Der Bischof von Limburg

  • Schön langsam ist das Ganze an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Breaking News auf SPON: Bischof fliegt mit Billigflieger nach Rom mit Handyfoto eines Mitreisenden bzw. Passagier...


    Wo sind wir denn... Hetzjagd. Nebenbei schreiben die Qualitätsmedien über Mobbing und die Folgen auf die Betreffenden. Klasse...

  • Die bisherigen Zahlen - 31 Mio. - sollen einem Drittel des gesamten Vermögens der Stiftung "Bischöflicher Stuhl" in Limburg entsprechen.


    nach neuesten Medienberichten steigen die Kosten auf 40 Millionen Euro.


    I had a dream:
    Damit dürfte die Kernkapitalquote mehr als zur Hälfte aufgezehrt sein; das Vertrauen der GläubigerGläubigen auf den Vertrauenskapitalmärkten schwindet immer mehr.


    Da Limburg ein Hort sich konservativ gebender reaktionärer Ideologien ist, hat die Bundesregierung das Bistum Limburg für systemrelevant ("too big to fail") erklärt,
    und drängt den Bischof unter den FSMN-Rettungsschirm.


    Die Europäische Zentralbank wird am Montag mit Börsenbeginn bekanntgeben, dass sie Schuldscheine, Ablaßbriefe, Beichtzettel und andere Wertpapiere des Bistums Limburg ab sofort auf unbestimmte Zeit in unbegrenzter Höhe aufkaufen wird - - oder ist all das vorstehende nur ein fantasievoll zurechtgezimmerter Alptraum? ;) :o


    all das war doch schonmal ein Anknüpfungspunkt für eine Reformation ...

  • Zitat

    Original geschrieben von FloHech
    Schön langsam ist das Ganze an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Breaking News auf SPON: Bischof fliegt mit Billigflieger nach Rom mit Handyfoto eines Mitreisenden bzw. Passagier...


    Wo sind wir denn... Hetzjagd. Nebenbei schreiben die Qualitätsmedien über Mobbing und die Folgen auf die Betreffenden. Klasse...


    Man fragt sich wirklich, woher das kommt. Das moralische Fehlverhalten des Bischofs ist unbestritten, aber der hat in allererster Linie Kirchengelder verprasst. Es mögen auch 2-3 Millionen EUR Steuergeld dazwischen gewesen sein, aber das sind echt Peanuts gegenüber dem, was sonst allerorten von Beamten und Politikern verschwendet wird. Mit den anderen Millionen hat der Bürger nichts zu tun, das ist sozusagen ein arbeitsrechtliches Problem der Firma Kirche, wenn da ein Mitarbeiter Firmenvermögen auf den Kopp haut.


    Bei einem Bauvolumen von 31 Millionen EUR sind übrigens fast 6 Millionen EUR als Umsatzsteuer in die Staatskassen zurückgeflossen, während die anderen Millionen der Limburger Bauwirtschaft zugute kamen. Die Gesellschaft hat von der Sache also massiv profitiert, 31 oder 40 Millionen aus Kirchenvermögen wurden umverteilt in öffentliche Kassen. Mir geht einfach nicht in den Kopf, wieso das nirgendwo mal erwähnt und klargestellt wird. Rafft das keiner? Oder wird es bewusst nicht gesagt weil man dann ja den ganzen Skandal begraben könnte und dem Bischof fast schon das Bundesverdienstkreuz umhängen müsste?


    Bei der Hetzjagd - weil etwas anderes ist es inzwischen nicht mehr - bestürzt auch, dass sich die Bevölkerung nicht gegen eine Presse wehrt, die ihrer Funktion nicht mehr nachkommt. Von einer möglicst sachlichen Berichterstattung über Fakten sind wir inzwischen Lichtjahre entfernt.


    Ich ertappe mich manchmal bei der Frage, welche Kräfte im Hintergrund eigentlich ein Interesse daran haben, dass sich das Volk an "Brot und Spielen" in Form aufgebauschter Skandale abarbeitet. Wer will da eigentlich wovon ablenken?


    Wir haben keine Regierung, in den USA ist Stillstand, der die Weltwirtschaft bedroht, Fokushima läuft aus dem Ruder, die Schuldenkrise ist unbewältigt, vor Italiens Küsten sterben hunderte Menschen weil sie aus der Armut flüchten und in Europa auf besseres Leben hoffen.


    Und in den Medien kommen Schlagzeilen und Eilmeldungen weil der Bischof nach Rom geflogen ist.


