Thorsten Dirks verlässt 2017 die Telefónica Deutschland Holding AG

  • Es spricht jedenfalls für Thorsten Dirks, wenn ein Spitzenmanager seinen Hut nimmt und die meisten Reaktionen der Kunden Bedauern zeigen.
    Man denke nur an Josef Ackermann. Dem hat sicherlich niemand eine Träne nachgeweint, als er endlich weg war. Und das nicht nur bei der Deutschen Bank. Bei der Zurich Insurance Group hat er sogar einen Manager in den Selbstmord getrieben.


    Nein, Thorsten Dirks war ein wirklich guter Chef bei E-Plus. Auch ich halte große Stücke auf ihn und habe mich sehr gefreut als es hieß, dass er auch den fusionierten Gesamtladen führen wird.
    Ich denke auch, dass er zunehmend frustriert war, dass man ihm keine Möglichkeit gab die gegenwärtig unbefriedigende Situation zu verbessern. Und dann ist es nur Konsequent zu gehen.
    Ich wünsche ihm Glück und Erfolg bei einer neuen spannenden Aufgabe!

  • Zitat

    Original geschrieben von migolf
    Und emails an ihn wurde stets und schnell durch einen Mitarbeiter mit Kompetenz beantwortet/bearbeitet... :D


    Glaubst du das macht er selber ?


    E-Plus hat damals zu meiner Zeit durch blose Inkompetenz in Sachen Personalpolitik nur so geglänzt, da sind nicht umsonst die Leute reihenweise abgehauen.
    In manchen Bereich waren 30% Flukturation im Jahre normal. Der einzige Kommentar aus dem Management war nur "Man solle Reisende nicht halten".


    Es konnte also durch einen neuen Chef nur besser werden, schlimmer ging nicht mehr.


    Vor kurzen noch von Kollegen gehört, da in der Düsseldorf Ex-Eplus-Zentrale nun die nächsten Bereiche geschlossen und nach München und sonstwohin verlagert werden. Da sind schon wieder viele auf Jobsuche.

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    Original geschrieben von flensi Dein ruf ist auch tödlich.
    Du dürftest bald den Killfile Highscore dieses Forums knacken bei "derart qualifizierten" Beiträgen.


    Wie schon geschrieben: Ich kann Gegenwind vertragen, und wer nicht lesen möchte, was ich schreibe, sperrt mich halt :top:.


    Ich bin unverändert der Meinung, dass Herr Dirks und andere Eplus durch zu preiswerte Tarife an die Wand gefahren haben. KPN ging es auch deshalb schlecht, weil die Beteiligung Eplus nicht genug verdient hat.


    Nochmal: Nicht Eplus hatte genug Geld, O2 zu übernehmen, sondern umgekehrt (sinngemäß).


    Für Privatkunden war das natürlich gut, aber Eplus hat einfach nur Geld zum Fenster rausgeworfen.


    O2 war am Anfang absolut clever (Roaming mit Swisscom/D1), und innovativ (Festnetznummer für das Handy). Aber Eplus war immer nur der billigste Anbieter, und nie technisch innovativ oder technisch hochwertig.


    Zitat

    Original geschrieben von surfmobile Es spricht jedenfalls für Thorsten Dirks, wenn ein Spitzenmanager seinen Hut nimmt und die meisten Reaktionen der Kunden Bedauern zeigen.


    Die paar Kunden, die mit dem Name Dirks etwas anfangen können, bedauern den Weggang von Herrn Dirks, weil er Eplus zum Billigheimer gemacht hat.


    Ob irgendein Aktionär oder Manager von TEF den Weggang bedauert, steht auf einem anderen Blatt.

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    Original geschrieben von Goyale
    Ich bin unverändert der Meinung, dass Herr Dirks und andere Eplus durch zu preiswerte Tarife an die Wand gefahren haben. KPN ging es auch deshalb schlecht, weil die Beteiligung Eplus nicht genug verdient hat.


    Das ist richtig, aber eine Alternative gab es kaum. Da war ein Markt, der nur über niedrige Preise zu erschließen war. Die Mutimarkenstrategie und "Einfach"-Angebote wie Simyo sind (waren) der Beweis.

    Zitat

    Nochmal: Nicht Eplus hatte genug Geld, O2 zu übernehmen, sondern umgekehrt (sinngemäß).


    Richtig. KPN hatte 8 Mrd. Schulden aus der UMTS-Versteigerung übernommen, weil "Drei" sie im Stich gelassen hat. Und KPN hat(te) auch im eigenen Land gut zu tun.

    Zitat

    Für Privatkunden war das natürlich gut, aber Eplus hat einfach nur Geld zum Fenster rausgeworfen.


    Na ja, sie waren halt sehr kreativ und haben mit wenig Geld sehr viel erreicht.

    Zitat

    O2 war am Anfang absolut clever (Roaming mit Swisscom/D1), und innovativ (Festnetznummer für das Handy). Aber Eplus war immer nur der billigste Anbieter, und nie technisch innovativ oder technisch hochwertig.


