Polizei warnt selbst im Internet vor Autobahn-Radarfallen

  • Zitat

    Im Regierungsbezirk Köln können Autofahrer sich jetzt im Internet über Radarkontrollen auf der Autobahn informieren. Auf der Website der Kölner Autobahnpolizei werden in der Rubrik "Presse" die Autobahn-Abschnitte veröffentlicht, auf denen vorrangig "geblitzt" wird.


    Auf diese Weise können sich Autofahrer schon am Vorabend über die geplanten Kontrollen der nächsten Tage informieren. Die Angaben sollen an jedem Werktag aktualisiert werden. Das neue Internet-Angebot sei eine "faire Chance für Autofahrer aus Nah und Fern, einem Bußgeld zu entgehen", sagte der Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters.


    Der Regierungspräsident erinnerte daran, dass zu geringer Abstand und zu hohe Geschwindigkeit zu den Hauptunfall-Ursachen auf den Autobahnen zählen. Aus diesem Grund würden auch weiterhin Zivilwagen zur Tempo-Überwachung eingesetzt.

    Quelle: ddp


    Homepage: http://www.autobahnpolizei-koeln.de


    Finde ich eine gute Idee :top:
    IMHO erzieht man die Leute dazu, sich darüber bewusst zu werden, dass Raserei bekämpft wird.
    Ich gehe mal davon aus, dass trotzdem noch genügend "unangemeldete" Kontrollen gemacht werden und nicht alles angekündigt wird.


    Aktuell heute ist folgendes geplant:
    Dienstag, 12.08.2003
    Frühdienst:
    A 4, zwischen AK Aachen und Grenze/NL
    A4, AD Heumar


    Spätdienst:
    A 3, AD Heumar


    in den Abendstunden:
    A 1, zwischen AK Köln-West und AK Köln-Nord



    Grüße und fahrt vorsichtig,
    SpeedTriple

  • Zitat


    Finde ich eine gute Idee
    IMHO erzieht man die Leute dazu, sich darüber bewusst zu werden, dass Raserei bekämpft wird.
    Ich gehe mal davon aus, dass trotzdem noch genügend "unangemeldete" Kontrollen gemacht werden und nicht alles angekündigt wird.


    --> dito :)
    Außerdem hat diese Maßnahme auch Vorteile für die Polizei selber; ich denke mal, die sind auch darauf bedacht, dass das Abzockerimage, dass denen gerne mal angehängt wird, teilweise revidiert wird.
    Man könnte auch so argumentieren: So bekommt jeder Fahrer eine faire Chance, und wer da noch mit dem Feuer spielt und nachher die Konsequenzen zu tragen hat, ist selber schuld - man kann also den schwarzen Peter nicht mehr so einfach den Grünen in die Schuhe schieben.


    Danni


    PS Teilweise wird sowas ja auch schon in den hiesigen Tageszeitungen oder Radiosendern bekanntgegeben, wann wo eine mobile Radarkontrolle zu erwarten ist. Ich denke hierbei wird die Quelle auch die Polizei sein.

    I think I speak for all women capable of reproduction when I say... no.
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  • bei uns im Radio ist sagen die meistens noch den Namen von dem der die gemeldet hat. Sind eigentlich immer Autofahrer die eine gesehen haben.

    Wenn die Segel nicht mehr glänzen, wenn die Winde nicht mehr wehen
    Werd ich um zu dir zu kommen über Ozeane gehen.

  • DeXTRa


    Ja stimmt, bei den Radiosendern sind das oft normale Leute, die sich melden. Das mit der Polizei als Quelle bezog sich eher auf die Tageszeitungen (mein Satz oben war in der Beziehung etwas verwirrend): z.B. "unsere" Rhein-Hunsrück-Zeitung: dort steht jeden Tag in einer kleinen Spalte, wann und wo mit angemeldeten Radarkontrollen zu rechnen ist, und die Warnung, dass es auch einige unangemeldete Kontrollen geben kann, ist ebenfalls mit angefügt.
    Hierbei müsste dann ja die Polizei bzw derjenige, der die Konzession zum Blitzen hat und bei der Polizei angestellt ist (gibt es hier neuerdings) , diese Informationen einen Tag vorher der Zeitung zukommen lassen.


