Der Bahn-Plauder-Thread

  • Zum Problem wird wenn sie ausfällt, womöglich noch wartend auf freier Strecke. …

    Wie hier:

    „Ein technischer Defekt an einem Regionalzug hat am Samstag einen Großeinsatz auf der Bahnstrecke zwischen Gransee und Buberow ausgelöst. Rund 300 Fahrgäste, darunter zahlreiche Familien mit Kleinkindern und Babys, saßen bei Außentemperaturen von bis zu 41 Grad auf freier Strecke fest.“



    https://www.maz-online.de/loka…5VH5HSNPINQEYYZOP65E.html

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  • Einerseits verständlich, andererseits machts auch keinen wirklichen Sinn Züge präventiv nicht mehr fahren zu lassen. Wo führt das letztlich hin?


    Aber das ist ein Spiegel der Gesellschaft. Einerseits keine Verantwortung zu übernehmen und andererseits, wenn etwas mal nicht so klappt pragmatisch nach einer Lösung zu suchen. Und ganz zum Überfluss kommen dann die ganzen Superexperten aus ihren digitalen Löchern und eröffnen fröhlich ihren Besserwisser- und Shitstormparade. Selbstverständlich rein digital, real kommt da ja sonst nix. Ein gutes Beispiel gibts ja auch hier...


    Anderes Beispiel hier, allerdings ein Baum und Elektrolok...

    https://www.tagesschau.de/news…itze-sonntag-100.html#Zug


    Beim erstgenannten Beispiel heißt es:


    Zitat

    Nach der technischen Überprüfung durch den Triebfahrzeugführer konnte der Regionalzug schließlich wieder in Betrieb genommen werden.


    Da würden mich die Umstände auch ein wenig interessieren.


    Aber da kommt in unserem theoretischen Laberland schon einiges zusammen. Woanders würde mal teils Wasser mitführen und ausgeben. Aber hier im supertollen Schland wird am Wasser abgezogen was geht. Woanders bekommst du häufig an Spendern kostenloses Wasser, oder sonst am Automaten für kleines Geld Wasser. Meinetwegen 50ct oder nen Euro für 0,5 oder 1l. Hier zahlst du für leeres Wasser dann häufig 3-4 EUR, oft noch für sagenhafte 0,5l.


    Ich hab das Gefühl mal steht sich bei vielem echt selber im Weg vor lauter Überreguliererei und Laberei und ist nicht mehr fähig manche sachen pragmatisch zu lösen.


    Andere schießen zurück. In Deutschland würde mal erstmal mal gar nix tun, abwarten, die Wege laufen lassen. Dann eine lange Debatte führen. Und dann Wochen später zu dem Schluss kommen, dass man doch verhandeln müsse. Und nicht handeln.

    Meine liebste Jahreszeit ist Ende Jammerzeit

  • Zitat: Wer jammert oder Quatsch schreibt ... 8)

  • Na die Lok war zu heiß: Hauptschalter geflogen, also kein Strom für Lok und Wagen. Mehr als an der Lok alle Türen zu öffnen, durchlüften und auskühlen lassen geht dann halt nicht.


    Bei diesem Wetter Bahn fahren und generell ohne eigene Buddel Wasser vor die Tür zu gehen. Manche lernen es nur auf die harte Tour...

    🎖️ Inoffizieller TT-Klugscheißer und Allesbesserwisser 🎖️

  • Zitat

    Die DB stört sich an einer angeblich einseitigen Doku über strukturelle Probleme im Bahnverkehr. Nach Angaben des ZDF will der Staatskonzern eine Offlinenahme erreichen.


    Deutsche Bahn soll Depublizierung von ZDF-Doku fordern


    Durch solche und ähnliche Schlagzeilen, die immer wieder auf meinem Bildschirm erschienen, wurde ich erst auf besagte Doku aufmerksam.


    Am Puls der Zeit mit Dunja Hayali: Unsere Bahn: geliebt, verflucht - gefährlich?

    Im Forum ist es wie im echten echten Leben. Jeder agiert nach seinen Fähigkeiten, und bei manchen reicht es eben nur für ein "Haha"

  • Das ÖR, vor allem einzelne dort, überschätzen sich maßlos mit deren Meinung und Kommentaren und sollte sich auf ihre Basis konzentrieren.


