Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von iStephan
    ...
    Frankie
    Herr Schäuble hat Schwarz-Grün bei Günter Jauch keineswegs ausgeschlossen; indirekt auch Peter Altmaier nicht.


    Das Hauptproblem sehe ich nicht einmal bei der Union.


    Rechnet man bei den Grünen die "militanten" Linken weg, sind


    - der überwiegende Teil der Grünen von Mutti als Kanzlerin recht angetan,


    - bereit zu einer Koalition mit der Union. und


    - die Differenzen zwischen Schwarz/Grün wären geringer als die zwischen Schwarz/Rot.


    Leider haben die linken Krawallmacher momentan das Ruder fest in der Hand ... so dass es hieran scheitern dürfte.


    Aber der Bütikofer ist schon richtig angeätzt und fordert LAUTSTARK Konsequenzen. :D

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Weswegen die Partei der Wutbürger nicht über die 5%-Hürde kam? U.a. weil sie für Frauen nicht attraktiv ist. Und unter den Wählern der CDU/CSU sind die DM-Generationen 60 Jahre und Älter besonders stark.


    Ach weißt Du, auch wenn ich mir mehr erhofft und erwartet hatte, kann man Dir eigentlich nur mit den Worten eines Mannes antworten, der heute Urgroßvater wurde:


    http://www.youtube.com/watch?v=XzcWwmwChVE


    Die kommenden Monate werden der deutschen Bevölkerung wohl einige unerfreuliche Überraschungen bringen. Mal sehen, was die Europawahlen im Mai 2014 bringen.

  • Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    ....
    Die kommenden Monate werden der deutschen Bevölkerung wohl einige unerfreuliche Überraschungen bringen. Mal sehen, was die Europawahlen im Mai 2014 bringen.


    Das ist das, was ihr mit der Linken gemeinsam habt; ihr seid beide auf die demnächst wieder aber ganz bestimmt eintretende Apokalypse angewiesen, damit ihr behaupten könnt, daß man euch irgendwie braucht.


    Die Nachfrage nach Leuten, die hoffen, das des allen schlechter geht, damit sie endlich zum Zuge kommen, ist aber offensichtlich begrenzt.


    Und was will die AfD im ungeliebten EU-Parlament eigentlich? Spesen abgreifen für die Parteienfinanzierung, wie die UKIP?

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Schwarz-Gruen ist doch momentan voellig unmoeglich.


    Schwarz-Gruen waere immer schwierig weil es kaum Gemeinsamkeiten gibt. Der Atomausstieg duerfte schon die einzige Gemeinsamkeit sein. Und wenn dann wuerdem man das hoechstens machen wenn die Union relativ schwach (so 33-36%) und die Gruenen relativ stark (so 11-14%) waere.


    Aber bei 42% zu 8% wuerden die Gruenen da doch komplett unter die Raeder kommen und nur Mehrkeitsbeschaffer sein koennen.

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Das ist das, was ihr mit der Linken gemeinsam habt; ihr seid beide auf die demnächst wieder aber ganz bestimmt eintretende Apokalypse angewiesen, damit ihr behaupten könnt, daß man euch irgendwie braucht.
    Und was will die AfD im ungeliebten EU-Parlament eigentlich? Spesen abgreifen für die Parteienfinanzierung, wie die UKIP?


    Nun ja, die Vertreter des "wissenschaftlichen Sozialismus" sagen den Untergang des kapitalistischen Systems allerdings inzwischen seit rund 150 Jahren ziemlich erfolglos voraus. Die AfD existiert gerade mal sechs Monate. Warten wir doch einfach mal ab, ob sich ihre Prognosen über den Untergang des EU-Schuldensozialismus nicht deutlich schneller bewahrheiten.
    Und was den Einzug ins EU-Parlament angeht, erinnerst Du Dich vielleicht an die Zeit, als sich unsere Öko-Spießer noch für progressiv hielten? Da nannten sie das den "Marsch durch die Institutionen". :p

  • Ohne die zwei Weltkriege und anschliessendem Wiederaufbau waere der Kapitalismus vielleicht sogar untergegangen. Und die Geldentwertung war ja sowas wie ein Neustart des Kapitalismus.


