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  • Nochmal zum Thema 11kW vs. 22kW - da stehen andere auf dem Schlauch ;)


    Aussage:

    Ich sehe keinen Vorteil für 22 kW. Gibt höchstens Scherereien. Denn viele ignorieren, dass selbst wenn die Installation vorhanden ist, musst Du Geräte, die mit dem Niederspannungsnetz verbunden werden, die mehr als 12 kVA verbrauchen, dem Versorger anzeigen.


    11 kW reichen zu Hause eigentlich immer. Und wenn mal nicht, ist CCS klar von Vorteil. Ich habe eine 22 kW Wallbox, die auf 11 kW gedrosselt ist. Selbst wenn mein Auto mehr könnte, sähe ich keinen Bedarf, dies zu ändern.


    sehe ich ähnlich, drum auch mein :thumbup:


    Allerdings bezog sich mein Posting hier auf den oben dick markierten Satz.


    Nö. 11kW musst du "melden", 22kW musst du beantragen - was auch schlicht abgelehnt werden kann. Sollte aber "gedrosselt" mit 11kW ggf. dann auch gehen, aber ist halt je nach EVU wieder Diskussion, ...


    Früher, vor ca. 5 Jahren wäre das bei uns kein Problem, da wir einer der ersten waren und uns direkt die 22kW haben genehmigen lassen, aufgrund großer PV mit >20kWp und Zoe nur konsequent.


    Aber die Anzahl der Kisten, die mit 22kW laden können ist mittlerweile recht exotisch.


    Die obige 22kW-Stecker-Lösung läuft meiner Meinung auf ne Guerilla-Box raus, d.h. ist halt da ;)

    Kurzum, du musst die >12kVA nicht nur dem Versorger anzeigen, sondern diese muss genehmigt werden. Kann also auch abgelehnt werden. Der Antrag muss über einen Installateur erfolgen. Bei 11kW reicht "melden", in der Regel kann man dies mittlerweile auch selber ohne Installateur machen.


    Das ist mein Kenntnisstand, §14a EnWG sollte daran nichts geändert haben. Falls ja, korrigiert mich gerne ;)


    Allerdings müssen ab 2024 neu installierte Boxen mit einer Leistung >4,2kW vom NB steuerbar sein. Nur falls einer über den aktuellen Wallbox-Deal bei mydealz stolpert. Die ist es nämlich eben nicht.


    Siehe auch hier:

    https://einfacheauto.de/blog/1…im-14a-enwg-fur-wallboxen


    Dazu passend:

    https://einfacheauto.de/blog/11-oder-22-kw

  • Die (mobile) 22kW-Wallbox kostet ein paar große Scheine mehr als das "kleine" Modell, und bringt bei den allermeisten Autos genau gar keinen Vorteil. Das spricht eindeutig gegen die 22 kW-Version. Aber gut. Manche Zeitgenossen finden immer einen Grund zum motzen, und wenn er noch so an den Haaren herbeigezogen ist.

    So pauschal ausgedrückt wieder mal Quatsch, weil:


    Auf die go-e Gemini flex bezogen: 546 vs 548 EUR - das sind hier sagenhafte 1,95 EUR - wow (Quelle)


    Aber ja, bei vielen Fahrzeugen bringt es keinen Vorteil und und zusätzlichen Aufwand mit sich (Beantragung, ...). Das spricht absolut für die 11kW Ausführung, andererseits darf man es anfangs eben auch gerne abwägen. Nichts anderes wollte ich sagen. Gerne darf man sich doch bewusst für die 11kW Ausführung entscheiden.


    Für "uns" war 22kW "damals" von Vorteil, da Zoe. Da war das schnelle Laden absoluter Luxus. Aber natürlich muss es die Installation hergeben und Preis/Leistung muss passen und die Abnahme und Meldung via Installateur kam noch mit dazu.


    Mainstream wird sicherlich die 11kW sein.

