Beiträge von Mister79

    Bei Backups in der Cloud ist es z.B. umgekehrt. Und der »Kunde« soll dann auch den ganzen Traffic der KI-Crawler etc. mitzahlen? Das Internet funktioniert nicht nach dem Schema Hersteller und Verbraucher, und man sollte auch nicht versuchen, das vollends in diese Richtung zu transformieren.

    Nicht ganz falsch aber verkürzt und etwas durcheinander…


    Der wichtigste Punkt ist korrekt:


    „Das Internet funktioniert nicht einfach wie Hersteller —-)Verbraucher“


    Das ist genau der Kern der Peering-Debatte.



    Wo deine Aussage unsauber wird


    „Kunde soll Traffic der KI-Crawler mitzahlen“


    Emotional völlig verständlich, technisch aber nicht sauber.


    Google oder AI verursachen Traffic vom Rechenzentrum zum Seitenbetreiber


    Genau das ist der Punkt, denn dieser Traffic läuft über verschiedene Netze und werden durch bestehende Peeringverträge geregelt.


    Der Endlunde zahlt das nicht einzeln direkt, sondern pauschal über seinen Internetanschluss.


    Die Telekom möchte aber das die Anbieter denen hilft beim Ausbau, die Anbieter sagen, wieso, die Kunden von Euch zahlen doch schon.


    Du vermischt hier verschiedene Traffic Arten, Backups, KI Crawler, Streaming…


    Die Aussage:


    „Bei Backups ist es umgekehrt“


    klingt logisch, ist aber kein gutes Argument im Peering, da kleine Datenmengen vom Endkunden und nicht regelmäßig.


    Peering und Probleme entstehen durch asymmetrische Datenmengen, nicht durch Uploads von Usern.


    kI Crwaler


    Erzeugen Traffic zwischen Rechenzentren und laufen über Backbone und Transit Netze. Das ist mehr Emotional von Dir.


    Die Aussage nicht für Mails anderer zu zahlen…


    So gesehen wäre E Mail auch ein Thema, denn indirekt bezahlt man für Mails anderer. Hier auch asymmetrisch


    „Das Internet funktioniert nicht nach Hersteller und Verbraucher“


    Ist richtig aber dieser Satz wird in der Regel jegliche Form der Kostenverteilung blockieren.


    Meine Meinung:


    Die Telekom ist eine Datenschleuder. Auch wenn sie gerne erfolgreicher Conntentanbieter wäre. Ist sie nicht, wird sie auch nicht. Das ist deren Aufgabe.

    Das ist genau der Weg, den Vodafone jetzt auch gehen wird.


    Und in meinen Augen ist der auch vollkommen richtig. Die Content-Anbieter verdienen sich mit ihrem System dumm und dämlich aber die Kosten für den Netzausbau, worüber deren ganzer Müll verbreitet wird, tragen die Nutzer über ihre Providerverträge.

    Ich sehe den Punkt, aber ganz so einfach ist es nicht. Der Kunde bezahlt seinen Internetanschluss ja bereits beim Provider und zwar genau dafür, Daten aus dem Internet abzurufen. Wenn jetzt zusätzlich Content Anbieter zur Kasse gebeten werden, läuft das im Grunde auf eine doppelte Monetarisierung hinaus.


    Außerdem profitieren die Provider ja selbst massiv davon, dass es überhaupt große Content-Anbieter gibt. Ohne Dienste wie Streaming, Cloud oder Social Media wäre die Nachfrage nach schnellen Tarifen deutlich geringer. Das heißt: Der Ausbau der Netze wird nicht nur „für fremde Inhalte“ gemacht, sondern ist ein zentraler Teil des eigenen Geschäftsmodells.


    Am Ende zahlt sonst nicht „der große Content-Anbieter“, sondern indirekt wieder der Nutzer – entweder über höhere Abo-Preise oder schlechtere Qualität.

    Das Peering ist auch mobil ein Thema. Generell scheint aber die Telekom den geringsten Traffic mobil zu haben, auch werden wohl die wenigsten mobil ihren PC auf Cloudfare täglich hochladen oder Ping lastige Games über 4G spielen. Daher ist es dort weniger ausgeprägt. Frank und Co. wo sich ja scheinbar die Mehrzahl rumtreiben eignen sich in der Regel dafür auch weniger.


