Das Erstaunliche ist ja, dass ich, würde ich keinerlei Nachrichten konsumieren, nichts von der Flüchtlingsthematik mitbekommen würde. Ich habe in der Tat noch keinen einzigen Menschen gesehen, den ich als "Flüchtling" identifiziert hätte. Dennoch - und jetzt wird's spannend - merke ich, dass bestimmte Bedenken aufkommen. Ängste wäre zu übertrieben gesagt. Und das, obwohl ich im echten Leben noch gar nicht in irgendeiner Form "betroffen" war. Da sieht man mal, was mitunter Medienberichte auslösen. Wie leicht man eigentlch zu manipulieren ist.
Wie seht Ihr Eure/die Zukunft in Deutschland?
- Jay
- Geschlossen
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Zitat
Original geschrieben von Benz-Driver
Das Erstaunliche ist ja, dass ich, würde ich keinerlei Nachrichten konsumieren, nichts von der Flüchtlingsthematik mitbekommen würde. Ich habe in der Tat noch keinen einzigen Menschen gesehen, den ich als "Flüchtling" identifiziert hätte.Dann liegt dein Kaff in Österreich einfach nicht auf der Marschroute!

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Naja, Wien würd ich jetzt nicht zwingend als "Kaff" bezeichnen.
Aber darum geht es gar nicht, mir ging es darum, wie leicht es Medien gelingt, Stimmung zu erzeugen. -
Zitat
Original geschrieben von Benz-Driver
Naja, Wien würd ich jetzt nicht zwingend als "Kaff" bezeichnen.
Aber darum geht es gar nicht, mir ging es darum, wie leicht es Medien gelingt, Stimmung zu erzeugen.dabei wird noch mit angezogener Handbremse berichtet.
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Auswandern steht für mich nicht auf der Agenda, hab' einen sicheren Job, der von Vater Staat bezahlt wird. So gesehen kann ich mich zwar entspannen, aber ich war davor in der freien Wirtschaft und kenne die Unsicherheit, die einen dort pausenlos begleitet - bekommt man einen unbefristeten Vertrag, ist das Unternehmen solide, usw. Ich fühlte mich in mehreren Unternehmen unwohl und es hing immer irgendwie an einem seidenen Faden, wenn auch unterschiedlicher Dicke. Ich nehme an, dass Angst und Pessimismus weit verbreitete Faktoren in der deutschen Bevölkerung sind. Die Mehrheit lebt eben nicht gut versorgt in sicheren Umständen, sondern "von der Hand in den Mund".
Die niedrige Geburtenrate hierzulande spricht Bände. Kinder kann sich ein Otto Normalverbraucher nicht wirklich leisten, weder finanziell noch zeitlich. Man muss entweder überdurchschnittlich gut verdienen oder von Hartz IV leben, so dass die finanzielle Versorgung - wenn auch auf niedrigem Niveau - sichergestellt ist.
Ich habe in einem Unternehmen jahrelang arabische Kunden aus unterschiedlichen Ländern betreut. In Political correctness-Sprech könnte man sagen, sie waren äußerst stolz und selbstbewusst. Im Klartext: von unglaublicher, machohafter Arroganz für unser europäisches Empfinden.
Der völlig unkontrollierte Flüchtlingszustrom wird diese deutsche Gesellschaft verändern, und das nicht langsam und planbar, sondern da wird sowohl Einheimischen wie auch Zuwanderern von heute auf Morgen eine fremde Kultur zugemutet, die überhaupt nicht kompatibel ist.
Ich sehe in dieser Hinsicht rabenschwarz. IMHO wird sich eine riesige Parallelgesellschaft aufbauen, die zudem weitgehend alimentiert werden muss, kulturell bedingt keine Integrationsbemühungen zeigen wird (muss sie ja auch nicht wenn Millionen Gleichgesinnte rundum sind) und die Abneigung inkl. politischer Radikalisierung forciert.IMHO bewegen wir uns völlig unvorbereitet in einer Art gesellschaftlichen Broken-Windows-Theorie und werden Merkels Aussagen ("Wir schaffen das!") in ein paar Jahren als größten politischen Fehler der deutschen Nachkriegsgeschichte betrachten. Als Gesellschaft werden wir es entweder schaffen, "von heute auf morgen" einen guten Umgang mit den gesellschaftlichen Veränderungen zu finden, was aber fast unmöglich ist weil man die Mentalität eines ganzen Volks nicht in ein paar Wochen umkrempeln kann. Wir bräuchten ein klares Signal als Zuwanderer, welche Spielregeln in dieser Gesellschaft erwartet werden, aber erstens können wir diese Spielregeln nicht mal eben so in Windeseile entwickeln und ich denke auch, dass die Zuwanderer wenig Anstalten machen, sie zu beachten.