    "Realität ist was für den, der nicht mit Drogen umgehen kann."
    unbekannter Author

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Man fragt sich wirklich, woher das kommt. Das moralische Fehlverhalten des Bischofs ist unbestritten, aber der hat in allererster Linie Kirchengelder verprasst. Es mögen auch 2-3 Millionen EUR Steuergeld dazwischen gewesen sein, aber das sind echt Peanuts gegenüber dem, was sonst allerorten von Beamten und Politikern verschwendet wird. Mit den anderen Millionen hat der Bürger nichts zu tun, das ist sozusagen ein arbeitsrechtliches Problem der Firma Kirche, wenn da ein Mitarbeiter Firmenvermögen auf den Kopp haut.


    Er hat dadurch während seiner ganzen Amtszeit dafür gesorgt,dass die Leute in seinem Bistum aus der Kirche ausgetreten sind.


    Vorher waren es alle 2 Tage einer,heute sind es 20 am Tag:


    http://www.faz.net/aktuell/pol…gen-bischof-12613943.html


    Somit immer weniger Kirchensteuer.....(sowas nennt man "nachhaltige Vermögensschädigung")


    Zitat

    Original geschrieben von Printus

    Bei einem Bauvolumen von 31 Millionen EUR sind übrigens fast 6 Millionen EUR als Umsatzsteuer in die Staatskassen zurückgeflossen, während die anderen Millionen der Limburger Bauwirtschaft zugute kamen. Die Gesellschaft hat von der Sache also massiv profitiert, 31 oder 40 Millionen aus Kirchenvermögen wurden umverteilt in öffentliche Kassen. Mir geht einfach nicht in den Kopf, wieso das nirgendwo mal erwähnt und klargestellt wird. Rafft das keiner? Oder wird es bewusst nicht gesagt weil man dann ja den ganzen Skandal


    Das Argument bringst du wiederholt!Zudem ist es nicht gerade überzeugend:


    3 Mio für den "Amtssitz" - wie geplant - die restlichen 37. Millionen z.B für (katholische) KITAS.
    Diesselben Argumente,die du erwähnt hast und:


    -neue Arbeitsplätze (auch für die Mütter/Väter),somit mehr Steuern und Sozialabgaben
    -entlastung zahlreicher (Allein-) Erziehender,die jetzt eine neue Chance hätten
    -nachhaltigkeit der Jugendpflege
    -struktureller Vorteil für die Region
    -Bindung und eine Verbesserung der Beziehung kat. Kirche <=> Bürger


    und...und...und


    Aber sicher ist es besser jetzt 10 Millionen für Reperaturen auszugeben,um den Zustand wieder herzustellen,der vor Baubeginn schon herrschte!:rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Er hat dadurch während seiner ganzen Amtszeit dafür gesorgt,dass die Leute in seinem Bistum aus der Kirche ausgetreten sind.


    Vorher waren es alle 2 Tage einer,heute sind es 20 am Tag:



    Tja, scheinen keine echte Gläubigen gewesen zu sein sondern Neidhammel, die jetzt einen Vorwand gefunden haben und sich vorher nicht getraut hatten.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Tja, scheinen keine echte Gläubigen gewesen zu sein sondern Neidhammel, die jetzt einen Vorwand gefunden haben und sich vorher nicht getraut hatten.


    Zuerst mal muss man "Glaube" und "Kirche" trennen können!;)
    (Stichworte:Schwangerschaftsverhütung,Vatikanbank,(vertuschter) Missbrauch....)


    Und so ein Kirchenaustritt bringt dem Staat ja auch ordentlich Geld - für eine ganze Familie ist man (außer in 3 Bundesländern) mit 100€ dabei!


    http://www.kirchenaustritt.de/info/


    In Limburg/Hessen 25€ pro Kopf - in Baden-Würtenberg wären es schon 50€ gewesen.:D

  • Zitat

    Original geschrieben von iStephan
    Die bisherigen Zahlen - 31 Mio. - sollen einem Drittel des gesamten Vermögens der Stiftung "Bischöflicher Stuhl" in Limburg entsprechen.


    nach neuesten Medienberichten steigen die Kosten auf 40 Millionen Euro.
    ...


    Aber doch nur, weil der Bischof zusätzlich angrenzende Bauten beschädigt ... das ist was anderes.


    Wann macht er das eigentlich ... nachts? Oder hat der sonst nix zu tun?


    Und warum hat er seine merkwürdigen Hobbys nicht angemeldet, damit sie in die Kalkulation einfließen können. Wirklich eigenartig dieses Kirchenvolk ...


    Oder habe ich die Presseberichte falsch verstanden? Es war doch der Bischof ... oder?


    Jedenfalls hab' ich den Schlagzeilen der Tagespresse das so entnommen ... da ist er eindeutig der Schuldige ...

