Beiträge von effecteD

    Es würde funktionieren, wird aber nicht genutzt. Vodafone trennt an diesen spezifischen Standorten Daten und Sprache. Für Sprache erfolgt ein CSFB auf 2G über die alte Bestandsleitung. Da brutuswink da eh nochmal hin fährt, kann er das ja testen/bestätigen.

    Das stimmt nicht, natürlich ist die VoLTE Nutzung möglich. An den Standorten wird auch GSM abgeschaltet, da die alte E1 Leitung entfällt.


    s gibt noch keinen regulatorischen Rahmen für Mobilfunk über Satellitenanbindung in der EU, deshalb vermeidet man es vorausschauend ein nationales Gespräch über einen tausendekilometerlangen Laserlink zu beamen.

    Wenn die Daten verschlüsselt durch einen Tunnel übertragen werden, wo soll es da Datenschutztechnische Bedenken geben?

    effecteD Du widersprichst dich irgendwie im 1. und 2. Absatz.

    Im 1. verneinst du den LTE-Vorteil, im 2. sprichst du dann LTE den Vorteil wieder zu: "Also LTE ist da schon von Vorteil, GSM struggelt da."


    Sinngemäß sind eure Aussagen doch gar nicht so unterschiedlich...

    Das war nur auf die Reflexionen bezogen. In diesem Punkt ist LTE durch OFDM robuster. Ansonsten gilt das andere geschriebene und somit passt meine Aussage.


    Doch LTE nutzt Mehrwegeausbreitung aktiv durch den Zyklischen Präfix und nutzt Reflexionen zur verbesserten Datenerkennung.


    Das habe ich doch so geschrieben? Du hast meine Passage im Grunde nur wiederholt. Multipath-Toleranz heißt aber nicht automatisch bessere Ausbreitung oder Reichweite.


    Auf GSM 1800 wird maximal mit 1 Watt gesendet das ist Korrekt, aber LTE ist auch hier trotzdem im Vorteil.

    LTE BBUs verfügen über extrem rauscharme Verstärker und digitale Signalprozessoren, die wesentlich schwächere Signale vom Endgerät noch sauber verarbeiten und auswerten können.


    Ich würde mich hier nur wiederholen, fakt bleibt nun mal das Link-Budget und das machst du mit deinen genannten Faktoren nicht weg. Du meintest wahrscheinlich RRU? BBU macht nur die Baseband-Signalverarbeitung. ;)


    So jetzt wieder BTT, damit der Thread nicht abdriftet ins tief technische. ^^

    Wenn es um den Empfang in Gebäuden geht ist LTE klar im Vorteil.

    Nein ist es nicht, daher passt der Vergleich mit E-Plus auch nicht. Du wirfst hier nämlich einige Dinge durcheinander.


    Wenn es um den Empfang in Gebäuden geht ist LTE klar im Vorteil.

    LTE nutzt zb Reflektionen durch Wände aktiv aus um Fehler zu korrigieren. Bei sehr schlechtem Pegel schaltet LTE automatisch auf eine sehr robuste Modulation (z. B. QPSK) um. Die Datenrate sinkt zwar drastisch aber die Verbindung bleibt bestehen, während ein GSM Telefonat schon längst abgebrochen wäre.

    Puh, das klingt schon stark nach Marketingzeugs. LTE nutzt Reflexionen nicht aktiv aus, sondern ist durch OFDM, zyklisches Präfix etc. lediglich toleranter gegenüber Reflexionen (Mehrwegausbreitungen). Also LTE ist da schon von Vorteil, GSM struggelt da. Aber "aktiv ausnutzen" ist technisch nicht korrekt. ^^


    Wenn RSRP bzw. SINR zu schlecht werden, hilft auch QPSK irgendwann nicht mehr, dann bricht die Verbindung schlicht ab. Außerdem sollte man beim Link Budget auch den Uplink berücksichtigen: Ein GSM-Endgerät kann bei 1800 MHz bis zu 30 dBm senden, während bei LTE typischerweise bei 23 dBm schluss ist. Diese rund 7 – 8 dB Unterschied können insbesondere indoor einen deutlichen Einfluss haben, da der Uplink häufig der limitierende Faktor ist. Das ist ein erheblicher Vorteil, vor allem indoor.