    Korrektur:


    Die Telekom schiebt von den 3 Anbietern nur auf Platz 2 Datenmengen. 5 Milliarden GB im Jahr

    Die Gerüchte liesst man ständig - wo sind die den, ich habe keine.

    Und Vodafone baut beim Peering nicht ab, sondern um, die ziehen Kapazitäten um auf einen privaten Peering-Partner, um bei den Content-Anbietern abzukassieren ( um es mal platt zu sagen ) und um ihre Kapazitäten am DeCIX zu reduzieren, die ja nicht gerade günstig sind.
    Mit den großen Anbietern ( Google, MS, Meta usw. ) haben die direktes Peering und da wird sich so schnell auch nichts ändern.

    Weil du keine hast, ist es ein Gerücht?


    Das Problem tritt auch mehr im Festnetz als im Mobilfunk auf. Ist aber keine Neuigkeit das diese auch im Mobilfunk auftreten kann, wenn die Kapazitäten nach Region von der Telekom erschöpft sind. Das der Ausbau im Peering Grenzüberschreitend kaum stattfindet, ist keine Neuigkeit oder Gerücht.


    Auch ist es kein Gerücht das die Telekom dazu Stellung bezogen hat:


    Sie sieht Peering primär als wirtschaftliche Verhandlungssache, nicht als technische Selbstverständlichkeit.

    • Telekom: „Wer viel Traffic verursacht, soll zahlen“
    • Kritiker: „Das widerspricht einem offenen Internet“


    Auch werden deine Gerüchte indirekt als Fakt bestätigt


    Die Telekom bestätigt ihre Strategie, und genau daraus entstehen die Probleme:

    • Sie setzt stark auf bezahltes (privates) Peering
    • Große Dienste müssen zahlen, sonst läuft Traffic über Umwege
    • Diese Umwege können überlastet oder langsamer sein

    Das wird auch in technischen Diskussionen und Support-Kontexten so erklärt (z. B. bei Cloudflare-Fällen) (Telekom Hilft Forum)


    Kritiker sagen:

    • Engpässe entstehen absichtlich oder werden in Kauf genommen
    • Beschwerden sprechen von „künstlichen Engpässen“

    Telekom sagt dagegen:

    • Das ist normale Marktlogik
    • Wer viel Traffic schickt, soll zahlen
    • Das Netz selbst sei nicht „kaputt“

    Am Ende kann man es mit folgenden Punkten zusammenfassen:

    • Technische Symptome werden nicht bestritten
    • Die Verantwortung dafür aber anders interpretiert


    Die Telekom bestreitet nicht die Existenz des Themas, aber:

    • Sie nennt es kein „Problem“ oder „Fehler“
    • sondern eine bewusste Peering-Strategie / Geschäftsmodell

    Das ist der entscheidende Punkt.


    Das Thema ist kein reines Gerücht, sondern wird seit Jahren diskutiert, nur wird es von den Anbietern nicht als Problem eingeräumt, sondern als Geschäftsmodell dargestellt.

    Und bei Vodafone ist es ähnlich: Dass Kapazitäten von öffentlichen Exchanges wie DE-CIX auf private Interconnects verschoben werden, ist nichts Ungewöhnliches. Ob das am Ende schlechter oder besser für Kunden ist, hängt vom konkreten Routing ab, „abkassieren“ ist da eher eine Interpretation.


    Die Diskussion ist absolut kein Gerücht, sondern taucht regelmäßig bei Fachmedien auf


    Technikmedien (z. B. Berichte über Peering-Streitigkeiten)Beschwerden bei der BundesnetzagenturErfahrungsberichte von Nutzern (Gaming, Streaming, Cloud)Es ist schwer etwas als Problem einzustufen wenn es von der Gegenseite als Fehler einräumt wird. Deshalb wirkt es für Dich vielleicht als Gerücht...Am Ende ist es aber überall nachzulesen...


