Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Das waere echt unklug. Denn denke das diesmal dann die CDU Waehler doch der FDP ein paar Stimmen zustecken wuerde damit diese dann ueber die 5 Prozent Huerde kommt.


    Dann gaebe es wieder vier Jahre Schwarz-Gelb.


    Das wäre aber ein Grund, weshalb sich sowohl CDU wie auch FDP Neuwahlen wünschen müssten.


    Gerade die FDP installiert ja gerade Lindner als angeblichen Hoffnungsträger, und mit dem und den Mitleidsstimmen der CDU-Wählerschaft könnten sie die 5%-Hürde stemmen - weit davon entfernt waren sie ja nicht.


    Die CDU hätte dadurch den gewohnten Koalitionspartner wieder an ihrer Seite.


    Ich halte Neuwahlen allerdings für unwahrscheinlich, nach einiger Rangelei werden sich CDU und SPD auf eine Koalition einigen.


    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Das die SPD sich so extrem verbessert, das es fuer Rot-Gruen ohne Linke reichen wuerde, ist in den naechsten zwei Jahren so gut wie unmoeglich.


    Nicht nur in den nächsten 2 Jahren. Solange im linken Lager die Linkspartei "wildert" fehlen der SPD immer deren 8-15%, das ist ja so die Größenordnung der Linkspartei in den meisten Wahlen.


    Langfristig müssen sich SPD und Linkspartei aufeinander zu bewegen. Die Linken können sich auf Dauer keine Extrempositionen leisten, die sie aus Sicht möglicher Partner koalitionsunfähig machen, während die SPD die Haltung aufgeben muss, auf Bundesebene nicht mit den Linken zu kooperieren weil man nach Lafontaine und der WASG-Aspaltung immer noch beleidigte Leberwurst spielt.


    Wenn Merkel abtritt und ein noch nicht erkennbarer Nachfolger nicht ihr Charisma bieten kann, ist das eigentlich die große Chance der SPD, sich nach Großen Koalitionen und schwarz-gelb endlich mal wieder als Regierungsalternative interessant zu machen. Zwingend ist aber, dass man bis dahin Konsens mit der Linkspartei erreicht.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Was für Grafiken?


    Auf der Bild-Seite ist lediglich ein "Koalitionsrechner" welcher mögliche Konstellationen anzeigt, aber nicht in wie weit dies befürwortet werden. Auch die Bild eigene Abstimmung bietet lediglich die Auswahl zwischen GK und Schwarz-Grün wobei die GK deutlich vorn liegt. RRG steht gar nicht erst zur Abstimmung.


    Und auf der LU Seite sind überhaupt keine für DE relevanten Grafiken - der Kommentator spricht ebenfalls davon, dass Merkel und die Union klar gewonnen haben. Keine Umfrage die in DE ein RRG Bündnis bei den Wählern vorn sieht.


    Selbst hast Du gegen SZ und Infratest dimap gewettert und kommst dann mit so etwas ums Eck?
    Sorry das wird langsam lächerlich. Also: Wo ist die repräsentative Umfrage (es müssen ja nicht gleich 26 sein - eine wie gesagt würde ja schon reichen) bei der die Wähler in DE sich mehrheitlich für RRG aussprechen?


    (Nur so am Rande: Es kann durchaus von Größe zeigen wenn man einfach mal zugibt sich verrannt zu haben anstatt auf den falschen Schlussfolgerungen nach wie vor herumzureiten...)

  • Shelter, noch mal: Die Oppositionsparteien sind doch im Moment weder personell noch inhaltlich auf einen Wahlkampf vorbereitet, und das Signal, das mit einer Neuwahl gesetzt würde (wir blockieren die Regierungsbildung) könnte für sie katastrophal enden. Bei den Grünen würde ich nicht ausschließen, dass sie dann bei sechs Prozent rumkrebsen.


