Beiträge von geos

    Das ist leider kein Einzelfall. Da fehlt einfach eine "Überwachung" beim TK-Anbieter, der alle Vorgänge, Dienstleister etc. unter Kontrolle hat. Das würde aber extra Geld kosten, das unbedingt gespart werden muss. und je mehr ich mir das überlege, brauchen wir eine bundesweite Ausschreibung für einen Glasfaser Vollausbau und zwar vollständig des ganzen Landes (Fläche) ohne Rücksicht auf angeblichen Bestand oder Bedenkenträger. Wird aber wohl ein frommer Wunsch bleiben.

    Weil (und aus Steuerzahlersicht sage ich bewusst: zum Glück) Telekommunikation in Deutschland eine privatwirtschaftlich gestaltete Dienstleitung ist, ähnlich wie Bäckereien, Friseure, Supermärkte, Banken oder Tankstellen. Muss man nicht mögen und kann stattdessen sich wieder eine Bundespost wünschen, ist aber so.

    Inhaltlich sehe ich übrigens keinen Grund, wieso man in Deutschland zwingend FTTH-Vollausbau benötigen sollte. Das sehen übrigens derzeit auch viele Kunden, die zwar einen FTTH-Anschluss bekommen könnten ("homes passed"), aber keinen entsprechenden Tarif beauftragen, auch so. Hier wird von 27% Uptake-Rate gesprochen.

    https://www.roedl.com/insights…ck-auf-das-kommende-jahr/

    Kann man doof finden, kann man als kurzsichtig und hinterwäldlerisch beklagen, ist aber deren freie Entscheidung.

    Ich persönlich gehe davon aus, dass zukünftig mehr und mehr Leute (solche ohne herausragende Ansprüche) für den Internetzugang komplett auf Mobilfunktangebote setzen werden, hauptsächlich aus Kostengründen.

    Neure Mobilfunkverträge bringen aber automatisch VoLTE mit, was dazu führt, dass über dieses Modems keine Telefonie mehr möglich ist.


    Jetzt hätte ich eigentlich vermutet, dass automatisch ein Fallback auf 2G erfolgt, wenn über 4G kein Rufaufbau zustande kommt. Dem ist aber nicht so.

    Wieso soll bei einem Tarif, der VoLTE unterstützt, kein CSFB mehr möglich sein?

    Über welches Netz reden wir denn? Hat es GSM bei Dir verfügbar?

    Die Auswahl heisst Kableintert - DSL ist mit max 175Mbit uninteressant, weil zudem noch recht instabil.

    Klar, aber diese Möglichkeit hat halt nicht jeder. Schätze Dich also glücklich, diese Option zu haben.


    Ja, irgentwann kommt die Zeit, das DSL abgeschaltet wird - dann werde viele Vermieter dumm in die Röhre schauen, wenn die zukünftigen Mieter nach Alternativen fragen und der Glasfaserprovider denen den saftige Kostenaufstellung schickt.

    Den Vermieter wird es nicht so sehr treffen. Wenn der Mieter wirklich Glasfaser möchte, kann er das dann vermutlich gerne bekommen, wenn er die Kosten übernimmt. Ein Anrecht darauf hat er nicht. Klar, die Wohnung wird vielleicht etwas schwerer zu vermieten, aber je nach Lage stellt das kein Problem für den Eigentümer dar.


    Ich vermute übrigens, dass da nicht einfach DSL abgeschaltet werden wird, auch wenn das jetzt massiv als Drohszenario zur Vertriebsankurbelung von FTTH eingesetzt wird von interessierter Seite. Im schlimmsten Fall stellt der TK-Anbieter von FTTC auf FTTB um.

    Erst sollte die Deutsche Glasfaser ausbauen, ja die wollten bis in alle Wohnungen vorinstallieren und das ist der Knackpunkt.

    Der Ausbau hätte komplett durch Treppenhaus per Kabelkanal erfolgen müssen und das will keiner haben - kann ich ich verstehen. Nächte Problem, vom Treppenhaus in die Wohnungen muss auch dann per Kabelkanal erfolgen, das möchte ich als Mieter z.b. nicht haben.