  • Oh, die „14a“ Anforderungen hätte ich übersehen. Also kann auch nicht mehr einfach eine CEE (400V) Dose installiert werden, sondern auch da ist dann schon eine schaltbare Lösung fällig. Zudem sollen in den kommenden Jahren noch Photovoltaik, Batteriespeicher und irgendwann Wärmepumpe dazukommen und sollten entsprechend eingeplant werden.


    Einzig einen blaue CEE Dose wäre dann ggf. noch als (relativ einfache) Übergangslösung (mit 3,6kW) möglich. Aber auch da könnte der Netzbetreiber (oder Elektriker) auf die Idee kommen, dass die mobile Wallbox ja mehr kann und eine 14a Steuermöglichkeit eingerichtet werden müsste.


    Mal anders gefragt zur Abwägung 11kW zu 22kW:

    Da beide vom Netzbetreiber schaltbar sein müssen, gäbe es ja wenig Begründungen mit denen 22kW vom Netzbetreiber abgelehnt werden könnten. Laut automatischer Abfrage sollten 22kW auch möglich sein. Die Vorbesitzer hatten zuletzt mit Strom geheizt (7 oder 9 kW Ofen im Wohnzimmer plus vermutlich Radiatoren), weshalb der Stromübergabepunkt auch nach 2000 komplett neu gemacht wurde. Zudem kann der Q4 auch nur 11kW.

    Aber ist dann eventuell ein 32A CEE Anschluss nicht thermisch/physikalisch sicherer (auch wenn nur 11kW genutzt werden) als ein kleinerer 16A CEE Anschluss? Und von daher könnte die 22kW Version der Go-e Box mit 32A Stecker zweckmäßig sein? Oder machen die Steckerverbindungen bei maximal 4 bis 6 Stunden 11kW Ladeleistung keinen relevanten Unterschied?

  • Nein. Die CEE Dosen können dauerhaft mit der Nennleistung belastet werden. Der Stecker vom Go-e hat auch noch Temperatur Überwachung.


    Zu Hause lade ich an CEE blau 16A. Auch 16 Stunden laden macht keine Probleme.


    Ich rate aber direktes Kabel zur Unterverteilung mit eigenem LS und RCD.

  • Ich habe gerade bemerkt, dass mein erster Link durch das Forenlinkverzänderungszeugs vermurkst wurde, google daher einfach nach "Welche Wallboxen sind § 14a konform und steuerbar?", dann sollte es der erste Treffer sein. Dort ist es gut zusammengefasst.


    Zu §14a kenn ich mich zugegebenermaßen nicht mehr im Detail aus, da wir das noch vor dem ganzen Kram umgesetzt haben und Bestandsschutz haben. Ich könnte freiwillig in die Regelung wechseln, würde ca. 100-150 EUR pro Jahr bringen, allerdings ist das ganze Drumherum, naja, nennen wir es "anstregend". Daher habe ich das verworfen.


    Also kann auch nicht mehr einfach eine CEE (400V) Dose installiert werden, sondern auch da ist dann schon eine schaltbare Lösung fällig.

    Doch, natürlich geht das noch. Warum auch nicht? Die Dose selber ist ja noch kein Verbraucher. Du kannst diese ja auch für ortsveränderliche, kleine Verbraucher nutzen. Kleiner Motor, Holzspalter, Betonmaschine, Kompressor...


    §14a zielt explizit auf Verbraucher ("Verbrauchseinrichtungen") ab, z.B. Wärmepumpe, Wallbox, Speicher...


    Einzig einen blaue CEE Dose wäre dann ggf. noch als (relativ einfache) Übergangslösung (mit 3,6kW) möglich. Aber auch da könnte der Netzbetreiber (oder Elektriker) auf die Idee kommen, dass die mobile Wallbox ja mehr kann und eine 14a Steuermöglichkeit eingerichtet werden müsste.

