Ein Problem der Weitergabe gerechtfertigter Gaspreise an Endkunden könnte auch in veralteten Fernwärmeheizungen in den Wohnungen zu suchen sein.
In etlichen mir bekannten Fällen (wie es sie damals auch in der damaligen DDR gab) bollern/bollerten die Heizkörper in den Wohnungen während der Heizphasen wie verrückt und waren aufgrund funktionsuntüchtiger Stellventile nicht zu regulieren. Eine Temperaturregelung erfolgt dann regelmäßig durch Öffnen und Schließen der Fenster. Noch vor wenigen Jahren habe ich solche Fälle live erlebt. In der Ukraine dürfte es sicherlich noch einige, wenn nicht viele, wenig effektive Heizanlagen geben.
Auch im übrigen gab es vielfach keine "Heizkultur" nach westeuropäischem Muster. Bedenkt man weiterhin die desolate Wärmedämmung von ehemals sozialistischen Plattenbauten, könnte es durchaus sein, dass der Gasverbrauch ein Mehrfaches des prinzipiell notwendigen beträgt mit der Folge, dass in solchen Immobilien lebende Bürger einen marktüblichen Preis schlichtweg nicht zahlen können.
Mir ist nicht klar, ob der IWF berücksichtigt hat, dass noch zahlreiche solcher staatlichen "Energieschleudern" in Betrieb sein könnten, die eine Abrechnung der Heizenergie nach marktüblichen Konditionen gar nicht ermöglichen, will man die Bewohner nicht in Armut und Verschuldung treiben. Für einen durchschnittlichen Verantwortlichen im IWF dürften solche Zustände kaum vorstellbar sein, wenn er sie nicht selbst gesehen hat.
Die Ukraine dürfte noch viele solcher "Baustellen" haben, an denen es lichterloh brennt. Und was macht ein Poroschenko? Er denkt in erster Linie an Aufrüstung und die Etablierung der Ukraine als wiedererstarkte Militärmacht. Eigentlich eher das Gehabe eines zweitklassigen Diktators in einem Dritte-Welt-Land. ![]()




