Panama Papers - jetzt gehts den Reichen an den Kragen?

  • Ich denke das liegt einfach daran dass es schwerer geworden ist und nicht weil man plötzlich sein Geld lieber dem Staat schenkt. In Zeiten in denen es Menschen gibt die selbst ein Brötchen, ein Bier oder sonst jeden Kleinkram mit Karte zahlen, fließt auch weniger Bargeld was man am Finanzamt vorbeischieben kann. Die Leute die das über Panama, British Virgin Islands, Luxemburg, Schweiz und noch ein Duzend anderer Länder machen sind eben nur die oberen Schichten.


    Und dass sich niemand damit profiliert liegt vielleicht auch an der Angst verpfiffen zu werden.
    In einer Zeit vor 30 Jahren saßen die Leute auch am Abend in der Kneipe und es interessierte sie nicht ob sie am anderen Tag zu spät zur Arbeit kommen. Da hieß es "wenn´s dem Chef nicht passt dann kann er mich am A... lecken. Gibt auch andere Arbeitgeber". Das sieht heute anders aus, und ich denke nicht dass die Menschen heute lieber zur Arbeit gehen als vor 30 Jahren. Zumal damals die Gehälter besser waren.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ich habe den Eindruck, dass das Thema Steuerhinterziehung heute vor einem ganz anderen Licht betrachtet wird, als noch vor 10 oder gar 20 Jahren. Damals gehörte es schon fast zum guten Ton, einen Teil seiner (Zins-)Einnahmen am Fiskus vorbeizumogeln. Selbst Politiker waren daran beteiligt, ohne dass ihr Ansehen großen Schaden nahm. Es war halt ein "Kavaliersdelikt" - jeder Vermögende, der nicht teilnahm wurde nur müde belächelt. Der Einfluss der daraus resultierenden Gruppendynamik mag sogar höher gewesen sein als das Interesse am Ertrag.


    Und genau das ist heute ins Gegenteil verkehrt. Selbst im Kreise "Gleichgesinnter" kommen Steuerstraftaten heute nicht mehr gut an. Niemand muss sich mehr durch solche Taten profilieren!


    Ich sehe das aber auch eher wie "herold". Dass es heute nicht mehr "in" ist den Fiskus zu betrügen liegt IMHO stark an der verloren gegangenen Möglichkeit: wenn ich nicht einfach ein paar Überweisungen von hier nach da und weiter nach dort tätigen kann um Geldströme simpel zu verschleiern, sondern weiß, dass es Bundestrojaner, NSA, elektronische Überwachung usw. gibt und ich auch nicht mehr risikolos mit dem Geldköfferchen in die Schweiz reisen kann, geht die Möglichkeit verloren. Selbst wenn es erstmal gelingen sollte sein Vermögen beiseite zu schaffen wird die nächste Steuer-CD gekauft und ich muss damit rechnen, dass das Finanzamt mich am Hintern packt. Da wird's dann sehr ungemütlich, aber die meisten Leute möchten gut schlafen.


    Um das Vermögen heute noch "sicher" steuerfrei abzuschleusen bedarf es inzwischen sehr großen Fachwissens und ausgeprägter krimineller Energie. Das ist das Metier der organisierten Kriminalität und von Leuten, die mit Staat und Gesellschaft nichts am Hut haben.
    Politiker, Prominente und Unternehmer begeben sich bestenfalls in Grauzonen, wo sie, wenn etwas schief geht, noch die Fassade wahren und behaupten können, ihnen sei nicht bekannt/bewusst gewesen, dass sie einen "Fehler" (wie sie das dann nennen) machten.


    Heute weiß jeder, dass Steuerhinterziehung heikel ist und damit wird sie für Leute, die gesellschaftlich im Rennen bleiben müssen, zu problematisch. Man verlegt sich dann eher auf Insidergeschäfte oder andere renditeträchtige Investments, ggf. globale Schlupflöcher, bei denen weniger leicht nachvollziehbar und kritisierbar ist, dass etwas nicht sauber läuft. Die Steuererklärungen bleiben unauffällig.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Re: Panama Papers - jetzt gehts den Reichen an den Kragen?



