Germanwings Maschine (A320) von BCN nach DUS abgestürtzt

  • Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Was wäre damit erreicht? Dann würde derjenige einfach gar nicht zum Arzt gehen und komplett unbehandelt weiter an seinem Arbeitsplatz aufkreuzen.


    Aber genau das hatte Frank oben schon einmal geschrieben.



    Kein Arzt schreibt jemanden krank,wenn er nicht krankgeschrieben werden möchte.


    Dieser Kontrollmechanismus und Bürokratie würden somit ad absurdum geführt!


    Änders wäre es natürlich,wenn der Arzt zusätzlich ersehen könnte wechen Beruf derjenige ausübt.
    Werden oder müssen Medikamente eingenommen werden um die Heilung zu gewährleisten,bei denen man keine Maschinen bedienen oder Auto fahren darf,dann würde dies bei einem Kranführer,Berufskraftfahrer oder auch Piloten ganz anders aussehen.


    Nur diese Forderung ist eben surreal!

  • Irgendwelche Möglichkeiten wird es da schon geben.
    Werden halt irgendwelche Regelungen für bestimmte Berufe gelockert und fertig.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Irgendwelche Möglichkeiten wird es da schon geben.
    Werden halt irgendwelche Regelungen für bestimmte Berufe gelockert und fertig.


    Wie schon mehrfach gesagt wurde: Dann gehen Mitglieder betroffener Berufsgruppen aus Angst um ihren Job einfach nicht mehr zum Arzt.

    Meine Beiträge können Spuren von Zynismus und Sarkasmus enthalten.

  • Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Kein Arzt schreibt jemanden krank,wenn er nicht krankgeschrieben werden möchte.

    Absolut korrekt, schon mehrfach selbst gemacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Irgendwelche Möglichkeiten wird es da schon geben.
    Werden halt irgendwelche Regelungen für bestimmte Berufe gelockert und fertig.



    Das Problem sind die fehlenden internen psychologischen (Folge-)Tests.
    Hier hatten einige (TV-)Experten von einer 6 Monatsspanne gesprochen,was aber sich als falsch herausgestellt hat.


    Dass ein Pilot,vor allem auf der Langstrecke,mal erkrankt bedingt durch die ständigen Klimawechsel und Jetlags ist wohl nichts außergewöhnliches.


    Allerdings wenn jemand viele gelbe Scheine zu Hause hortet,sie zerreißt und als Altpapier aufhebt,dann allerdings schon.


    So krank kann er doch gar nicht gewesen sein (Augenprobleme etc),dass er von Arzt zu Arzt rennen musste,wenn er den regelmäßigen internen Medizincheck bestanden hat. :confused:

  • Wenn man den Gedanken über die Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht weiterdenkt, wären aus meiner Sicht Polizeibeamte die ersten, die zu "gläsernen Patienten" werden müssten. Denn von jemandem, der mit Schusswaffe durch Innenstädte läuft, geht potenziell ebenfalls eine große Gefahr aus. Er könnte in Folge einer psychischen Erkrankung zum Amokläufer werden - zumindest mit derselben Wahrscheinlichkeit, mit der ein Copilot ein Flugzeug abstürzen lässt.


    Flächendeckend potenzielle Amokläufer in blauen Röcken ... ob man sich da überhaupt noch vor die Tür trauen sollte?


    Oder die Polizei führt Schusswaffen mit zwei Griffen ein, die einer allein nicht bedienen kann ... :p

  • Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Die Bild schreibt es wurde ein Video eines Passagieres aus dem Flieger gefunden. Da bin ich ja mal gespannt was uns präsentiert wird.


    Bestimmt nur für BILD+ Abonnenten vorbehalten. :p


    P.S:
    So ein Video,in denen man die letzten Minuten/Sekunden von Menschen sieht,muss man sich auch nicht unbedingt anschauen. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Bei einer Brötchenverkäuferin sehe ich gelassen und finde richtig, wenn die eine psychische Erkrankung zur Vermeidung persönlicher Nachteile stillschweigend behandeln lässt.


    Ein Pilot trägt aber Verantwortung für tausende Menschen - in seinem Flugzeug, in anderen Flugzeugen und auch am Boden. Dass man im Falle psychischer Krankheiten einfach nur auf dessen Krankheitseinsicht und Integrität setzt, ist mir ehrlich gesagt zu dünn.

    Gebrochene Knochen kann man auf einem Röntgenbild sehen. Stoffwechselerkrankungen im Blutbild. Psychische Erkrankungen hingegen lassen sich nicht zuverlässig diagnostizieren. Man darf hier nicht vergessen, dass Piloten überdurchschnittlich intelligent sind -- ja sein müssen. Das bedeutet auch, dass die meisten von ihnen fähig sind, sich auf Psychotests so weit vorzubereiten, dass sie sie trotz vorhandener Erkrankung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bestehen.


    Psychologische Diagnostik funktioniert nur, wenn der Patient mitmacht.


    Wir haben doch alle naselang diese Debatten von irgendwelchen Kinderschändern oder sonstwelchen Triebtätern, die nach zig Jahren Knast entlassen werden, weil ein psychologisches Gutachten belegt hat, dass derjenige keine Gefahr mehr darstellt. Und kaum ist er draußen, geht das Spiel weiter.


    Psychologie ist keine präzise Wissenschaft. Du kannst den Geisteszustand nicht mit einem Ölpeilstab messen*.


    Und was ist mit Fehldiagnosen? Was passiert, wenn der Proband nur einen schlechten Tag hatte und der Psychologe ihn als "krank" stempelt?


    Lasst uns doch mal realistisch sein: Seit wie vielen Jahren gibt es Passagierluftfahrt? Wie viele Piloten gibt es? Und wie viele Unglücke dieser Art sind bisher vorgekommen?


    Irgendwo muss man sich einfach mal damit abfinden, dass überall dort, wo Menschen in Schlüsselpositionen sitzen, Unfälle und Unglücke passieren, die auf menschliches Versagen oder Vorsatz zurückzuführen sind.


    Jedes Jahr sterben mehrere hundert Menschen in Deutschland im Zusammenhang eines Selbstmords eines anderen. Und jetzt, wo einmal ein Pilot durchgedreht ist, verfällt man in Aktionismus?



    *) Wer die Anspielung auf ein Filmzitat errät, bekommt von mir ein Glas Orangensaft.

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