Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Solch eine Umfrage macht nur Sinn und bildet das Echtleben ab, wenn man die Fragen kennt.


    Frage ist doch bekannt:


    "Welche Koalition wäre Ihnen am liebsten?"


    Antwort:


    GK = 48%
    SG = 18%
    RRG= 16%


    Das ist mehr als eindeutig.


    Zitat


    Und wie gesagt, wer die SPD, Grüne oder Linke gewählt hat, wollte nicht CDU,Merkel oder eine Mehrheitsbeschaffungspartei für die CDU wählen. DAS dürft unbestritten klar sein.


    Die GK war auch schon vor dem Wahlergebnis der Favorit unter den Wählern, da RRG im Prinzip schon tot war und RG keine wirkliche Aussicht auf den Wechsel hatte wird sicherlich der ein oder andere SPD Wähler auf ein gutes Ergebnis der SPD gehofft haben - in dem Bewusstsein dann als starker Partner von der Union in eine GK zu gehen.



    Zitat


    Es ist doch sinnfrei anzunehmen, dass SDP-Wähler zur Wahlurne gehen und sagen: "Ha, ich wähle SPD und bekomme, trotz Wahlaussagen, die CDU und Merkel geschenkt und nicht die Grünen, wie versprochen."


    Genauso wie es sinnfrei ist anzunehmen, dass jeder SPD Wähler für RRG wäre - obwohl das im Vorfeld (anders als eine GK) ausgeschlossen worden ist.


    Es war eigentlich absehbar, dass es für RG allein nicht reichen würde - auch wenn SPD und Grüne immer vom Wunschkoalitionspartner gesprochen haben. Und wie man eben an den Ergebnissen sieht kann sich ein Großteil der SPD Wähler sehr wohl eine GK vorstellen (ob das jetzt gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt) - und wie bereits oben geschrieben, da die GK auch schon vor dem 22.09. der Favorit bei den Wähler gewesen ist konnten sich die SPD Wähler sicherlich dies auch schon vorstellen, als sie ihr Kreuz gemacht haben.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Es war eigentlich absehbar, dass es für RG allein nicht reichen würde...


    ...und unabhängig davon, mach ich als SPD-Wähler dann ja trotzdem mein Kreuz bei der SPD und wähl dann nicht irgendwas anderes. Man will ja trotzdem möglichst viel Stimme für "seine bevorzugten Interessensvertreter" und nicht durch Verweigerung der Stimme irgendwelche nicht gewünschten Koalitionsmöglichkeiten ausschließen. ;)

  • Ich bin gespannt, was mit den Grünen passiert. Eine Koalition mit der Union müsste allerdings von einer linken Führungsperson kommuniziert werden. Frau Andreae wäre für diesen Job als ultra-reale ;) Grüne gerade nicht die Richtige.


    Dennoch: Bei den Grünen gibt es Bewegung. ;)

  • [QUOTE] Original geschrieben von Timba69
      ChickenHawk:



    Nö, gar nicht. War auch nicht das Thema. Denn meine Thesen bleiben gleich.


    Ich sehe solche Umfragen, wie bereits erwähnt, anders. Es kommt immer auf die Fragestellung an. Ich wurde vor der Wahl auch befragt. Und die Fragestellung war, gelinde gesagt, merkwürdig. Wenn ich dich Frage, wollen sie (jetzt) eine "Große Koalition" oder eine "Minderheitenregierung", ist die Antwort zumeist klar.


    Solch eine Umfrage macht nur Sinn und bildet das Echtleben ab, wenn man die Fragen kennt. Bis dahin halte ich mich, wie schon 45435 Seiten lang, am Wahlergebnis fest, denn dass lügt nicht.


    Und wie gesagt, wer die SPD, Grüne oder Linke gewählt hat, wollte nicht CDU,Merkel oder eine Mehrheitsbeschaffungspartei für die CDU wählen. DAS dürft unbestritten klar sein.


    Eigentlich haben alle Wähler der SPD, die SPD+Grüne gewählt, denn die wollten den Kanzler stellen, und eben nicht die CDU. Es ist doch sinnfrei anzunehmen, dass SDP-Wähler zur Wahlurne gehen und sagen: "Ha, ich wähle SPD und bekomme, trotz Wahlaussagen, die CDU und Merkel geschenkt und nicht die Grünen, wie versprochen." Das ist lebensfremd.
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    Nicht die Umfragen sind realitätsfremd sondern deine Thesen die du hier verbreitest. Selbst 56 Prozent der SPD-Wähler wollen eine große Koalition, wie die repräsentative Infratest-Umfrage von heute ermittelt hat. Ich stelle fest du willst ein RRG-Bündnis wie das 16 Prozent aller Bürger wollen. Zu zählst also zu einer kleinen Minderheit die das wollen. Es ist sicher dein gutes Recht dies zu wollen. Nur erzähle nicht hier fortlaufend das Märchen das eine Mehrheit so ein Bündniss wolle. Genau das Gegenteil ist der Fall und das weißt du wohl auch sehr genau. Da es nicht deinen Vorstellungen entspricht, bestreitest du dann ständig die Fakten.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Genauso wie es sinnfrei ist anzunehmen, dass jeder SPD Wähler für RRG wäre - obwohl das im Vorfeld (anders als eine GK) ausgeschlossen worden ist.


