Die Telekom schaut leider nur darauf, in welcher Richtung mehr Daten fließen, nicht wer die Anfrage initiiert hat.
Ja mag ja sein, dass die Telekom nur darauf schaut. Ändert aber nichts an der Tatsache wie es technisch läuft.
Unabhängig davon beschwert sich die Telekom ja darüber das mehr Traffic von außen nach innen geht. Also das Ungleichgewicht z.B bei Netflix von den USA hier rüber kommt und somit der Übergabepunkt schwächelt und die Telekom hier auf Ihrer Seite Kapazitäten ausbauen müsste.
Die Telekom spricht ja oft von diesen Übergabepunkten, um klarzumachen, wo die Daten zwischen internationalen Netzwerken und dem heimischen Netz ausgetauscht werden. Wenn KI Crawler, die im Inland starten, aber für die Verarbeitung ins Ausland gehen, dann läuft der Traffic ja doch über diese Punkte. Es könnte also sein, dass sie sich da in der Praxis widersprechen, oder es ist einfach eine Frage der Definition, wo genau der "Inlandspunkt" ist.
Wenn die KI-Crawler quasi als "Besucher" von deutschen Webseiten agieren, dann könnte das für die Telekom durchaus positiv sein, weil sie ja dann den Transitverkehr von Deutschland ins Ausland mitverdienen. Würde also heißen, die Daten, welche sie transportieren, bringen dann am Ende Geld in die Bilanz, auch wenn die KI im Inland startet.
Wenn wir zum Beispiel sehen, dass Netflix sehr viel Daten nach Deutschland bringt, aber der KI-Crawler genau umgekehrt arbeitet (wie von Dir angemerkt) und zum Beispiel Daten von Deutschland ins Ausland holt, dann gleichen sich diese Ströme am Ende aus. Das heißt, das Volumen, das hin und her geht, würde dann bilanztechnisch gegeneinander aufgerechnet werden.
Man muss einfach mal akzeptieren, dass die Telekom hier Gründe sucht, um die eigene Bilanz zu verbessern oder aber am Ende andere sucht die das Netz finanziell aufbauen.
Die Geschichte der Telekom seid der Privatisierung ist geprägt davon, dass man einen Sch... sich darum kümmert wie das Netz in Deutschland läuft. Man hat es nicht modernisiert, mal hier und dort was neues gebracht aber wirklich auf Stand gehalten, mehr als Reparaturen, sind da auch nicht passiert. Der Glasfaserausbau ist ja nicht gestartet weil die Telekom es für sinnvoll hält, sondern weil es Vorgaben gibt, die gesetzlich mehr oder weniger verankert wurden. Auch weil neue Gewichte entstanden sind, die sonst eigentlich mit der Telekommunikation nichts zu tun hatten und plötzlich sich Inseln innerhalb Deutschland ergeben haben.
Mir als Endkunde gefällt es gar nicht an Ort A auf die DG angewiesen zu sein, an Ort B aber auf Westconnect ähhh EON usw. und damit preislich praktisch dem Monopol ausgeliefert zu sein.
Wir weichen aber vom Thema ab. Generell ist die Telekom alles andere als daran interessiert ob du gut oder schlecht telefonieren kannst, es geht lediglich darum, ob du es kannst und den Kipppunkt der Unzufriedenheit zum Preis zu halten. Parallel dazu sucht man über das Peering nach Möglichkeiten sich das zu einem großen Teil noch bezahlen zu lassen.
Die Telekom sieht gerne Ungleichgewichte aber meistens nur dann, wenn es die Telekom betrifft. Wenn die Telekom für ein Ungleichgewicht sorgt, dann ist das völlig normal. Für mich und meiner persönlichen Meinung ist die Telekom ein Unternehmen mit dem ich eigentlich nichts zu tun haben möchte.
Vodafone und O2 denken natürlich nicht anders aber auf Grund der Marktmacht spielt man nach außen wenigstens noch eine etwas andere Musik.