    Die Leute wollen eine stabile Regierung. Wenn die Opposition sich so verhält, dass ihr der Vorwurf gemacht werden kann, die Regierungsbildung zu blocken, wird das vom Wähler sicher nicht belohnt. Und wen will die SPD überhaupt aufstellen? Das kann eigentlich nur Frau Kraft sein, aber die braucht noch etwas Zeit. Davon abgesehen finde ich es auch systematisch völlig falsch, das Volk so lange zur Wahlurne zu schicken, bis ein genehmes Wahlergebnis vorliegt.


    Dass die SPD 2009 verloren hat, weil sie Teil einer Großen Koalition war, ist m.E. ein urban myth. 1966-69 verhielt es sich genau umgekehrt. Die SPD muss plausibel zeigen können, was sie durchgesetzt hat in einer Koalition, und sie muss einen starken Spitzenkandidaten haben - dann kann der Beweis der Regierungsfähigkeit in der Koalition für sie sogar von Nutzen sein.

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
      bernbayer:




    Ach? Kuck an! Ich denke, die Politik und der Wählerwille war deiner Meinung nach klar?


    Das ändert doch nichts daran, daß der Wählerwille klar ist. Der ist eindeutig, die Mehrheit will die große Koalition. Ob sie kommt ist eine ganz andere Frage. Das ich diese nicht für sehr wahrscheinlich halte habe ich auch schon vor der Wahl hier gepostet,. Was die Mehrheit der Wähler will und was tatsächlich kommt sind zwei verschiedene Dinge. Also, große Koalition nicht sehr wahrscheinlich aber nicht völlig ausgeschlossen, auch wenn der Wählerwille sehr eindeutig ist.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Ihr versteht scheinbar immer noch nicht, dass linke Politik nicht mit der CDU geht, sonst hätte sich die SPD den linkslastigen Wahlkampf sparen können. Die SPD begreift scheinbar, im Gegensatz zum mündigen Bürger, einfach nicht, dass, wenn sie linke Politik machen will, dass nur mit den Grünen und den Linken zusammen machen kann.


    Ich deute das Wahlergebnis anders: Die SPD hat vergessen, dass sie in die Mitte ausstrahlen muss, wenn sie eine Wahl erfolgreich bestreiten will.


    Und ich bin im Rückblick wirklich fast ein bisschen fassungslos über diese Lagerbildung im Wahlkampf und floskelhaft herbeigeredeten und zum Teil aufgeblasenen Konflikte, die dann als 'Klartext' verkauft wurden. Die Sozialministerin aus MV, durchaus eine der Hoffnungen für die Sozialdemokratie, hat in Talkshows gesagt, Frau Merkel spalte das Land. Als Sympathisant der SPD finde ich so etwas unbegreiflich. Gerhard Schröder hätte das in dieser Situation sicher nicht gemacht. Es war absehbar, dass es für rot-grün nicht reichen wird, auch wenn ich nie gedacht hätte, dass das Ergebnis so mies wird. Aber anscheinend hat sich kaum jemand in den Parteizentralen ernsthaft Gedanken gemacht darüber, was nach dem Wahltag zu passieren hat, wenn die Wähler nicht so wie gewünscht abstimmen.


    Diese Merkel-Dämonisierungskampagne der Grünen beispielsweise - da kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Mehr als die Hälfte der potentiellen Grünen-Wähler leben in einem bürgerlichen Milieu, sind Studienräte und Ärzte und finden diese Frau oft sogar ziemlich gut (m.E. durchaus zu recht, aber das tut nichts zur Sache). Und anstatt sich auf Zusammenarbeit vorzubereiten, wird eine eigentlich auch angesichts der wirtschaftlichen Situation des Landes geradezu alberne Konfrontationsstrategie gefahren. Und das bei einer Kanzlerin, die ihrerseits weder inhaltlich noch stilistisch auf Konfrontation, sondern auf Ausgleich, Pragmatismus und vorsichtige Modernisierung setzt. Die Grünen in Baden-Württemberg mussten dem Geschehen in Berlin mehr oder minder entsetzt zusehen.

  • Wie es heute so schon in der Zeitung kommentiert wurde:


    Die SPD muss sich nach der "King of Kottelet" Geschichte nun fragen wem sie denn primär dienen möchte: Sich selbst oder dem Land...