    Ziemlich direkt formuliert, aber es stimmt.
    Diese Linie konnte VIAG/o2 nicht weiter verfolgen, weil es Geld gekostet hatte, das auf die Dauer nicht rein kam. Und das löste Frust bei vielen Kunden aus.
    Nicht zu vergessen. TEF greift im Backbone auf Infrastruktur der Telekom zurück, weil "Eigenbau" zu teuer wäre. TEF verkauft Festnetz-DSL-Anschlüsse als Reseller der Telekom. Auch hier hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass "Eigenbau" nicht zu refinanzieren ist. Die Telekom hat "hohe Preise", investiert aber auch kräftig ins Netz (Fest und Mobil) und der Erfolg gibt ihnen Recht.


    Eine Fusion von E-Plus und o2 war leider zwangsläufig notwendig. Für ein "Aufhören" eines Anbieters waren diese schon "zu groß".


    Vielleicht wäre die Kombination D1/o2 und D2/E-Plus "schöner" gewesen, aber der "Kern" der Marken E-Plus und o2 wäre bei diesen Fusionen auch "untergegangen".


    Die Politik hätte vielleicht auf die Frequenzversteigerung verzichten können und stattdessen eine strengere Netzausbauverpflichtung auferlegen und diese kontrollieren müssen (wer nicht ausbaut, fliegt raus), aber die Finanzminister waren über "UMTS" = "Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden" nicht unglücklich und die Leute bei der BNetzA kosten auch Geld.


    Man hätte sich gewünscht, dass T. Dirks mehr "Macht" gegenüber den Spaniern gehabt hätte oder sich die bisherigen o2 und E-Plus Mitarbeiter besser zusammen gefunden hätten. Aber die wurden ja 22 bzw. 18 Jahre auf Wettbewerb "erzogen" und das legt man nicht "von heute auf morgen" ab, wie einen alten Pullover.

  • Zitat

    Original geschrieben von hrgajek
    Nicht zu vergessen. TEF greift im Backbone auf Infrastruktur der Telekom zurück, weil "Eigenbau" zu teuer wäre. TEF verkauft Festnetz-DSL-Anschlüsse als Reseller der Telekom. Auch hier hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass "Eigenbau" nicht zu refinanzieren ist. Die Telekom hat "hohe Preise", investiert aber auch kräftig ins Netz (Fest und Mobil) und der Erfolg gibt ihnen Recht.


    Da ist TEF in einer schlechten Position. Die Telekom hat eigene Infrastruktur und Vodafone bindet viele Sender über Glasfaser an die eigene Infrastruktur an, die von Kabel Deutschland (jetzt Vodafone) vorhanden ist. Nur TEF muss alles mieten und RiFu bauen.

  • TEF hat eine gar nicht so schlechte Position. Sie haben günstigen Zugriff auf das Netz von Versatel und können sich günstig bei gemeinsamen Standorten mit der Telekom Glasfaser holen. Auch VF mietet viel! Nur die Telekom baut lieber teuer neu als günstig zu mieten. Ist halt ihre Mentalität.

  • Zitat

    TEF greift im Backbone auf Infrastruktur der Telekom zurück, weil "Eigenbau" zu teuer wäre.

    Telefonica hat einen eigenen Backbone, spätestens seit dem Kauf von mediaWays.

  • Zitat

    Original geschrieben von flamesoldier
    Natürlich hat Telefonica einen eigenen Backbone, da war wohl eher die Anbindung der Masten an den Backbone gemeint. Da greift man tatsächlich teils auf die Telekom zurück.


    Auch für das Backbone wird man in irgendeiner Form auf "fremde" Lei(s)tungen zurückgreifen.


    - Die Telekom hat ja ein flächendeckendes eigenes Netz, das sie flexibel mit LWL-Strecken zu vielen Mobilfunk-Standorten ausgebaut hat.


    - Vodafone hat überregional über die frühere Mannesmann-Arcor viele LWL-Leitungen an den Bahngleisen - wobei hier die Frage ist, wie nach der Trennung von der Bahn die "Besitzverhältnisse" an diesen Leitungen "aufgeteilt" sind (was gehört der Bahn und was gehört Vodafone an Wegerechten, Leerrohren, Kabeln, Fasern, etc.). Auf lokaler Ebene kann man manchen Standort vielleicht selbst günstig erschließen, manches vielleicht eher über Stadtwerke oder Carrier mit lokalen Netzen wie Eunetworks (da gab es mal eine Mitteilung über eine Zusammenarbeit in verschiedenen Großstädten)


    - o2 dürfte überregional vermutlich Bandbreiten (z.B. 10GE) oder "Dark Fiber" von Carriern wie Gasline o.ä. gemietet haben. Da gibt es besitzähnliche Modelle für Fasern (sogenannte IRUs), aber auch das ist im Grunde eine Art Miete. Auf lokaler Ebene gibt es das Abkommen mit der Telekom (hier werden wohl Bandbreiten gemietet, in einem BNetzA-Verfahren gab es mal von irgendeiner Seite Kritik, daß die Telekom angeblich keine Dark Fiber für Mobilfunk-Standorte anbieten will), inwiefern der Vertrag mit Versatel von o2 weitergeführt wird (dieser wurde ja einst zwischen E-Plus + Versatel abgeschlossen), ist mir nicht bekannt.


    cu talk2chris

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