Ähnlich gut argumentiert, wie diese Studie, wäre dann wohl auch die Behauptung, dass es viel sicherer ist, Betrunken zu fahren, weil doch die meisten Unfälle immer noch von nicht alkoholisierten Menschen verursacht werden.![]()
Gruß
Chris
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Ähnlich gut argumentiert, wie diese Studie, wäre dann wohl auch die Behauptung, dass es viel sicherer ist, Betrunken zu fahren, weil doch die meisten Unfälle immer noch von nicht alkoholisierten Menschen verursacht werden.![]()
Gruß
Chris
Re: Re: Re: Alkohol am Steuer besser als Telefonieren?
ZitatOriginal geschrieben von Benz-Driver
hermannstermann
Was heißt "Gewohnheitstrinker"? Was darf man sich darunter vorstellen? Bei uns in Österreich gibt es die 0,5 Promille Grenze, d.h. ein Krügerl ist erlaubt, mehr nicht. Ich bin früher auch mal angeheitert gefahren, zwar nur ca. 300m, aber egal. Auf jeden Fall kann ich aus heutiger Sicht sagen, daß die Reaktionsfähigkeit auf jeden Fall deutlich eingeschränkt ist! Auch wenn man das in dem Moment nicht wahrhaben will! Der Alkoholisierte merkt leider oft nicht, daß er in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist, das ändert aber nichts an der Tatsache, daß er es doch ist! Ich, für meinen Teil, trinke beim Autofahren max. ein Krügerl und ein Seiterl, aber nur, wenn ich mindestens 3 Stunden wo sitze, also im Lokal bin, damit das Seiterl wieder abgebaut ist (man sagt, pro Stunde werden ca. 0,1 Promille abgebaut). Das ist die Grenze, die ich noch verantworten kann und die im gesetzlichen Rahmen liegt. Wenn Du sagt, mit ein paar Bier kannst Du noch fahren, halte ich das für bedenklich. Man muß nicht betrunken sein, um mit erhöhtem Alkoholgehalt einen Unfall zu bauen.
Mit "Gewohnheitstrinker" meine ich, daß ich fast täglich das eine oder andere Bier nach der Arbeit trinke. Das mache ich aber erst, wenn das Auto zuhause in der Garage steht.
Ansonsten geb ich dir natürlich Recht: "Man kann und darf nach ein paar Bier nicht mehr mit dem Auto fahren !" Punkt.
mfg Hermann ![]()
ZitatÄhnlich gut argumentiert, wie diese Studie, wäre dann wohl auch die Behauptung, dass es viel sicherer ist, Betrunken zu fahren, weil doch die meisten Unfälle immer noch von nicht alkoholisierten Menschen verursacht werden.
Stimmt auch wieder ![]()
Hier etwas ähnliches:
ZitatAlles anzeigenUnfälle trotz Freisprechanlage
Das Telefonieren beim Autofahren ist einer schwedischen Studie zufolge mit einer Freisprechanlage genauso gefährlich wie die Benutzung eines Handys ohne eine solche Einrichtung.
Die Reaktionszeiten von Autofahrern seien mit oder ohne Freisprechanlage praktisch gleich, heißt es in einer Studie der schwedischen Straßenverkehrsbehörde SNRA. "Das Problem ist die Ablenkung durch das Telefongespräch", sagte der SNRA-Generaldirektor der Nachrichtenagentur Reuters.
Für die Studie wurden 48 Probanden in zwei Gruppen geteilt. Sie mussten während der 90 Minuten in einem Fahrsimulator in verschiedenen Situationen jeweils etwa zehn Telefongespräche führen - die eine Gruppe mit, die andere ohne Freisprecheinrichtung.
In mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, ist die Handy-Nutzung im Auto ohne Freisprechanlage wegen der erhöhten Unfallgefahr verboten. Viele Handybesitzer nutzen deswegen diese Einrichtungen, die das Telefonieren über Lautsprecher oder Kopfhörer ermöglichen.
