Beiträge von hrgajek

    Hallo,


    GSM ist 1991 probegestartet, ofiziell gingen Telekom ("D1") und Mannesmann ("D2 Privat", heute Vodafone) im Juli 1992 an den Start.


    E-Plus ist 1994 in Berlin gestartet und hat dann so allmählich aufgebaut - sie hatten kein nationales Roaming. (International schon)


    1998 ist VIAG Interkom gestartet, zunächst mit einer SIM-Karte die man ins VIAG oder Swisscom-SIM-Karte alternativ einbuchen konnte. Swisscom = Roaming bei D1, D2 und E-Plus. Kein Hand-Over zwischen den Netzen, Umschalten ziemlich umständlich (Handy neu starten und PIN+1 eingeben) , aber Fans haben es geliebt. Es gab (teure) Abrechnungs-Probleme - einen Netz-Boykott von Mannesmann D2 gegenüber VIAG und dann das D1-Roaming.


    Das D1-Roaming wurde dann gekündigt, weil man "Angst" vor Klagen hatte und sich ausrechnete, es selbst billiger hinzubekommen.

    Die Folge: Abschaltung des D1-Roamings an Ecken, wo VIAG/o2 kein Netz hatte, keine Vorabinformation der Kunden, Weigerung zu Sonderkündigungsrechten, viel Frust, viel negative Presse. Die Leute waren zu Recht megasauer :-(


    Dann kam die Fusion zwischen E-Plus und o2 : Es gab neue Funklöcher, Störungen ohne Ende, Frust, aber die "Fans" sind geblieben "weil es ja so günstig ist".


    Jetzt haben wir 2024 und Deutschland ist immer noch nicht flächendeckend ausgebaut! von keinem :-( Satelliten Telefone lassen wir mal außen vor, weil das D1- oder D2-Roaming mit Iridium oder Globalstar wurde komplett abgeschaltet, Thuraya roamt nicht mehr mit o2 und ist in Australien übrigens komplett kaputt, Starlink / Space X wird irgendwann mit T-Mobile US roamen, aktuell noch nix.)


    2022/2023 ist nun 1&1 gestartet zunächst mit o2-Roaming und mit vielen Verzögerungen.

    Weil o2 kein 5G hergeben wollte und weil 1&1 mit Vantage/Vodafone ohnehin ein "Hühnchen" zu rupfen hatte, wurde der absolut geniale Roaming-Deal eingefädelt.


    Jetzt hat 1&1 achtzehn (!) Jahre Zeit, wo sie in Seelenruhe aufbauen können und wo ihnen tief in der Provinz Vodafone das Netz (vielleicht) liefert, wenn Vodafone dort Sender stehen hat oder hinstellt.


    Falls die BNetzA an Montag (übermorgen) an D1, D2, o2 verlängert und 1&1 nichts gäbe, wäre das "optisch blöd", aber kein Untergang (sehen wir es ganz nüchtern)


    Die BNetzA hatte vorgeschlagen, GSM zusammenzulegen und von einer gemeinsamen Gesellschaft (D1, D2 o2) für die Maschinen-Kunden und DumbPhone Nutzer und Roamer mit Uuuuralt-Geräten zu betreiben. Die Reaktion aus der Branche: Offiziell Null - inoffiziell "Ne, viel zu aufwendig, lohnt nicht".

    Die BNetzA könnte das als Bonbon verfügen.

    Sie könnte auch sagen, wenn 1&1 wirklich irgendwo aufbauen will, wo VF aktuell gar nicht versorgt, müssen T, VF oder o2 an 1&1 eine Frequenz vermieten.


    In den nächsten 18 Jahren kann sehr viel passieren:


    - VF und 1&1 legen den Netzbetrieb zusammen

    - VF verkauft sein Netz an 1&1

    - ein neuer Investor steigt bei VF ein und kooperiert dann auch mit 1&1

    - ein neuer Investor steigt bei VF ein und kündigt 1&1

    - VF stellt den Betrieb komplett ein und schaltet sein Netz ab und die Kunden dürfen wechseln.


    - 1&1 baut auf einmal in Lichtgeschwindigkeit und verzichtet selbst auf das Roaming (eher nicht)


    GSM gibts jetzt seit 32 Jahren - und 1&1 funkt jetzt selbst seit 1-2 Jahren.


    Also ... entspannen :-)

    Popcorn holen, SIM-Karte bestellen und am "V.I.A.G. Version 2.0" erfreuen :-)


    VIAG = Vorgänger von o2, turbulenter Start. V.I.A.G = Very Interesting Adventure Game :-) (C) by "hrgajek"

    Dommermuth ist gelernter Banker. Rechnen kann der, vermutlich besser als mancher Großkonzern.