  • Frankie, das weiß ich auch nicht ... ich "weiß" höchstens, dass "bischöflicher Stuhl" und "Bischof" sich zueinander verhalten wie "Heiliger Stuhl" und "Papst" - es handelt sich jeweils um separate Völkerrechtssubjekte, die streng getrennt zu sehen sind - und so habe ich es oben auch beschrieben - was nicht ausschließt dass der Stuhl gegenüber dem Stuhl-Inhaber sich weisungsgebunden verhält, da lt. Kurienkardinal Ratzinger die Kirche keine Demokratie, sondern eine Hierarchie (=heilige Herrschaft) ist ;)



  • Ich nehme an,dass vor Baubeginn in einem Gutachten festgestellt worden ist,dass durch die enorme Größe des Baus und die geplante Unterkellerung es zu Schäden in der Umgebung kommen kann und höchst wahrscheinlich kommen wird.


    Deshalb hat der Bauunternehmer bestimmt einen "Haftungsausschluss" für diese Schäden mit dem Bistum vereinbart,sonst hätte er wahrscheinlich das Projekt nicht durchgeführt.


    Die Reperaturen sind wegen der Unterkellerung und der Größe und Schwere der Baumaschienen entstanden (steht im Fokus weiter unten):


    http://www.focus.de/finanzen/n…o-kosten_aid_1127799.html


    Und der Bischof hat dann gesagt:"Baut!Das vergängliche,weltliche Geld ist kein Problem.Ich übernehme alle Schäden!"


    Das ist eine mögliche Erklärung,denn sonst wäre der Bauunternehmer in der Haftung.

  • Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Ich nehme an,dass vor Baubeginn in einem Gutachten festgestellt worden ist,dass durch die enorme Größe des Baus und die geplante Unterkellerung es zu Schäden in der Umgebung kommen kann und höchst wahrscheinlich kommen wird.


    Letzteres hielte ich schon für kriminell - ohne die Voraussetzungen einer bedingt vorsätzlichen begangenen Sachbeschädigung oder sonstige in Frage kommende Tatbestände jetzt näher geprüft zu haben.


    Die Angelegenheit scheint damit noch viel komplexer als sie bisher schon in Mainstream-Medien dargestellt wurde.


    Um so vorsichtiger sollte man mit Schuldzuweisungen umgehen - so langsam wird es Zeit, dass die zuständige Körperschaft den Bischof in der Wahrnehmung seiner Persönlichkeitsrechte unterstützt.


    Denn ein muss klar sein:
    Als wahres "Ziel" der Angriffe sehe ich nicht den Bischof, sondern die katholische Kirche. Insbesondere aus Respekt gegenüber einem nie dagewesenen beispielhaft agierenden Papst sollte die Revolver-Presse überlegen, ob sie weiterhin auf dieses eine ihrer Lieblingsziele eindrischt.


    Ich gebe zu, dass auch ich zu den "Abtrünnigen" gehöre, die der RK-Kirche den Rücken gekehrt haben. Aber das ist lange her und zu den Gründen stehe ich immer noch uneigeschränkt. In Anbetracht des Wandels in der katholischen Kirche wäre meine Entscheidung heute möglicherweise eine andere.


    Zudem:
    Ein solcher "Reformationsprozess" ( :) ) benötigt Zeit. Bischöfe, die bisher eher einen sakralen Stil gelebt haben, werden nicht von heute auf morgen ihr Verständnis von der Institution Kirche ändern.


    Und noch etwas:
    Die gesamte Bevölkerung profitiert in meinen Augen von früheren "Protzbauten" der Kirche wie etwa dem Kölner Dom. Ein gewisses repräsentatives Bedürfnis von Kirchenbauten sehe ich einfach - wenn Mittel vorhanden sind, sollte man in Einzelfällen (und davon gehe ich in Limburg einfach mal aus) nicht immer einen kleinlichen Maßstab anlegen.


    Ebenso wie alte Gerichtssäle schon eine gewisse Seriosität/Autorität ausstrahlen, gehört dies auch bei kirchlichen Bauwerken zumindest teilweise mit dazu. Wenn ein nennenswerter Teil der Mittel dann noch dem (wenn auch nicht unbedingt notwendigen) Denkmalschutz dient, muss man gerade einem öffentlich-rechtlichen Bauherrn das eher zu Gute halten als kritisieren.


    Fazit:
    Die schon fast polemischen Angriffe gegen einen auch mir persönlich nicht wirklich sympathischen Reräsentanten der Kirche halte ich für ziemlich "daneben".


    Und wenn Wulff als entsprechendes Beispiel nicht taugt, mag man einen der vielen Kachelmanns oder sonst irgendwen nennen. "Presseopfer" existieren mehr als genug.

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