    Und da ist schon viel wahres dran. Mit Blockadehaltung kommt man hier nicht wirklich weiter, Neuwahlen wären daher somit das schlechteste was der SPD und den Grünen passieren könnte.


    Aber wie schon mal geschrieben: Das ist jetzt alles erst einmal Getöse um sich in etwaigen Verhandlungen mit der CDU teuer zu verkaufen.


  • Das kann man bei "Timba69" vergessen, wenn er Fakten liefern soll dann kommt nichts und er kneift. Ich warte z.B. immer noch auf den Nachweis dafür, welcher seine falsche Behauptung die Beamtenpensionäre hätten die letzten 10 Jahre keine Erhöhung bekommen belegt. Kommt natürlich nie, weil es dafür keinen Nachweis geben kann.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • bernbayer:


    Einfach den entsprechenden Thread aufsuchen und nochmal alle Postings lesen und verstehen. Da sind ALLE von dir verlangten Nachweise aufgelistet, incl. Links, Quellen und Statistiken.


    Ich kann es echt nicht mehr hören.


    Lenk nicht immer vom Thema ab, und mache neue (überflüssige, schon längst geklärte!) Themenfelder auf, wenn du nicht mehr weiter weißt.


    Denn das hier:



    spricht Bände.


    Du erzählst das, wie es dir passt, ohne im Kontext zu bleiben, oder bei einer Linie. Genau DAS, was du anderen Usern (nicht nur mir) immer unterstellst.



    ChickenHawk:


    Nun, vor zwei (und mehr Tagen) waren da ausreichend Grafiken zur Umfrage der Bild. Was kann ich dafür, dass die Seite anders aussieht bzw. verlinkt ist? Die ist dynamisch, dass sieht man auf den ersten Blick. Aber einfach mal auf die Links in der Erklärung klicken, dann kommt man auch weiter!
    -> Der Sinnzusammenhang ergibt sich aus dem Kontext des Textes ganz eindeutig.


    Die andere LU-Seite hat ebenfalls eine Umfrage durchgeführt. Steht doch da? Ich rede nicht davon, was im Text steht.


    Im ürbigen ist deine Umfrage die einzige, die ich zum Thema "Die Leute wollen eine GK" finden konnte, wo sind denn deine 24 anderen?



    robert:


    Zitat

    Shelter, noch mal: Die Oppositionsparteien sind doch im Moment weder personell noch inhaltlich auf einen Wahlkampf vorbereitet, und das Signal, das mit einer Neuwahl gesetzt würde (wir blockieren die Regierungsbildung) könnte für sie katastrophal enden. Bei den Grünen würde ich nicht ausschließen, dass sie dann bei sechs Prozent rumkrebsen.


    Denke ich nicht. Siehe oben. Die sind am Bodensatz. Mit der Bereinigung legen die eher zu.


    Zitat


    Die Leute wollen eine stabile Regierung.


    Aber nicht um jeden Preis.


    Zitat


    Wenn die Opposition sich so verhält, dass ihr der Vorwurf gemacht werden kann, die Regierungsbildung zu blocken, wird das vom Wähler sicher nicht belohnt.


    Wieso nicht? Ich denke eher, die SDP würde für eine GK bestraft werden. Das wollten die Leute auch nicht, als sie die SPD wählten, sonst hätte die Stimme die CDU bekommen. Ist doch klar.


    Zitat

    Davon abgesehen finde ich es auch systematisch völlig falsch, das Volk so lange zur Wahlurne zu schicken, bis ein genehmes Wahlergebnis vorliegt.


    Mag sein, ich finde es in einer Demokratie richtig, wenn es keine Regierug gibt. Und nun? Sollen wir uns alle deinem Willen beugen?`


    Zitat

    Dass die SPD 2009 verloren hat, weil sie Teil einer Großen Koalition war, ist m.E. ein urban myth.


    Nicht wirklich. Zum Glück sehen das wirklich alle anders, insbeosndere Print-und Telemedien, sowie die Basis. Sonst würde die SPD keine Diskussion darüber führen, sondern Hurra-Schreien.