    Aber in die Karten schauen, lässt er sich nicht :D


    Buche bei einer Drillisch-Marke (sim.de handyvertrag.de blacksim.de etc. etc. ) einen 5GB Tarif für monatlich 4,99 Euro, wähle monatlich kündbar (einmalig 19,99 Euro), wähle eine Wunschrufnummer (bei sim.de einmalig 19,99 Euro ) stecke die SIM-Karte möglichst in ein iPhone (ab Modell 12 können die 5G) und schaue, was passiert.


    In den zweiten Slot (bei iPhone als eSIM) steckst du eine Telekom oder Vodafone SIM. Dann bist Du bestens versorgt.

    Aktuell nutzt 1&1 außerhalb seiner eigenen Sender noch o2 , bis mindestens Sommer/Herbst, danach kommt Vodafone.


    Als einziges Netz kann das funktionieren, mir persönlich wäre das ... etwas zu heikel.


    wenn im Herbst die 1&1/Vodafone-Versorgung dir nicht mehr genügt, kannst Du monatlich kündigen und kannst Deinen Enkeln erzählen "Ich war dabei" :-)

    Habe eher zufällig die Anbieter "northe" und "Electroverse" entdeckt - gibts im iOS oder Android Appstore.


    Northe ist an meiner örtlichen Säule günstiger als alle anderen, aber rot umrandet, ich habs noch nicht getestet, ob es gehen würde.


    EnBW 60 Cent

    Electroverse 58 Cent

    Maingau 54 Cent

    northe 43 Cent aber in der App rot umrandet - noch nicht getestet


    Schade EnBW , das habt ihr Euch selbst verdorben.

    Insomnium_88 am Forsthaus Silbertal (zwischen Wachenheim und Lindenberg) soll ein Mast gebaut werden (oder ist schon im Bau), Verzögerungen könnte es durch die Vollsperrung der Straße ("K16") zwischen Wachenheim und Lindenberg) geben, die aktuell komplett erneuert wird. Wenn ich mich recht irre, baut DFMG (also Telekom) diesen Mast, die andern können dann später auch mit drauf.


    Elmsteiner Tal ist inzwischen etwas besser versorgt, aber da ist noch gewaltig Luft für einen weiteren Ausbau. (In Elmstein (Ort) gibts sogar 5G)


    Aber wenn Du Deine Ruhe haben willst, empfehle ich das Gasthaus "Stilles Tal", der Name ist Programm. Da ist nichts, aber auch absolut gar nichts zu empfangen (ok, vielleicht Iridium :-)

    Was ist das Geheimnis von Fee? Die sind ja mit Ultratiefstpreisen in den Markt gegangen.

    Ich vermute mal effizient durchorganisiert bis ins Detail und Sonderwünsche gibts keine. Wie ist der Kunden-Service, falls doch was entgleist?

    o2 sagt, dass die Programme in der Cloud "encrypted" seien, und zwar Ende zu Ende. Ich verstehe zu wenig von Cloud-Technik, kann man auf einem cloud-Rechner Programme laufen lassen, deren Inhalte und Funktionen vom Cloud-Anbieter wirklich nicht entschlüsselbar oder mitlesbar sind?


    Und wenn das Ausrollen neuer Funktionen und Dienste wirklich so schnell und flexibel geht:


    Fördert das nicht die Neigung, "laufend was Neues" auszuprobieren, auch wenn das noch halbfertig und unausgereift ist?


    Wie ist die Netzstabilität für Anwender die einfach nur zuverlässig Verbindungen wollen oder brauchen?


    Ganz wichtig: Fehlende Sender/Antennen kann man nicht in die Cloud verschieben, sondern die müssen vor Ort gebaut werden. Das wird gerne übersehen. Ja das kostet Geld.


    Und bei o2 sehe ich das Problem, dass die Verschmelzung von o2-de ("Squeeze out" und Auflösung der Telefónica Deutschland Holding AG) in den Mutterkonzern die spanischen Kostenrechner auf den Plan ruft, d.h. jede neue Antenne, jedes Update von Legacy Systemen wird erst mal kritisch betrachtet ("zu teuer, muss das sein?").


    1&1 möchte auch mehr werthaltige Kunden und wir schnell merken, dass sie nur über den Preis überleben können und o2 sitzt zwischen allen Stühlen. Telekom kann den deutschen Netzausbau dank der erfolgreichen Tochter T-Mobile.US stemmen :-)

    Ehemalige Windräder sind da schon beliebter, kenne da zwei Fälle in der Gegend, wo der Mast nun eine neue Funktion hat, weil die neuen Mühlen ne Ecke größer sind. Ist ja auch Win-Win: Der Vorbesitzer muss nicht abreißen und die Mobilfunker können ohne Baugenehmigung auf einem fertigen Mast einziehen, der wohl auch statisch keine nennenswerten Einschränkungen hat.

    Das heißt, die bauen die Rotorblätter (und den Generator) ab und der Mast ist dann einfach nur noch Mast? :-)