    Mein Fazit zu der Aussage Gerücht:


    Stimmt, „Gerüchte“. Wenn sich Effekte über Jahre reproduzieren lassen, regelmäßig dokumentiert werden und es sogar bei der Bundesnetzagentur landet, spricht vieles dafür, dass es einfach Einbildung ist. Die Deutsche Telekom nennt es ja auch kein Problem, sondern ein Geschäftsmodell, dann ist die Sache im Grunde geklärt.

    Und Vodafone „baut um“. Dass dabei Traffic vom DE-CIX auf private Interconnects verschoben wird, ist sicher rein zufällig deckungsgleich mit wirtschaftlichen Interessen. Aber gut, solange die Begriffe stimmen, passt die Realität ja meistens auch.

    Komplett 5G abschalten ist aber wenig sinnvoll, SA vielleicht.

    Also ich finde, da man generell mit dem normalen Umgang und arbeiten mit einem Telefon so oder so nicht erkennen kann, außer bei Android mit dem + ob man im SA oder NSA oder was auch immer ist, und der Speed im O2 Netz jetzt so oder so nicht berauschend ist, ist es kein Verlust auf 5G zu verzichten und komplett auf 4G zu bleiben. Selbst wenn wir jetzt an einer N78 Station vorbei kommen, limitiert wieder der Tarif oder die Anbindung. Aber blos nicht laufen dabei, sonst ist man schneller aus der N78 raus als man reingekommen ist. Die gefühlt 100000000000000 700 MHz Aufschaltungen auf 5G als Frequenz bringen mir jetzt auch keinen wirklichen Unterschied. 4G wurde bei der Herz OP am Netz besser und schneller nutzbar ausgebaut (selbst die Spar/Schnellumbauten haben spürbar mehr gebracht) als O2 sein 5G wirklich auf Leistung bringt. Wir befinden uns doch im Vorgabenausbau, schnell Vorgaben erfüllen, ob da was durch die Leitung geht oder nicht, juckt doch im Moment bei O2 keinen. Die Verdichtung kommt später.

    Irgendwo spürt man dann das fehlende 1&1 Geld.

    Ist doch so oder so alles spekulativ hier. Aber am Ende würde ich sagen, dass fehlende Geld von den Doppel Einsen ist doch nur so gravierend, weil TEF S.A rauszieht um sich selber am Leben zu erhalten. Da am Ende dort nichts sinkt an Abgaben, fehlt natürlich das Geld von 1u1 aber auch dort würde ich sagen, hab es aber nicht überprüft, ist ein Teil der Einnahmen an TEF SA gegangen.


    Vodafone geht es doch nicht anders, da sind es die Engländer die sich am Leben erhalten. Sonst wäre dort auch schon der Sinkflug eingeleitet.


    Im Ganzen denke ich das spätestens mit 6G es wieder zu Konsolidierungen kommen wird. Die immer dichter werdenden Standorte und der Druck auf Glas als Anbindung, werden viele nicht stemmen können. Nicht nur bei uns in DE. Aber ist alles spekulativ.

    Und als Gegenleistung soll ich jetzt einen Standort nennen bei dem es andersrum ist? Machen wir uns doch jetzt nichts gegenseitig vor, wir wissen doch beide dass die Telekom in der Fläche mehr schnellere Standorte als O2 hat. Genau so wie wir wissen, dass die Telekom mehr Glas zu den Masten hat. Möchtest du jetzt auch einen Telekom Richtfunk gegen einen O2 Glas gegenhalten?


    Am Ende hab ich schon länger das Gefühl, dass es wieder bei O2 anfängt zum klemmen, im Netzausbau…

    Ich denke das ohne Vodafone man an Orten, wenn man sich nicht bewegt, zwar in das Netz kommt aber es völlig überlastet wäre. Versorgt im Sinn von Netz mag sein, in der Form nutzbar, ohne Vodafone? Wohl nicht so. Auch muss die Verweildauer bedingt durch die Abdeckung sehr kurz sein. Ist ja nicht mal gesichert das 1u1 wirklich Last auf den Sendern möchte. Oft lesen wir ja hier das die Reichweite auf Minimal läuft.