Quelle: N-TV
Die Ablenkung ist sicherlich die gleiche. Aber das ist ja nicht der einzige Aspekt. Durch das Halten des Handys ist man aber auch körperlich eingeschränkt, was eines der Hauptargumente ist. Mit einer Zigarette zwischen Zeigefinger und Mittelfinger kann man durchaus noch lenken, mit einem Handy in der Hand kann man das Lenkrad nicht mehr mit dieser Hand bedienen. Zumal Autofahren noch aus mehr als Lenken besteht. ![]()
Schon beim fahren sollste rauchen, und auch's Handy mal gebrauchen oder: Finger weg!
ZitatOriginal geschrieben von Jochen
Zumal Autofahren noch aus mehr als Lenken besteht.
Rasieren, Schminken (mit Hilfe des Spiegels in der Sonnenblende oder, wenn man, besser gesagt Frau, Profi ist, auch im Mittelspiegel), auf der Rückbank die Handtasche/den Rucksack durchwühlen, am Radio/Klima/Navisystem rumspielen, trinken, gegebenenfalls den runtergefallenen Deckel im Fußraum suchen ohne dabei die offene Flasche schräg zu halten, Trinken auf die Klamotten schütten und dann versuchen, ruhigzubleiben und nicht vor Schreck im Sitz aufspringen oder das Lenkrad verreißen bzw. noch mehr Trinken verschütten, was zu Essen suchen (oft ebenfalls auf der Rückbank) und dann essen, Zigaretten suchen-anzünden-rauchen-abaschen, in der Gegend rumschauen oder Leute in anderen Autos beobachten, der Beifahrerin am Knie rumfingern, Gespräche führen, Lieder mitsingen und dabei wild auf dem Lenkrad rumtrommeln...ach ja, hin und wieder Kupplung, Bremse und Gas bedienen und nebenbei etwas schalten, dazu noch der seltene Blick in die Rückspiegel und ganz selten ein echter Schulterblick. Meinst du sowas?
![]()
Handy am Ohr oder auch mit FSE lenkt ab, keine Frage.
Aber: Wenn jemand unter Alkoholeinfluss fährt, ist derjenige von der ersten bis zur letzten Sekunde seiner Fahrt in seinem Reaktions- und Fahrvermögen eingeschränkt.
Ein Telefonat dauert im Ernstfall zwar auchmal einige Minuten, eher selten aber eine komplette Fahrt über.
Dennoch: Wenn ich Leute sehe, die mit Handy am Ohr durch die Gegend eiern (was viele in solch einer Situation dann wirklich tun), dabei vollkommen unvorhersehbare Manöver an den Tag legen (unverhofftes Bremsen, Fahren auf der Gegenspur, ständiger Geschwindigkeitswechsel, Schlangenlinien, gaaaanz langsam (man hat ja nur eine Hand zum Lenken und Schalten frei) über eine Kreuzung bzw. generell beim Abbiegen, usw....dann kriege ich das kalte Grausen und halte doppelt und dreifach Abstand.
Und ich habe aktuell regelmäßig solche Leute vor mir, wohingegen mir betrunkene Fahrer eigentlich noch nie (bewusst) aufgefallen sind.
Insofern sind zwar beide Zustände (Alkohol/Handy) gefährlich und besser ist auch keines der beiden, aber rein statistisch dürfte sich (zumindest mittlerweile) halt öfter ein durch Telefonieren während der Fahrt verursachter Unfall ereignen.
So long...
Klar, Handy in der Hand is nix.
Aber ich finde, man sollte wenigstens das Telefonieren an sich in Relation zu den "normalen Ablenkungen" sehen. Das Telefonieren mit Headset oder Einbau-FSE zu verbieten, bringt imho wenig. Da müsste man dann der Gerechtigkeit halber auch noch Kinder auf dem Rücksitz, Gespräche mit dem Beifahrer, Bedienung von Radio und Klimaanlage/Heizung, ... verbieten... Und am besten noch einen Reaktionstest vor jeder Fahrt vorschreiben, denn Stress, Müdigkeit, Hitze, ... können einen ja auch "fahrunfähig" machen...
btw: Siehe auch diesen Thread...