Kinder werde ich garantiert nicht in diese Welt setzen.
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Zitat
Original geschrieben von Benz-Driver
Naja, Wien würd ich jetzt nicht zwingend als "Kaff" bezeichnen.
Aber darum geht es gar nicht, mir ging es darum, wie leicht es Medien gelingt, Stimmung zu erzeugen.Wurden denn nicht allein am Wiener HBF mehrere tausend Flüchtlinge von über 300 freiwilligen Helfern versorgt?

Im Vielvölkerstaat Österreich gehen dann wohl die paar Flüchtlinge in einer Grosstadt schnell unter.
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Original geschrieben von Printus
Ich habe in einem Unternehmen jahrelang arabische Kunden aus unterschiedlichen Ländern betreut. In Political correctness-Sprech könnte man sagen, sie waren äußerst stolz und selbstbewusst. Im Klartext: von unglaublicher, machohafter Arroganz für unser europäisches Empfinden.
Der völlig unkontrollierte Flüchtlingszustrom wird diese deutsche Gesellschaft verändern, und das nicht langsam und planbar, sondern da wird sowohl Einheimischen wie auch Zuwanderern von heute auf Morgen eine fremde Kultur zugemutet, die überhaupt nicht kompatibel ist.
Ich sehe in dieser Hinsicht rabenschwarz. IMHO wird sich eine riesige Parallelgesellschaft aufbauen, die zudem weitgehend alimentiert werden muss, kulturell bedingt keine Integrationsbemühungen zeigen wird (muss sie ja auch nicht wenn Millionen Gleichgesinnte rundum sind) und die Abneigung inkl. politischer Radikalisierung forciert.IMHO bewegen wir uns völlig unvorbereitet in einer Art gesellschaftlichen Broken-Windows-Theorie und werden Merkels Aussagen ("Wir schaffen das!") in ein paar Jahren als größten politischen Fehler der deutschen Nachkriegsgeschichte betrachten. Als Gesellschaft werden wir es entweder schaffen, "von heute auf morgen" einen guten Umgang mit den gesellschaftlichen Veränderungen zu finden, was aber fast unmöglich ist weil man die Mentalität eines ganzen Volks nicht in ein paar Wochen umkrempeln kann. Wir bräuchten ein klares Signal als Zuwanderer, welche Spielregeln in dieser Gesellschaft erwartet werden, aber erstens können wir diese Spielregeln nicht mal eben so in Windeseile entwickeln und ich denke auch, dass die Zuwanderer wenig Anstalten machen, sie zu beachten.
Kann ich so bestätigen.
Man muss sich doch nur mal gewisse Stadtbezirke in Großstädten anschauen. Tlw. gilt da anscheinend nicht mehr deutsches Recht und die Polizei hält sich da auch lieber fern. Oder was ist in den Vororten in Paris die letzten Jahre gewesen? Alles schon vergessen?
Siehe
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Wir haben die Probleme doch selbst vor Ort, nimm Duisburg Marxloh oder auch Bremen.
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Original geschrieben von beugelbuddel
Kann ich so bestätigen.Man muss sich doch nur mal gewisse Stadtbezirke in Großstädten anschauen. Tlw. gilt da anscheinend nicht mehr deutsches Recht und die Polizei hält sich da auch lieber fern. Oder was ist in den Vororten in Paris die letzten Jahre gewesen? Alles schon vergessen?
Siehe
Auszug:
'Die Stigmatisierung der Banlieue als 'sozialer Brennpunkt’ oder 'Ghetto’ hat darüber hinaus dazu geführt, dass die räumliche Konzentration sozialer Probleme selbst zur Ursache für Ausgrenzung und Benachteiligung geworden ist. So haben viele Studien gezeigt, dass die Bewohner der Problemgebiete aufgrund ihres Wohnortes beim Eintritt in das Berufsleben sowie bei der Wohnungssuche außerhalb der Problemviertel diskriminiert werden. Diese Diskriminierungen betreffen in besonderem Maße Migranten, die mehr als die Hälfte aller Vorstadtbewohner stellen. '
Bedeutet, dass Menschen, welche da wohnen, von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Dadurch verstärken sich die Brennpunkte.
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Ich hatte schon den Link zur Broken-Windows-Theorie gebracht, die in Paris bestätigt wird. Gegenmittel: Null-Toleranz-Strategie. Das ist in Deutschland bisher nicht salonfähig, wäre aber um Welten besser als ein gesellschaftlicher Rechtsruck in Richtung brauner Neonazi-Strukturen.
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