen heute so gut dasteht. ER hat es verstanden durch Ansiedlung von moderner High-Tech-Industrie aus einen armen Agrar-Staat Bayern ein wirtschaftlich sprudelndes Land zu machen. Aber auch die SPD war zur Zeit von Helmut Schmidt viel besser auf gestellt als die heutige Truppe. IN der sozial-liberalen Koalition damals wurde teilweise auch gute Politik gemacht. Den Schmidt habe ich als Erstwähler auch mal meine Stimme gegeben. Ein hoffnungsloser Fall ist allerdings die "Bayern-SPD" in der Landespolitik, die haben da noch nie was zu wege gebracht. Mal schauen wie sie morgen bei der Wahl abschneiden.


    Ob jetzt Steinbrück diese Stinkefinger-Geschichte schaden wird, da gehen sicher die Meinungen auseinander. Warten wir die Bundestagswahl einfach ab, dann wissen wir mehr.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Nö, tut er nicht. Einzelmeinung.


    Doch tut er und ist lt. Forsa keine Einzel- sondern die (absolute) Mehrheitsminung, 62% der Befragten finde es unangemessen, lediglich 30% sehen es gelassen.


    Und auf andere mit dem Finger zu zeigen nur um eigenes Fehlverhalten zu rechtfertigen hat schon im Kindergarten nicht geklappt.
    "Aber der Peter hat auch mit der Schaufel auf den Kopf gehauen..."


    Ob sich deswegen wirklich was an der Wahlentscheidung eines einzelnen ändert mag dahingestellt sein, für Peer sollte es aber bedeuten, dass er seinen Humor demnächst lieber nicht in der Öffentlichkeit auslebt.

  • ChickenHawk:


    Laut IFO finden es aber 54% gut. Und was sagt uns das nun? Das man weniger auf Befragungsinstitute, sondern lieber in solchen Fällen auf die breite öffentliche Meinung wie FB, Twitter, Leserposts und Blogs schaut. Und da ist es eben so, dass es überwiegend gut ankam, wie auch in der meisten Presse.

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  • Dass es in der Presse überwiegend gut ankam, ist nun wirklich nicht so ohne Weiteres zu behaupten. Ich habe gestern auf der Fahrt mehrere Kommentare gehört, die Steinbrücks Geste für völlig daneben erklärten. Und selbst wenn nur 46 Prozent die Geste nicht gut finden würden, dann ließe sich immer noch bernbayers Haltung wohl kaum als Einzelmeinung abtun.


    Nichtsdestotrotz ist die Diskussion mE absolut überflüssig und nebensächlich. Inzwischen wissen die meisten doch, wie Steinbrück tickt und wie er sich darzustellen versucht. Auch wenn ich mich schon ein bisschen frage, was in ihn gefahren ist, an so einem komischen Interviewformat teilzunehmen und dann noch so ein Foto freizugeben.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    (...), für Peer sollte es aber bedeuten, dass er seinen Humor demnächst lieber nicht in der Öffentlichkeit auslebt.


    Soll er lieber wieder zum Lachen in den Keller gehen?
    Soll das Ausland so über Deutschland denken?


    Bedenklich, bedenklich!


    Denk mal, wie das Ausland dann wieder über "uns" denken wird!
    Die Deutschen gehen zum Lachen in den Keller!


    ;)

  • Die Meinung von Hajo Schumacher ist halt auch nur eine unter vielen. Es kommt jetzt garnicht so darauf an, ob das jetzt eine Mehrheit schlecht findet oder nicht. Die Gretchenfrage ist die wie wirkt es sich auf die Wahl aus. Große Verschiebungen wird es dadurch warscheinlich nicht geben, aber ein, zwei oder drei Punkte kann das der SPD durchaus bei der Wahl kosten. Da mit einen knappen Wahlausgang zu rechnen ist, kann das dann schon von erheblicher Bedeutung sein. Das Problem bei Steinbrück ist halt, daß sich diese Stinkefinger-Geschichte in eine ganze Kette von Fettnäpchen einreiht und an diese werden die Bürger jetzt wieder erinnert. Man kann zu Frau Merkel stehen wie man will, sowas würde ihr einfach nicht passieren. Sie tritt sehr bescheiden auf, greift niemanden polemisch an und persönliche Skandale hatte sie zumindest bis jetzt keine. Deswegen ist sie ja gerade so beliebt in der Bevölkerung. Wenn man Kanzler der Bundesrepuplik Deutschland werden will, darf man halt nicht alles sagen selbst wenn es zutreffend ist. Es stimmt ja wenn Steinbrück z.B. sagt das Kanzlergehalt ist relativ niedrig und gemessen an der Bezahlung von Führungskräften in der Wirtschaft gerade zu lächerlich niedrig. Will man aber selbst Kanzler werden, kann man es trotzdem nicht sagen,obwohl es richtig ist. Ist ja klar, die Öffentlichkeit schaltet da sofort, aha jetzt will er Kanzler werden, aber das Gehalt ist ihm zu niedrig. Das Problem von Steinbrück, ist das fehlende Fingerspitzengefühl, welches man haben muß, wenn man Kanzler werden will.

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