Ach ja, BTT:
Ich denke mal, Alkohol ist schon deswegen gefährlicher, weil das Gefahren-Bewusstsein deutlich geringer ist. Die "Handy am Ohr"-Fraktion fährt dann doch eher mit 80 der LKW-Kolonne hinterher als mit 160 über die Landstraße (wie so manche "leicht angetrunkenen")... Und wer mit Handy am Ohr 120 fährt, dürfte auch ohne Handy und Alkohol ein Verkehrs-Risiko sein...
Der Unterschied zu Gesprächen mit dem Beifahrer, Bedienung der Armaturen etc. etc. ist ganz klar der:
sie sind pragmatisch gesehen unvermeidbar und in einem gewissen Rahmen auch akzeptabel.
Es gibt über all dies hinaus sehr viele Dinge, die einen Fahrer ablenken. So kann man Ferrarifahrern nicht verbieten, sich im Straßenverkehr aufzuhalten, weil die Erscheinung ihres Autos andere ablenkt. ![]()
Alles hat einen Rahmen. Der ist nicht immer bis in den letzten Fall steckbar. Beim Telefonieren hingegen schon. Daher und weil ein Gefahrenpotential dahinter steckt, wird es auch reguliert. Und das finde ich gut so.
Ich hab auch erst kürzlich von so einer Studie gelesen.
Da wurde die Fahrleistung am Simulator gemessen.
1. über 0,8 Promille
2. Handy mit Freispechanlage
3. im Gespräch mit Beifahrer
Die Ange(Be-)trunkenen schnitten am besten ab, dann die mit Beifahrer, zuletzt die Telefonierer.
Begründet wurde das Ergebnis auch mit der Ablenkung, wobei ein Beifahrer immer noch den Verkehr beobachtet und ggf dann auch still ist.
Leider find ich die Quelle nicht mehr, war aber eine seriöse Seite.
Gruß Oern1
ZitatOriginal geschrieben von Chevygnon
... der Beifahrerin am Knie rumfingern
Angsthase/Feigling! Zumal wo wir ja grad Sommer haben... ![]()
Zitat... ach ja, hin und wieder Kupplung, ... bedienen und nebenbei etwas schalten
Kupplung? Schalten? Stimmt - da war irgendwas... Im alten Europa wurde vor hundert Jahren mal so'ne Technik erfunden...
![]()
In dem Zusammenhang: ich hab (theoretisch - s.o. ;)) sogar beide Hände zum Lenken frei - außer ich will mal kurz rückwärts fahren natürlich :cool: Ich warte auf die erste Studie, dass Rührstab-Fahrer durch mehr Ablenkung und nötige Handgriffe ein höheres Gefahrenpotenzial darstellen. Dann muss nur noch ein Gesetz her, dass ihnen generell das Fahren verbietet, was den weiteren Vorteil hätte, dass schlagartig 80-90% der Verkehrsteilnehmer von den Straßen verschwinden - und endlich mal wieder Platz in den Städten und Autobahnen wäre ![]()
*bump*
Und hier wieder ein Artikel: "Telefonieren am Steuer gefährlicher als betrunken Autofahren" [1]
Auszug: "Telefonierende Autofahrer sind einer neuen Studie zufolge im Straßenverkehr doppelt so gefährlich wie betrunkene Fahrer. Im Vergleich zu nüchternen Autofahrern sei bei den Telefonierern die Unfallgefahr sogar viermal höher, hieß es in einer Studie des australischen Royal Melbourne Hospital."
Naja, kommt immer darauf an, was man unter "betrunken" versteht. IMHO ist Telefonieren am Steuer gefährlicher als Autofahren, wenn man ein Bier getrunken hat. Was aber wenn man so voll ist, nach dem Motto "Gehen kann ich nicht mehr, aber fahren geht noch"? ![]()
Wieder mal ein typischer Fall von: "Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich"
[1] http://www.teltarif.de/arch/2003/kw32/s11192.html
MfG
bimmelbommel
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