Puhhh ... harter Stoff, wenn man sich die Entwicklung der Osten lebenden Volksgruppen und deren Zuordnung zu Nationalstaaten anschaut. Scheinbar wurden in jeder Generation Abhängigkeiten und Zugehörigkeiten wie auf einem Spielbrett verschoben.
Allerdings scheint das ukrainische Volk niemals auf dem Krim oder im Osten der UA heimisch gewesen zu sein, sondern eher in einem noch nördlicheren Gebiet als der jetzigen Ukraine.
Anhand der Angaben, die im Netz zu finden sind, verwundert das im Vergleich zum ursprünglichen ukrainschen Siedlungsgebiet regelrecht riesige jetzige Staatsgebiet der Ukraine sehr. Kein Wunder, dass im Osten der UA und auf der Krim andere Bevölkerungsgruppen überwiegen.
Dass die Krim zur Ukraine kam, weil sie samt Bewohnern in den 1950er Jahren kurzerhand verschenkt wurde (sicher ohne die Bürger zu fragen), ist hinlänglich bekannt. Im übrigen hätte auch ich mich als unfreiwillig an einen anderen Staat "verschenkter" Bürger wahrscheinlich bei erster sich bietender Gelegenheit gewehrt und die sich im Jahr 2014 endlich bietende Gelegenheit befürwortet. Kann es denn völkerrechtlich in Ordnung gehen, wenn ein Teil der Bevölkerung eines Staates mitsamt Grundbesitz ohne Zustimmung der Betroffenen einfach an einen fremden Staat verschenkt wird?
Ginge es wohl in Ordnung, wenn die Bundesregierung das Saarland mitsamt deutscher Bevölkerung kurzerhand an Frankreich verschenken würde? Oder einen Teil Brandenburgs an Polen? Auch wenn die Bundesregierung das für zulässig hält (wie der Fall der Krim beweist), könnte ich es etwa den Bürgern des Saarlandes nicht verübeln, wenn sie eine sich bietende Gelegenheit nutzen, diesen Vorgang rückabzuwickeln, um wieder zu Deutschland zu gehören.
Warum der Osten der Ukraine Bestandteil dieses Staates wurde, war für mich - jedenfalls ad hoc - nicht zu klären.