    Wie ist die Umsetzung denn konkret geplant? Elektriker? Unserer Erfahrung nach war es recht hilfreich, das Gespräch mit dem Elektriker zu suchen, ggf. liegen hier schon Erfahrungswerte vor. Erleichtert auch die Kommunikaton zum EVU hin, für dich als auch das EVU selber, da die sich nicht mit Endkunden(fragen) rumschlagen dürfen. Ich würde dort mal nachfragen, zwecks generellem Procedere.




    ... schaltbar sein müssen...


    dimmbar!


    Aber egal was du machst, spare niemals nicht am Leerrohr oder der Leitung selber... Das sind verhältnismäßig geringer Aufwand/Kosten und später nur schwer und aufwändig änderbar. Auch wenn eine 11kW-Box installiert werden soll spricht nichts gegen ein größeres Leerrohr oder die Verlegunge eines Querschnitts mit Reserve.


    Ist aktuell überhaupt ein Elektriker mit im Boot, d.h. im Gespräch?

  • Nachtrag zu der 11kw vs. 22-kW-Lader-Diskussion. Ein 22 kW-Lader kann tatsächlich Sinn machen, wenn man sich eine Büchse mit einem 1-Phasenlader gekauft hat. Die lädt dann nämlich an einer 11kW-Wallbox nur noch mit 3,6kW. Ich dachte das Problem mit den Einphasenladern gäbe es nur noch in der Preisklasse Dacia Spring, aber nein, weit gefehlt. Selbst der MG4, der über 35000€ kostet hat in zwei von drei Modellvarianten ein Einphasenlader. Den Dreiphasenlader gibt's erst ab der höchsten Ausstattungsvariante die über 42000€ kostet.


    Nachtrag: Laut spritmonitor.de verbraucht der MG4 im Schnitt etwa 19 kWh auf 100 km. Das bedeutet bei 3,6kW Ladeleistung im Idealfalle 5,3 Stunden Ladezeit pro 100 km. Sollten die 19 kWh die Boardcomputerwerte ohne Ladeverluste sein, geht es eher in Richtung 6 Stunden pro 100 km.

    Einmal editiert, zuletzt von Frank73 ()

  • Die lädt dann nämlich an einer 11kW-Wallbox nur noch mit 3,6kW

    Was zu Hause auch kein wirkliches Problem ist. Nehmen wir an, Dein Auto steht 10 Stunden pro Tag bei Dir zu Hause rum, gehen 36 kWh pro Nacht rein. Damit kannst Du dann 70.000 km pro Jahr in Dein Auto laden.


    Das ist auch nicht aus dem Blauen phantasiert. Im Urlaub lade ich auch mit 16 A einphasig. Im Büro zwar mit 11 kW, aber nur zwei Mal pro Woche, was effektiv auch einer täglichen einphasigen Ladung entsprechen würde. Allerdings lade ich dann meistens auch nur 3 bis 4 Stunden.


    Mich wundert, dass noch keiner gefragt hat, warum ich eine 22 kW Wallbox habe. :D


    1. als ich die gekauft habe, gab es nur eine 22 kW Version der gewünschten Wallbox.

    2. (ich als Neuling die gleichen Überlegungen wie kues hatte) "Haben ist besser als brauchen". 8)


    Nach inzwischen an der Wallbox geladenen 9270 kWh sehe ich, was ich brauche. Nützlich kann aber die Auslegung der Installation für 32 A sein. Etwas dickeres Kabel und ein 40 A RCD kosten kaum mehr. Dann kann man später problemlos noch eine zweite Box installieren und entspannt mit dem Versorger klären, ob man 11 kW Lastmanagement machen, oder volle Leistung für beide haben will. Meine Box könnte das mit Daisy Chain 32 A Verkabelung.

  • Was zu Hause auch kein wirkliches Problem ist. Nehmen wir an, Dein Auto steht 10 Stunden pro Tag bei Dir zu Hause rum, gehen 36 kWh pro Nacht rein. Damit kannst Du dann 70.000 km pro Jahr in Dein Auto laden.

    Du weißt aber schon dass Laden mit 3,6 kW aus Sicht der Ladeverluste ziemlicher Unsinn ist

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