    Ins EU-Parlament wird die AfD wahrscheinlich schon einziehen. Erstens wurde da doch die Huerde auf 3% gesenkt, und zweitens waehlen die Leute bei der EU-Wahl immer besonders EU-kritisch. Da sind schon so 6,5% fuer die AfD moeglich.


    Aber bei den Landtagswahlen hat es die AfD schwer und wird da auch 2014 scheitern, bei irgendwas um 2,x%.

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Die Nachfrage nach Leuten, die hoffen, das des allen schlechter geht, damit sie endlich zum Zuge kommen, ist aber offensichtlich begrenzt.


    Das Angebot an Leuten, die wirklich alles dafür tun, daß es allen schlechter geht, damit sich ihre irrwitzigen ideologischen Blütenträume von einem alleuropäischen Leviathan vielleicht doch noch erfüllen, ist allerdings leider weitgehend unbegrenzt. Sie werden vermutlich 100% der Sitze im neuen Bundestag einnehmen. Oder wie es unser glorreicher Bundesfinanzminister 2011 erstaunlich unverhohlen in einem Interview mit der New York Times äußerte: “We can only achieve a political union if we have a crisis.”

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Die Wähler haben sich offenbar für die ohnehin absehbare Große Koalition entschieden. Das Mandat ist klar


    Das denke ich aber gar nicht.


    Wenn die SPD in eine GroKo geht biedert sie sich bei einer starken und nur knapp nicht mit absoluter Mehrheit regierenden CDU an. Das würde bei SPD-Wählern gar nicht gut ankommen. Die fühlten sich schon durch Schröders Agenda-Politik verraten und sind massenweise abgewandert, wovon sich die Partei immer noch nicht erholt weil man diesem Sündenfall auch immer noch nicht deutlich abschwört.


    Es ist für die SPD wesentlich besser einfach abzuwarten, wen sich die CDU stattdessen als Koalitionspartner suchen will. Da es nicht die Linken sein werden bleibt als einzige Option eine Koalition mit den Grünen. Ob man mit denen handelseinig wird?


    Wäre ich SPD-Stratege würde ich dringend anraten auf gar keinen Fall mit der CDU zu koalieren. Die Luft für die CDU ist dann nämlich ganz dünn, die MÜSSEN sich dann auf Teufel komm raus mit den Grünen zusammenraufen. Wenn es klappt muss schwarz-grün alle unbequemen Kröten, die kommen werden (die nächsten Euro-Milliarden-Rettungsschirme etc.) schlucken und das kann bei der nächsten Wahl nur zu schlechten Ergebnissen führen. Außerdem müssen sich dabei angeschlagene Grüne, eine vor Kraft strotzende, aber querschießende CSU und die CDU einigen.


    Dieser Unruhe kann die SPD genüßlich zusehen, dabei die starke Opposition geben, sich mit beliebten Köpfen wie Hannelore Kraft neu formieren und damit ganz viele Punkte für die nächste Wahl sammeln. Bis dahin muss man sich allerdings auch mit den Linken ins Benehmen setzen, denn die SPD kann es sich auf Dauer nicht mehr leisten, die Linken zu ignorieren. Zusammen entstünde jedoch ein schlagkräftiger Mitte-Links-Block. Nebenbei schüfe man sich eine Alternative zu den Grünen als Koalitionspartner, falls die Grünen einen mal wieder mit Ideen wie dem Veggie-Day herabzuziehen drohen.


    Es kann auch sein, dass CDU und Grüne keine gemeinsame Basis finden. Dann nutzt es Merkel nix, dass die CDU ein gutes Ergebnis eingefahren hat, sie hat dann ein echtes Problem. Auch hierbei kann die SPD nur gewinnen.


    Wenn sich die SPD auf eine GroKo einließe - nur um dabei zu sein und mitzuregieren - ist ihr wirklich nicht mehr zu helfen. Das würden SPD-Wähler nach dem Agenda 2010-Debakel als erneuten Verrat sehen und abstrafen. Auch deswegen, weil die SPD den ganzen Mist, der demnächst kommt, mittragen würde.


