Wenn es um den Empfang in Gebäuden geht ist LTE klar im Vorteil.
Nein ist es nicht, daher passt der Vergleich mit E-Plus auch nicht. Du wirfst hier nämlich einige Dinge durcheinander.
Wenn es um den Empfang in Gebäuden geht ist LTE klar im Vorteil.
LTE nutzt zb Reflektionen durch Wände aktiv aus um Fehler zu korrigieren. Bei sehr schlechtem Pegel schaltet LTE automatisch auf eine sehr robuste Modulation (z. B. QPSK) um. Die Datenrate sinkt zwar drastisch aber die Verbindung bleibt bestehen, während ein GSM Telefonat schon längst abgebrochen wäre.
Puh, das klingt schon stark nach Marketingzeugs. LTE nutzt Reflexionen nicht aktiv aus, sondern ist durch OFDM, zyklisches Präfix etc. lediglich toleranter gegenüber Reflexionen (Mehrwegausbreitungen). Also LTE ist da schon von Vorteil, GSM struggelt da. Aber "aktiv ausnutzen" ist technisch nicht korrekt. ![]()
Wenn RSRP bzw. SINR zu schlecht werden, hilft auch QPSK irgendwann nicht mehr, dann bricht die Verbindung schlicht ab. Außerdem sollte man beim Link Budget auch den Uplink berücksichtigen: Ein GSM-Endgerät kann bei 1800 MHz bis zu 30 dBm senden, während bei LTE typischerweise bei 23 dBm schluss ist. Diese rund 7 – 8 dB Unterschied können insbesondere indoor einen deutlichen Einfluss haben, da der Uplink häufig der limitierende Faktor ist. Das ist ein erheblicher Vorteil, vor allem indoor.
Auch werden Pakete nicht einfach magisch wiederhergestellt wie du schreibst, sondern neu gesendet oder durch FEC korrigiert.
ZitatKlar 1800 MHz hat eine etwas geringere Dämpfung als 2600 MHz, der Unterschied beträgt rein rechnerisch ca. 3,2 dB.
In einer städtischen Umgebung mit Reflexionen wird dieser kleine theoretische Unterschied durch konstruktive Interferenz überlagert. Wenn du z. B. 500 Meter vom Mast entfernt bist, ist dieser 3 dB Unterschied im Rauschen der Umgebung fast unsichtbar. Außerdem, physikalisch bedingt haben Antennen bei 2600 MHz oft einen um 1–2 dBi höheren Gewinn als bei 1800 MHz. Dieser höhere Antennengewinn bei B7 frisst einen großen Teil der zusätzlichen Streckendämpfung direkt wieder auf, letztendlich macht es also nur einen geringen Unterschied ob ich jetzt auf 1800MHz oder 2600MHz sende.
Und was ist mit der Gebäudedämpfung? Hast du diese vergessen? Da kann, je nach Bausubstanz zwischen 5 - 12 dB zusätzliche Dämpfung für 2600 MHz gegenüber 1800 MHz auftreten.