    Zitat

    1966-69 verhielt es sich genau umgekehrt.


    Überhaupt nicht vergleichbar. Gar nicht.



    Zitat

    Ich deute das Wahlergebnis anders: Die SPD hat vergessen, dass sie in die Mitte ausstrahlen muss, wenn sie eine Wahl erfolgreich bestreiten will.


    Stimmt. Eine linke Mitte. Denn dafür steht die Sozial(!)demokratie. Ist ganz einfach nachzulesen, für was die Sozialdemokratie über 140 Jahre stand.


    Zitat

    Und ich bin im Rückblick wirklich fast ein bisschen fassungslos über diese Lagerbildung im Wahlkampf und floskelhaft herbeigeredeten und zum Teil aufgeblasenen Konflikte, die dann als 'Klartext' verkauft wurden.


    Wieso aufgeblasen? Das es einer Mehrheit im Land nicht gut geht, die Leiharbeit zunimmt und Europa kracht findest du als "floskelhaft" herbeigeradet?


    Nun, das sagt viel aus.


    Zitat


    Die Sozialministerin aus MV, durchaus eine der Hoffnungen für die Sozialdemokratie, hat in Talkshows gesagt, Frau Merkel spalte das Land. .


    Stimmt.


    Zitat

    Gerhard Schröder hätte das in dieser Situation sicher nicht gemacht. Es war absehbar, dass es für rot-grün nicht reichen wird, auch wenn ich nie gedacht hätte, dass das Ergebnis so mies wird. Aber anscheinend hat sich kaum jemand in den Parteizentralen ernsthaft Gedanken gemacht darüber, was nach dem Wahltag zu passieren hat, wenn die Wähler nicht so wie gewünscht abstimmen.


    Stimmt.


    Zitat

    Diese Merkel-Dämonisierungskampagne der Grünen beispielsweise - da kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Mehr als die Hälfte der potentiellen Grünen-Wähler leben in einem bürgerlichen Milieu, sind Studienräte und Ärzte und finden diese Frau oft sogar ziemlich gut (m.E. durchaus zu recht, aber das tut nichts zur Sache). Und anstatt sich auf Zusammenarbeit vorzubereiten, wird eine eigentlich auch angesichts der wirtschaftlichen Situation des Landes geradezu alberne Konfrontationsstrategie gefahren.


    Stimmt halb. Die Grünen haben sich selbst verraten, als sie in Richtung CDU schielten. Die Grünen sind Links, Öko und Pazifisten. Damit machen sie ihre Erfolge. Die bessergestellten "Grünen" haben ihre Wunschpartei verraten, als sie gemerkt haben, "Huch, es geht an mein(!) Portmonnaie!?", wenn ich Öko will? (siehe weiter vorne).


    Damit kann man tatsächlich keine Wahl gewinnen.



    Zitat


    Und das bei einer Kanzlerin, die ihrerseits weder inhaltlich noch stilistisch auf Konfrontation, sondern auf Ausgleich, Pragmatismus und vorsichtige Modernisierung setzt. Die Grünen in Baden-Württemberg mussten dem Geschehen in Berlin mehr oder minder entsetzt zusehen


    Wofür steht die CDU und die insbesondere die Kanzlerin gleich nochmal? Da wurde so wenig gesagt, das man sich das nicht merken konnte.


    Und ihre Vision für eine bessere Zukunft hier und in Europa liegt wo?


    Ach ja, vergessen. Auf den Plakaten mussten sie "Merkel, Merkel" drucken, weil es keine Inhalte gab.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Ich habe mir jetzt nicht alle ca. 300 Kommentare unter dem Bild-Text durchgelesen. Diese Kommentare dürften wohl sowieso auch kaum repräsentativ für die Haltung in der Bevölkerung sein. Graphiken habe ich da auf die Schnelle auch nicht gefunden.


    In dem Text aus Luxemburg finde ich gar nichts, nur einen Text. Nun gut. Ich glaube, es weiß jeder hier, dass es in der Bevölkerung bei einer Abstimmung über Koalitionsoptionen auf Bundesebene keine Mehrheit für RRG gäbe.

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