    LG Danni :)

    I think I speak for all women capable of reproduction when I say... no.
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  • Zitat

    Das neue Internet-Angebot sei eine "faire Chance für Autofahrer aus Nah und Fern, einem Bußgeld zu entgehen", sagte der Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters.


    Ich finde, man kann es mit der Fairness auch übertreiben :rolleyes:


    Die Chance, einem Bußgeld (oder härteren Strafen) zu entgehen, hat nun wirklich jeder Autofahrer. Dafür sorgen schon die Schilder, die an deutschen Straßen alle paar Kilometer darüber Auskunft geben, bis zu welcher Geschwindigkeit keine Bußgelder verhängt werden. Ich will jetzt wirklich nicht den ersten Stein werfen, aber wer diese Schilder mißachtet, verzichtet damit wissentlich auf seine "faire Chance".


    Radarfallen haben IMHO die Aufgabe, die Autofahrer, die die Tempolimits nicht aus Einsicht heraus einhalten - also eigentlich 98% aller Autofahrer - durch Abschreckung dazu zu bringen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Um die Abschreckung wirksam zu gestalten, hat der Gesetzgeber eine Reihe von Sanktionen beschlossen, die nach dem "blitzen" verhängt werden können. Daß diese Sanktionen offenbar allesamt nicht hart genug sind, wenn man sich das Treiben auf deutschen Straßen ansieht, sei nur am Rande erwähnt.


    Diese Abschreckung wird doch aber unwirksam, wenn die Standorte dieser Anlagen bekannt sind. Wenn ich weiß, daß im Großraum Köln 25 (fiktive Zahl!) Radarfallen unterwegs sind, aber nicht weiß, wo sie sind, muß ich anders fahren, als wenn ich weiß "Die A1 ist heute sauber".


    Man muß sich doch nur einmal angucken, wie auf Autobahnen mit gut bekannten Radaranlagen gefahren wird. Im überwachten Bereich halten sich alle, die es wissen, penibel an das Tempolimit und nach der letzten Anlage steigt sofort das Tempo.

    4 8 15 16 23 42

  • Zitat

    Original geschrieben von Saletti
    Die Chance, einem Bußgeld (oder härteren Strafen) zu entgehen, hat nun wirklich jeder Autofahrer. Dafür sorgen schon die Schilder, die an deutschen Straßen alle paar Kilometer darüber Auskunft geben, bis zu welcher Geschwindigkeit keine Bußgelder verhängt werden.


    Naja, eine wirklich faire Chance wäre es dann, wenn die Geschwindigkeitsbeschränkungen sinnvoll vergeben würden. Nur scheint leider bei den Tempolimits schon einkalkuliert zu sein, dass die meisten eh 10 (innerorts) bis 30 (Autobahn) km/h zu schnell fahren. Zudem fände ich's gut, wenn man öfter erfahren würde, warum das Tempolimit existiert (aber bitte nicht Ausreden wie Lärm- bzw. Umweltschutz bei einer stark befahrenen Landstraße neben dem Industriegebiet...). Bei 120km/h auf einer kerzengeraden Autobahn oder 80km/h auf einer baulich getrennten 4-spurigen Landstraße kann niemand allzuviel Akzeptanz erwarten...


    Zitat

    Man muß sich doch nur einmal angucken, wie auf Autobahnen mit gut bekannten Radaranlagen gefahren wird. Im überwachten Bereich halten sich alle, die es wissen, penibel an das Tempolimit und nach der letzten Anlage steigt sofort das Tempo.


    Mehr erwarten die meisten Kommunen ja auch gar nicht. Deswegen werden die Dinger ja auch meistens an Unfallschwerpunkten aufgestellt - dann wird wenigstens da langsam gefahren. Auch wenn bei einigen Fahrern die Konzentration dann wohl eher auf dem Tacho als auf der Straße liegt. Aber irgendwas ist ja immer...

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