    Merkel ihrerseits wird genau deswegen sehr an einer GroKo interessiert sein anstatt sich - mit obendrein waidwunden - Grünen herumzuschlagen.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Was das Abschneiden der Parteien angeht:


    CDU: hat gewonnen weil Merkel ein Zugpferd ist. Es geht vielen Menschen in Schland und dem Land selber bei Weitem nicht so gut und es ist hier nicht so dufte, wie sie behauptet. Aber das Potential derer, die doch noch "etwas zu verlieren haben" und die fragilen Exporterfolge als wirtschaftliche Stärke missinterpretierten, deswegen auf Merkel setzten denn die Mutti vermittelte, dass alles beim Alten bleibt, reichte für ein gutes Wahlergebnis.
    Außerdem werden viele FDP-Wähler wieder "heim ins Reich" gefunden haben.


    SPD: Man kehrt weder personell noch inhaltlich Schröders Agenda-Politik den Rücken, das kostet nach wie vor Stimmen. Steinbrück vereinte zudem grundsätzliche Unsympathien mancher Wähler, anfängliche Patzer/Fettnäpfchen und auch eine lange Zeit nicht faire Presse auf sich. Ein Malus war sicher auch die Koalitionsaussage zugunsten der Grünen, die den Veggie-Day-Kalauer und noch ein paar weitere unerwünschte Kuriositäten eingebracht hätten.
    Leichte Stimmengewinne weil der Kandidat zuletzt, seit dem Fernsehduell, doch noch Wähler gewinnen konnte. Viele Wähler merkten, er ist doch nicht ganz so trampelig wie anfangs in den Medien kolportiert, er hat Ecken und Kanten, bietet aber gerade deswegen eine Alternative zur aalglatten Merkel.


    Linkspartei: hat Protestpotential, Alleinstellungsmerkmale wie das Verbot von Rüstungsexporten und Ablehnung von Bundeswehreinsätzen in zweifelhaften Missionen. Wäre ein gutes Sprachrohr für die große Anzahl an wirtschaftlich nicht üppig aufgestellten Wählern und für soziale Themen. Leider ist aber genau dieses Wählerklientel schwer an die Urne zu bringen... Dass die Linken drittstärkste Kraft wurden spiegelt trotzdem wieder, dass es sehr vielen Menschen keineswegs so gut geht, wie Merkel und Co. vorbeten.


    Grüne: haben inzwischen das Image einer akademischen Ökopartei, die man sich leisten können muss. Viele können das nicht. Dazu Schwachsinn wie der Veggie-Day und zuletzt ein Skandal um Kindesmissbrauch zur Unzeit kurz vor der Wahl. So spricht man nur noch überzeugte Stammwähler an, aber keine von Themen überzeugte Wechselwähler.


    FDP: endlich raus! Liberal heißt, bei einem Abhör-Datenskandal vehement für Freiheit und Recht einzutreten, auch die Bürgerrechte des kleinen Mannes zu verteidigen - und nicht nur Hotelier-Lobbyverein, Partei der Besserverdienenden, Gurkentruppe und ansonsten völlig themenlos zu sein. Wer dann noch um Leihstimmen bettelt nur um an den Trögen zu bleiben, ohne jedwedes Programm - der muss zu Recht in die APO geschickt werden. Längst überfällig!


    AfD: alle Achtung, nur knapp an der 5%-Hürde gescheitert. Hier zeigt sich ebenso wie bei der Linkspartei Protestpotential von Wählern, die das "Alternativlos"-Gerede der etablierten Parteien nicht mehr hören wollen und durchschaut haben, dass am Finanzmarkt irgendwann der dicke Knall kommt wenn es weitergeht wie bisher. Die Partei zündet wie eine Rakete - oder geht ein wie die Piraten, abhängig davon, was demnächst so passiert, ob es an den Finanzmärkten weiter zu Lasten der deutschen Steuerzahler geht, oder was sich sonst so ereignet.
    Medien und andere Parteien machen hier wieder denselben Fehler wie bei der Linkspartei: man redet diese Partei herunter (rechtslastig etc.) anstatt zu erkennen, dass dahinter aber ein unzufriedenes Wählerklientel steht, welches man wahrnehmen muss und nicht beleidigen sollte. Sowas rächt sich immer.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

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