Welchen Mieterschutzbund könnt Ihr empfehlen?

  • Die Frage ist, macht so ein Mieterschutzbund Sinn oder reicht eine Rechtsschutzversicherung?


    Wenn ja, welchen Mieterschutzbund oder -verein oder wasauchimmer könnt Ihr empfehlen?
    Es geht einfach darum, sich gegenüber dem Vermieter oder dessen Handlungen zu schützen oder wehren zu können. Wenn Bedarf bestehen sollte, was aber nicht abzusehen ist.


    Bess dehmnäx,
    Carsten

    "Das Problem an Zitaten aus dem Internet ist, daß sie nur schwer überprüfbar sind."


    Konrad Adenauer

  • Meine Erfahrung:


    Mieterschutzvereine sind zwar ganz nett, aber in der Praxis leider für mich nicht wirklich zu gebrauchen.


    Beispiel:
    Laut Mieterschutzbund gilt ein unterschriebenes Übergabeprotokoll als "Schuldeingeständnis". Heißt: Man erklärt sich für alle aufgeführten Schäden "schuldig" diese verursacht zu haben.


    Was natürlich völliger Schwachsinn ist, wie mir dann ein Anwalt besser erklärte. Er meinte, ein unterschriebenes Übergabeprotokoll stellt lediglich einen Ist-Zustand der Wohnung dar. Inwiefern der Mieter für die Schäden verantwortlich ist, steht auf einem anderen Blatt.


    Soviel zum Thema Mieterschutzbund. Lieber einen Fachanwalt beauftragen. Gefühlsmäßig versucht der DMB (da war ich Mitglied), ihre Mitglieder schnell abzufertigen.

    MfG

  • Die Mietervereine sind doch sowieso lokal organisiert. Der DMB hat einige hundert Mitgliedsvereine. Ohne Angabe deines Wohnortes bringt eine Empfehlung m.E. nicht soviel.


    Filderstädter:
    Gleich als Beispiel: in Hamburg sitzen m.W. bei beiden großen Mietervereinen, ganz sicher aber bei MHM, Juristen in der Beratung.

  • Zitat

    Original geschrieben von Filderstädter
    Beispiel:
    Laut Mieterschutzbund gilt ein unterschriebenes Übergabeprotokoll als "Schuldeingeständnis". Heißt: Man erklärt sich für alle aufgeführten Schäden "schuldig" diese verursacht zu haben.
    Was natürlich völliger Schwachsinn ist, wie mir dann ein Anwalt besser erklärte. Er meinte, ein unterschriebenes Übergabeprotokoll stellt lediglich einen Ist-Zustand der Wohnung dar. Inwiefern der Mieter für die Schäden verantwortlich ist, steht auf einem anderen Blatt.


    Nur dass das auch nur zum Teil richtig ist.
    Erst mittels Übergabeprotokoll bei Einzug UND bei Auszug wird ein Schuldeingeständnis daraus, wenn bei Auszug Schäden vorhanden sind, die bei Einzug nicht vorhanden waren.
    Aber das ist dann durchaus einem Schuldeingeständnis gleich. Der heilige Geist wird diese hinzukommenen Schäden schliesslich nicht verursacht haben. Natürlich kann ein windiger Anwalt da die tollsten Sachen erfinden um seinen Geldbeutel zu füllen. Wers glaubt wird seelig ;)


    Der Mieterschutzbund ging wohl davon aus, dass es bei Einzug ein Übergabeprotokoll ohne die Schäden gab und damit ist deren Aussage dann auch richtig.

  • Zitat

    Original geschrieben von FraDi
    ... . Mitglied im Mieterbund oder Rechtsschutz ? ...

    Ich habe keine Ahnung was eine Rechtsschutzversicherung kostet, aber die Kosten für eine Mitgliedschaft im örtlichen Mieterbund betragen hier einmalig 13€ Aufnahmegebühr und eine Jahresgebühr von 66€ bei mindestens 2 Jahren Mitgliedschaft.
    Dafür bekommt man kostenlos Beratung in der Geschäftsstelle und die Zeitung des Mieterbundes.


    Sollte der Mieterbund für einen tätig werden, entstehen weitere Kosten:


    - bei Schreibgebühr in Vollmacht oder im Namen des Mitgliedes 1. A4-Seite 5,00 EUR und für jede weitere angefangene Seite 3,00 EUR
    -Verhandlung mit Vermietern u. weiteren Verhandlungspartnern außerhalb der Geschäftsstelle, Wohungsbesichtigungen, Wohnungsvermessung etc. ohne Fahrzeug je angefangene 30 Min 5,00 EUR
    - Einsatz Datenlogger 20,00 EUR
    - d. Mahngebühren 1. Stufe 2,00 EUR, 2. Stufe 3,00 EUR, 3. Stufe 4,00 EUR
    - e. verauslagte Gebühren/Auslagen Fahrkosten 0,30 EUR/km
    - Kopie pro A3 Seite 0,20 EUR, pro A4 Seite 0,10 EUR


    da kann man sich schon überlegen, ob Rechtsschutz nicht vernünftiger ist.

  • Eben beesdo77. Mieterrechtsschutz kostet bei der ARAG etwas über 100€ im Jahr. Ich hab mir aber sagen lassen das es auch Mieterschutzbunde gibt die rechtliche Unterstützung bieten. Wir sind da noch am gucken. Gar nicht so einfach wie gedacht.

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