    Auch werden Pakete nicht einfach magisch wiederhergestellt wie du schreibst, sondern neu gesendet oder durch FEC korrigiert.


    Zitat

    Klar 1800 MHz hat eine etwas geringere Dämpfung als 2600 MHz, der Unterschied beträgt rein rechnerisch ca. 3,2 dB.

    In einer städtischen Umgebung mit Reflexionen wird dieser kleine theoretische Unterschied durch konstruktive Interferenz überlagert. Wenn du z. B. 500 Meter vom Mast entfernt bist, ist dieser 3 dB Unterschied im Rauschen der Umgebung fast unsichtbar. Außerdem, physikalisch bedingt haben Antennen bei 2600 MHz oft einen um 1–2 dBi höheren Gewinn als bei 1800 MHz. Dieser höhere Antennengewinn bei B7 frisst einen großen Teil der zusätzlichen Streckendämpfung direkt wieder auf, letztendlich macht es also nur einen geringen Unterschied ob ich jetzt auf 1800MHz oder 2600MHz sende.


    Und was ist mit der Gebäudedämpfung? Hast du diese vergessen? Da kann, je nach Bausubstanz zwischen 5 - 12 dB zusätzliche Dämpfung für 2600 MHz gegenüber 1800 MHz auftreten.

    Das muss genehmigt werden. Die Bundesnetzagentur möchte vier Netze.


    Ich glaube nicht, dass in einem gesättigten Markt, wie es der deutsche nun mal ist, vier Netze dauerhaft wirtschaftlich tragbar sind. Denkbar wäre langfristig sogar, dass es in ferner Zukunft nur noch zwei Netzbetreiber in Deutschland gibt und der Rest über MVNO realisiert wird.


    Die Kosten sind in den letzten Jahren gestiegen (Hardware etc.) bei gleichzeitig weitgehend stabilem ARPU.


    Wenn die BNetzA gerne vier Netze möchte, kann sie ja zusammen mit der MIG eins aufziehen und Zugänge an MVNO vermieten.

    Leider kein Wort wie das Deutschland-Geschäft weiter gehen soll.

    Wahrscheinlich schön sparen. Das wird man dann auch im Ausbau des Netzes bemerken, wenn die Investitionen zurückgehen. Vermehrt schaltet man ja auch schon komplette Bänder ab und nur aktiv, wenn ordentlich Last auf der Station ist um Strom zu sparen.


    Vielleicht wäre doch eine Fusion mit 1&1 irgendwann ratsam?

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Telekom 2028, nach Einstellung von GSM, 5 MHZ abgibt. Ich habe in den Kommentaren bei Teltarif gelesen, dass man wohl nicht ohne weiteres mehr als 10 MHZ in B8 nutzen kann. Weiß nicht, ob das stimmt. Da wäre eine (natürlich nicht kostenlose) Abgabe von 5 MHZ ein Win / Win für beide. Bis dahin haben sie das mit den Netz-/Bandwechseln vermutlich bei 1&1 auch im Griff

    Warum sollte das Win / Win für beide sein? Die Telekom könnte B8 auch zu n8 (5G) swappen und könnte da problemlos ihre 15 MHz Bandbreite nutzen. Die Telekom wird freiwillig die 5 MHz nicht abgeben.

    Und wenn dann 4G abgeschaltet wird und 5G nur noch als SA daherkommt

    Ich würde eher sagen, dass 4G 5G überleben wird. LTE wird wahrscheinlich das neue GSM. Mit der Implementation in die Netze hakt es ja auch bei NR, sonst hätte man schon SA ordentlich ausgerollt.