    Von allen Eigentümern wohnen gerade mal 15% selber hier, teilweise ältere Leute, die sind eh nicht an schnellem Internet interessiert.
    Leerrohre wären nur verfügbar über das Koaxnetz, fällt aber raus, weil Eigentum von Vodafone oder eben Telefonverkabelung.


    Jetzt baut die Telekom unser Gebiet mit der GlasfaserPlus aus, meine Hoffnung, das die dann das Telefonleerrohr nutzen würden.
    Wie geschrieben, ich hab das Thema abgehackt bis klar ob ich dann hier überhaupt noch wohne in 2 Jahren und wie der Ausbau erfolgt

    Danke für die Schilderung. Die Eigentümer hätten also nur einer Unterputzverkabelung zugestimmt? Eine solche dürfte natürlich erheblich teurer kommen, und ich bezweifle dass ein Anbieter bereit ist, dafür die Kosten zu übernehmen.

    Ich fürchte dass es in dem Haus auch vermutlich sowas wie ein "Telefonierohr" nicht gibt; andernfalls wäre man bei der Erkundung auch zuvor schon auf diese Idee gekommen anstatt der Nutzung von Kabelkanälen auf Putz. Falls das Haus nicht relativ neu ist, werden da einfach zwei- oder vieradrige Telefonkabel zu den Wohnung verbaut sein, vielleicht noch ein paar Adern für die Klingelanlage, aber keine Lehrrohre in nennenswertem Umfang.


    Ich fürchte dass diese Situation typisch ist für Millionen von Mehrparteien-Bestandsgebäuden in Deutschland; praktisch für alle solchen Gebäude, die vor sagen wir mal 2000 errichtet und seitdem nicht kernsaniert worden sind.

    Bei "Mietskasernen" in einer einzigen Eigentümerschaft kann die TK-Firma mit dem Eigentümer sich u.U. auf eine technische Lösung, die sie bereit ist zu finanzieren, einigen, also z.B. Kabelkanäle auf Putz, aber bei solchen Gebäuden mit WEG erwarte ich genau solch eine Situation, wie Du sie beschreibst.

    Das wird noch das eigentliche Problem beim FTTH-Ausbau (wenn man es denn als Problem bezeichnen möchte).

    Ich hab gerade nen interessanten Artikel auf LinkedIn gelesen.

    Bevor man Anfäng sich um Notstromversrogungen von Basisstation zu kümmern, sollte man sich mal um viel größeres Probleme kümmern.

    Die Lage von Starkstromleitungen, egal ob Erdkabel oder Freileitung, sind problemlos online zu finden.


    Also werde ein Leitungswege sucht, braucht nur nen Internetzugang.

    Ach, dafür brauchst Du nicht Linkedin zu lesen; der (ein solcher) Link wurde sogar vor ein paar Tagen hier gepostet:

    https://openinframap.org/#12.61/52.42953/13.26939


    Ich glaube allerdings dass dies eine Scheindebatte ist. Security by Obscurity war noch nie ein guter Rat, und interessierte Kreise wissen längst, wo da wie was läuft. Jetzt stoßen halt auch ein paar Journalisten und Politiker auf diese Information.

    Im übrigen wird man auch ganz ohne Karte eine Strombrücke über einen Kanal neben einem Kraftwerk erkennen können.

    War doch eine ehrliche "Beratung". Und wenn Du DSL 175 bekommen kannst, dann sieht's doch erstmal nicht so schlecht aus für Dich. Also einfach abwarten und sich nicht kirre machen lassen.

    Mich würde mal interessieren, was denn der Knackpunkt war bei der WEG-Versammlung. Von welchem Anbieter kam da das Angebot? Und hat der Anbieter nicht angeboten, FTTH in allen Wohnungen für die Eigentümer komplett kostenfrei zu legen?

    Wieso hatten die Eigentümer, speziell wenn sie nicht vor Ort wohnen, etwas dagegen?