    Eine Große Koaltion wurde seitens der SPD vielleicht nicht explizit ausgeschlossen - implizit aber durchaus (durch den offenkundig angestrebten "Machtwechsel"). Ich stimme allerdings damit überein, dass sicherlich nicht jeder SPD Wähler für RRG ist.

  • Im Parlament sind nur 4 Parteien gelandet, Afd-, FDP- und "Andere"-Wähler werden dort nicht repräsentiert. Nicht repräsentiert werden auch Nichtwähler und alle, die kein Wahlrecht haben, aber hier leben und den hiesigen Lebensbedingungen unterliegen.


    Jetzt kann man sich natürlich trefflich auf 3 Diskussionsebenen im Kreis drehen: die eine ist, welche Koalitionen die im Parlament Vertretenen theoretisch bilden können, die zweite, welche davon realistisch sind, die dritte, was der (vermutete) Wille der Gesamtbevölkerung in der aktuellen Gemengelage ist. Dabei ist Vieles Kaffeesatzleserei, denn egal wie man es betrachtet, es gibt verschiedene Lager und Möglichkeiten - und gegen jede Variante eine rechnerische Mehrheit.


    Deswegen bin ich inzwischen der Meinung, dass es nur 2 mögliche Handlungsoptionen gibt: entweder man rauft sich in Berlin zusammen und schafft aus der von der Bevölketrung gewählten Realität eine regierungsfähige Koalition. Dann müssen die Herren Politiker halt man aus der Komfortzone herauskommen und sich anstrengen. Von Arbeitslosen erwartet man auch, dass sie jede zumutbare Arbeit annehmen müssen, also soll das Politpack sich ebenso mit den Verhältnissen abfinden und etwas zustande bringen.


    Oder es gibt eine Minderheitsregierung, in der Merkel sich jeweils wechselnde Mehrheiten suchen muss. Fände ich sogar die beste Lösung, denn dann ist Schluss mit der bisher praktizierten Aussitzerei, dann muss sie jedes Mal Farbe bekennen und sich jeweils Mehrheiten im Parlament suchen.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Eine Große Koaltion wurde seitens der SPD vielleicht nicht explizit ausgeschlossen - implizit aber durchaus (durch den offenkundig angestrebten "Machtwechsel").


    Das muss man aber unter Wahlkampfrhetorik verbuchen. Es war doch JEDEM sonnenklar, dass es für rot-grün niemals reichen würde. RRG wurde seitens der SPD explizit ausgeschlossen. Schon vor der Wahl konnte jeder gefahrlos seine Oma darauf verwetten, dass es nur 2 Wahlausgänge geben kann: entweder eine schwarz / schwarz-gelbe Mehrheit oder eine Pattsituation, wie wir sie jetzt haben - mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer GroKo führt.


    Verständlicherweise kann die SPD vor der Wahl aber so nicht reden. Natürlich müssen die vom Machtwechsel palavern und können nicht offen zugeben, dass sie sowieso nicht die Wahl gewinnen werden und Steinbrück niemals Kanzler würde.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Oder es gibt eine Minderheitsregierung, in der Merkel sich jeweils wechselnde Mehrheiten suchen muss. Fände ich sogar die beste Lösung, denn dann ist Schluss mit der bisher praktizierten Aussitzerei, dann muss sie jedes Mal Farbe bekennen und sich jeweils Mehrheiten im Parlament suchen.


    Das wird die Union - verständlicherweise - mit Sicherheit nicht tun. Wer bei der Wahl deutlich stärkste Kraft geworden ist wird sich nicht vom Gutdünken der Opposition abhängig machen nur weil die anderen Parteien sich nicht koalitions- und regierungsfähig zeigen.


    Die SPD ist hier nun mal in einem Dilemma.
    Der Wähler will etwas anderes als die Partei. Klar hat man in der Partei Angst in einer neuen großen Koalition ggf. wieder unter die Räder zu kommen, aber wie es einige Kommentatoren schon sehr schön und deutlich gesagt haben:


    Die Regierungsfähigkeit in DE kann und darf nicht an den Befindlichkeiten einer Partei scheitern. Zuerst muss es um das Land gehen, dann um die Parteien und erst dann um Posten.


    Und genau diese Reihenfolge wird offenbar bei der SPD aktuell gerade vergessen. Es liegt allein an der SPD ob und wie sich in einer GK es hinbekommt eben nicht kleingemerkelt zu werden, sondern hier entsprechende Akzente zu setzen, die die Wähler auch in der Zukunft dann dazu bringen die SPD zu wählen. Wenn jetzt von den Landesverbänden rumgemault wird, man möge doch bitte von einer GK absehen weil des auf Landesebene ggf. für die nächsten Wahlkämpfe negativ sein könnte -sorry aber wo kommen wir denn da hin?


    Will ich als Partei gestalten und/oder mitregieren - also Verantwortung übernehmen, oder schiele ich nur auf die nächsten Wahlen und verhalte mich so, dass es möglichst wenig weh tut?

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