Wir leben schon in derselben Welt. Nur mit dem Unterschied, dass ich vom Beginn der Krise an mit offenen Augen beobachtet habe, was um uns geschieht, während sich andere von der Bundesregierung und Leitmedien täuschen ließen. Zumindest letztere wachen nach und nach auf und erkennen selbst die ihnen aufgetischte Mogelpackung. Noch vor Monaten wären Artikel wie der folgende gar nicht denkbar gewesen.
In unserer gemeinsamen Welt hat sich nämlich schon wieder eine Voraussage bewahrheitet:
Zitat aus dem Artikel:
"Das ist ein überraschender Offenbarungseid. Vor gut einer Woche nämlich erst, am 11. März, hatte der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds eine neue, vierjährige Kreditlinie in Höhe von 17,5 Milliarden Dollar gebilligt, die ihrerseits wiederum Teil eines internationalen Hilfsprogramms im Umfang von etwa 40 Milliarden Dollar ist. Einzelne Staaten oder Staatengruppen wie die Europäische Union werden für den Differenzbetrag zum IWF-Geld in den kommenden Jahren aufkommen ."
Mal sehen, ob sich wenigstens letzteres verhindern lässt. Die Vorgänge um den Europäischen Rettungsschirm haben aus meiner Sicht gezeigt, dass das deutsche Volk (zumindest über das Parlament) ein Mitspracherecht hat, wenn Milliarden aus dem Fenster geworfen werden sollen.
Im übrigen kann es nicht sein, dass die Bundesregierung Front gegen Griechenland macht, weil Sparauflagen nicht bis ins i-Tüpfelchen realisiert werden, während einem unverändert korrupten Regime Milliarden in den Hintern geblasen werden sollen. Denn das korrupte Regime denkt nicht einmal ansatzweise daran, Auflagen des IWF zu erfüllen.
Zitat aus dem Artikel:
"Das Resümee ist ernüchternd: Zehn Jahre nach dem Beginn des Aufbruchs im Land ist systemisch weitgehend alles beim Alten geblieben. Die Oligarchie wurde nicht beseitigt, sondern bekam sogar noch eine neue Qualität, indem Igor Kolomoiski, einer der reichsten Ukrainer, im Vorjahr selbst Gouverneur wurde und zumindest zwei Regionen nun auch politisch kontrolliert.
Überhaupt wurden Klein- und Mittelunternehmen zugunsten oligarchischer Konglomerate systematisch benachteiligt und geschröpft. Willkür bei Beamten – etwa in der Steuereintreibung – ist dafür verantwortlich. Dazu kommen die von der Justiz geduldeten gewaltsamen Firmenübernahmen.
Korruption grassiert
In den Ämtern selbst seien zwar teilweise die Chefs ausgetauscht worden, aber die Beamten führten ihr marktwirtschaftsfeindliches Treiben fort, erklärt Wladimir Dubrowski, Chefökonom des Kiewer Wirtschaftsforschungsinstituts Case Ukraine. Alte Clan-Chefs und neue Machthaber stünden wieder in einer Allianz, beschreibt Jaroslaw Romantschuk, Ukraine-Experte und Chef des Minsker Wirtschaftsinstituts Mises, die Situation: "Die deklarierte Nulltoleranz gegenüber Korruption ist zu einer Nullaktivität bei ihrer realen Ausmerzung geworden."
In der Tat spricht die Statistik nicht für die Ukraine: Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International lag das Land im Vorjahr sogar hinter Russland auf Platz 142 von 175 untersuchten Ländern. ... 2004 rangierte die Ukraine auf Platz 122 von 146 Ländern."
Ich lebe also in derselben Welt, wie alle anderen ... mit einem korrupten Regime in der Ukraine, welches im Westen einfach nur "abgreifen will", um den immer noch regierenden Oligarchen die Taschen zu füllen.
Letztes Zitat:
"Ein westlicher Manager aus der Baubranche hat den Unterschied zwischen Russland und der Ukraine im Gespräch vor einiger Zeit so auf den Punkt gebracht: "In Russland wurde ich einmal über den Tisch gezogen. In der Ukraine zweimal."
Genau diesen Eindruck habe ich bereits seit Machtübernahme der gegenwärtig Regierenden.