Wenn du viel Verwandtschaft wie (Groß-)Eltern, Brüder (m/w/d), (Groß-)Onkels (m/w/d), Kusengs (m/w/d), Neffen (m/w/d) hast, von der u. U. einer großer Teil mangels Berufstätigkeit gar keine Bonität für einen Postpaid-Mobilfunkvertrag der Telekom aufweist, dann ist ein solcher "Rahmenvertrag" für die Telekom sehr vorteilhaft.
Für die Telekom, ja. Kann im Einzelfall auch nach hinten losgehen, s.u.
Erfahrungsgemäß handeln Leute aber verantwortungsvoller, wenn sie zur direkt Rechenschaft gezogen werden können.
Dieses Modell ist aber ein Freibrief Roaming- Auslandstele-, Sondernummern- und Drittanbieterkosten zu verursachen, und sich dann ums (zügige) Bezahlen zu drücken.
Kann man alles sperren? Ja, mindestens zum Teil, oder auch ganz. (Ob oder welche Lücken es gibt, entzieht sich meiner genauen Kenntnis.)
Aber da es auch legitime Nutzung gibt, ist das eh nicht immer sinnvoll.
Und in der feingranularen Drittanbieterkonfiguration nur das benötigte freizugeben, dass ist eine Menge Arbeit. Spätestens beim 4 . Anruf mal eben schnell doch diesen oder jenen Anbieter/Dienst freizugeben landet man bei der bequemeren Universalfreigabe.
Und dann ist man jeden Monat beschäftigt mit mehren Leuten "die Abrechnung" zu machen. Ist das die Zeit wert? Für eine Kleckerersparnis und einem übernommen Kostenrisiko?
Ich würde ja, sagen wir mal so 100 - 2.000 € Kaution verlangen, bevor ich die SIM weitergeben würde. Je nach Vertrauenswürdigkeit der Person halt.
Spätestens wenn wg. Filesharings urheberrechtlich geschützten Medien die Anwaltsbriefe kommen wär bei mir komplett schluss mit lustig.
Da gab, oder gibt es doch Streaming Apps, die im Hintergrund (auch) auf einem Filesharingprotokoll laufen. Komme nur nicht auf den Namen... Ah, hier wird das thematisiert. Auch wer in dieser Thematik weniger bewandert ist, könnte den Braten riechen. Aber was schreib ich oben über Verantwortung? Der Nutzer könnte denken, "Ich hab ja nix zu befürchten", was aber so nicht mal stimmt. Dennoch, die ersten Briefe schlagen erstmal nur beim Vertragspartner auf!
Ich hätte auf diesen Zirkus absolut keine Lust. Dem Familienfrieden ist sowas dann auch abträglich.
Am besten man kann bestimmt "Nein" sagen. Oder man ist schon mal gar nicht bei Telekom, dann gibts auch keine Wünsche nach günstigen SIM-Karten.
Wer aber schlecht Nein sagen kann, aktuell bei Telekom unter Vertrag ist, und nicht die vertrauenswürdigste Verwandtschaft hat, der hätte sogar ein nachvollziehbaren Grund von der Telekom weg zu gehen um dem zu entfliehen.
Noch gar nicht beleuchtet, die Perspektive als verantwortungsvoller Nutzer.
Worst Case Szenario 1, einer der andern Mitnutzer (m/w/d) baut Mist, in Form von bsplw. höheren Auslands- oder Roamingkosten, und der Vertragspartner kann (oder will) das auch nicht bezahlen, und es steht eine Sperre des Anschlusses seitens der Telekom an. Das bekommt man schlimmstenfalls erst mit, wenn auf allen SIMs nix mehr geht. Wie bekäme man seine Nummer frei? Und zwar ohne Wartezeit! Wobei man wohl eh auch noch auf den Vertragspartner angewiesen wäre. Wohl dem, wenn man nicht in Sippenhaft genommen wird, weil der Übeltäter zu einem näher verwandt ist.
Szenario 2
Familienzwist mit dem Vertragsinhaber, persönlich oder zw. den Familienzweigen. Ich könnte an den zehn Fingern abzählen, dass die Verfügungsgewalt über die Rufnummer als Druckmittel benutzt würde, oder aus Sippenhaft/Rache entzogen würde.
Kann man in solchen oder ähnlichen Fällen auf Kooperationbereitschaft und einer zufriedenstellenden Lösung seitens der Telekom hoffen?
Ich vermute zwar nicht, aber wie ist das bei Telekom geregelt? Telekom hilft
In Verbindung mit der Nutzung der Nr. zur 2FA wird das noch pikanter. Im Szenario 2 könnte das auch zu Accountübernahme genutzt werden, und zu Rufschädigung genutzt werden. Evtl. auch bis hin zu offensichtlich strafbaren Inhalten über Mail oder SocialMedia Accounts. (Kein Bock auf heute Familienkrach, und morgen aus Rache Hakenkreuzflaggen über meine Accounts gepostet zu bekommen. Aber auch auf harmlosere "Späße" keinerlei Lust.)