    Hoffentlich gehts denen endlich mal ordentlich an den Kragen, Stichwort gesundschrumpfen. Da kommt aus dem Osten ordentlich Druck. Gut so!

    Meine liebste Jahreszeit ist Ende Jammerzeit

  • Wenn man sich die Doku anschaut kann man das in Teilen sogar verstehen...

    Beispiel Stellwerke: Die Doku führt an, dass es quasi keine Digitalen Stellwerke in Deutschland gibt. Dabie wird eine Grafik gezeigt die die Anzahl von Mechanischen, Relaisstellwerken, ESTW und Digitalen Stellwerken aufführt. Und zwischen den Zeilen vermittelt, dass das deutsche Netz zum Großteil dem aus der Kaiserzeit entspricht. Das geht aus zweierlei Gründen in die falsche Richtung. Erstens sind auch ESTWs weiter eine moderne und sinnvolle Lösung, zumal bei den DSTWs quasi gerade erst die ersten Versuchsstellwerke fertig gebaut sind. Ist also logisch, dass es davon nicht schon mehrere Hundert gibt.
    Und zweitens ergibt eine reiner Zahlenvergleich keinen Sinn, da z.B. ESTW und DSTW einen deutlich größeren Streckenabschnitt steuern können als z.B. ein mechanisches Stellwerk.

    Klar, dass die Mechanischen und Relaistellwerke zeitnah modernisiert werden müssen ist richtig, aber es fehlt meiner Ansicht nach die Info, dass die nur in der Grafik dargestellten ESTW nicht ein Relikt aus der Vergangenheit sind.


    Auf der anderen Seite legt die Doku aber auch richtigerweise offen, dass der Bund eben vieles verschlafen hat wie z.B. die Migrationsstrategie zu ETCS.

  • Und zwischen den Zeilen vermittelt, dass das deutsche Netz zum Großteil dem aus der Kaiserzeit entspricht.

    Ich fahre regelmäßig durch den Bereich des ältesten Stellwerk Deutschlands. Das steht in Winden in der Südpfalz, an der Strecke zwischen Neustadt an der Weinstraße und Karlsruhe, einer größten Teils eingleisigen und nicht mal elektrifizierten Strecke, die vom Zustand her ihrer Bedeutung vorne und hinten nicht mehr gerecht wird.

    Auf der anderen Seite legt die Doku aber auch richtigerweise offen, dass der Bund eben vieles verschlafen hat wie z.B. die Migrationsstrategie zu ETCS.

    Das hat mich auch sehr verwundert. Wenn man Videos zum Thema S21, bzw. zum bereits geöffneten Teilstück Ulm - Wendlingen sieht, bekommt man den Eindruck dass ETCS die Zukunft, und auf Neubau- und sanierten Strecken omnipräsent sein müsste. Von politischer Seite wird es auch nicht besser werden. Mit Steffen Bilger wird jemand Bundesverkehrsminister, der mit aller Zurückhaltung eine "zu große Nähe zur Automobilindustrie" (andere sagen Autolobbyist) nachgesagt wird. Er will bei den Kooridorsanierungen der Bahn auch gleich mal auf die Bremse treten. Auch aus einer anderen Perspektive ist das nur dumm. Seit Jahren ist ein möglicher Konflikt Nato - Russland in der Diskussion, und dann lässt man die Schieneninfrastruktur vergammeln, welche für die Logistik der Bundeswehr und anderer NATO-Verbündeten im Falle eines Falles unersetzbar ist.


    Neuer Verkehrsminister stellt Korridorsanierung der Bahn infrage

    Im Forum ist es wie im echten echten Leben. Jeder agiert nach seinen Fähigkeiten, und bei manchen reicht es eben nur für ein "Haha"

    Einmal editiert, zuletzt von Frank73 ()

  • Steffen Bilger

    Ach du Kacke. Ich ahne Schlimmes für die Zeit nach Merz. Nicht wegen Bilger, sondern dem Gesabbel.


    Es scheint sich schon zu bewahrheiten:

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