    Naja ich glaube nich tdass das hohe Wellen schlagen wird. Schließlich sind Offshore Konten jetzt nicht immer illegal oder sowas, habe ich erst unlängst im Fernsehen gesehen, dass es bei den meisten Leuten einfach egal ist.. aslo glaub nicht dass es so ein großes Aufsehen schaffen wird. In Monaco habe ihc gehört wollen die im Übrigen auch Steuersünder suchen ;)

  • Falls noch Fragen sind, was genau Mossack Fonseca für eine Bude ist:


    http://www.tagesschau.de/ausland/panamapapers-183.html


    Damit ist klar, dass die Kunden von MF scheinbar die Moral, das gute Gewissen und sogar möglicherweise das Strafrecht hintenanstellen, wenn es dem eigenen Vorteil nutzt.


    Nix, die Konten sind "eigentlich legal, aber...".....


    Ich finde auch bemerkenswert, wie wenig hier berichtet wird. Wenn man sich weltweit die Nachrichten durchliest, trifft man auf eine Ansammlung von Spitzenpolitikern, Moralaposteln, großen und kleinen Firmen, Milliardären und Ländern die Kunden sind, ja, sogar die Bundesbank ist mit dabei.....

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Moin,
    ich denke, es wird heute genauso hinterzogen wie zu den Zeiten von Lux und CH.


    Die Nachfrage ist da und die Banken als Dienstleister (inkl. öff. rechtl. Banken) erfüllen diesen Bedarf. Sah man an den Cum-Ex-Geschichten sehr gut (quasi umgekehrte Steuerhinterziehung, Schaden >10 Milliarden!) und ansonsten werden halt solche Firmen gegründet oder auch sehr gerne Stiftungen eingerichtet.


    Insofern freut es mich, dass eine erste Firma geleakt wurde und das ist sicher nur ein kleiner Teil des Eisbergs.


    Schade, dass die "Elite" bei den krummen Dingern immer mit vorne dabei ist, Wasser predigen und Wein saufen hat sich in 2000 Jahren wohl nicht geändert :(


    greetz
    cm

  • Oh, ein Thread mit einen politischen Thema. Dachte das ist hier nicht mehr erlaubt bzw. unerwünscht?

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Das ist doch kein politisches Thema, jedenfalls nicht so, wie die restlichen, zu recht geschlossenen Threads. Hier geht es eher um Strafrecht und Steuerrecht.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


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  • Mir kann es ja egal sein, wenn es die Foren- leitung auch so sieht solls mir auch recht sein.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard


  • Genauso ist es. Steuerbetrug findet auch heute noch massenhaft statt auch beim sogenannten kleinen Mann. Man denke nur an die Schwarzarbeit im privaten Bereich. Sicher kaum bei Kapitaleinkünften des Normalbürgers. Der bekommt ja dafür so gut wie keine Zinsen mehr und wird durch die Hintertür dabei schleichend enteignet.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Steueroasen-Leak enthüllt heimliche Offshore-Geschäfte von Politikern, Präsidenten und Regierungschefs


    Vor fünf Jahren sorgten die "Panama Papers" für Aufsehen. Nun folgen die "Pandora Papers", die die Verstrickung von mehr als 330 Politikern aus 91 Ländern in Offshore-Geschäfte offenlegen. Darunter: Vertraute Putins, Jordaniens König und Claudia Schiffer.


    Ein riesiges Datenleck enthüllt nach Angaben eines internationalen Recherchenetzwerkes die heimlichen Geschäfte Hunderter Politiker mit Briefkastenfirmen. Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), zu dem die "Süddeutsche Zeitung" gehört, veröffentlichte am Sonntagabend einen Teil der Rechercheergebnisse zur Verstrickung von mehr als 330 Politikern und Amtsträgern aus 91 Ländern wie etwa Tschechiens Regierungschef Andrej Babis in Offshore-Geschäfte.


    An der Auswertung der sogenannten Pandora Papers waren rund 600 Journalisten in 117 Ländern beteiligt.

    In den Recherchen tauchten auch viele Prominente wie etwa das das deutsche Model Claudia Schiffer, Ex-Beatle Ringo Starr und Popstar Shakira auf.

    Der heutige tschechische Ministerpräsident Babis soll auf diese Weise weitgehend anonym ein Landschloss in Südfrankreich für mehr als 15 Millionen Euro erstanden haben.

    Auch etwa der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, zahlreiche Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Jordaniens König Abdullah II.


    Die Regierung von Panama hatte bereits vor der Veröffentlichung der "Pandora Papers" vor schweren Schäden für das Image des Landes wie infolge der "Panama Papers" 2016 gewarnt.



    Quelle: stern.de/amp/politik/ausland/-pandora-papers---steueroasen-leak-enthuellt-heimliche-offshore-geschaefte-von-politikern-30798160.html

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