Beiträge von Stromae

    Ich glaube, dass die Akkus so langsam ihr Bestes hinter sich haben, bei dem Alter der Anlage.

    Weiß man nie so genau, Bleiakkus können sehr lange halten, die altern eher über die Lade- und Entladezyklen und weniger über das echte Alter.

    Nach 500 Lade- und Entladezyklen liegt die Kapazität in der Regel noch bei 70-80% und so oft fällt in Deutschland der Strom nicht aus.

    In Kaiserslautern gibt es ja mittlerweile einige 1&1 Einträge bei der BNetzA, davon wurde bisher noch nichts gebaut.

    Nur ein einziger Standort wurde bereits aufgebaut und zwar ist das der einzige welcher 1&1 only ist und der steht mittlerweile seit Oktober fertig gebaut, es gibt aber immer noch keinen Eintrag bei der BNetzA und auch auf

    Nachfrage bekommt man von der BNetzA die Antwort das für diese Adresse bisher keine Genehmigung beantragt oder ausgestellt wurde.

    Man lässt sich also eine Handvoll Standorte genehmigen, baut aber nicht, und den Standort den man baut lässt man sich nicht genehmigen. :/:rolleyes:

    Wenn dazu noch Fragen aufkommen, einfach Fragen.

    Das Thema ist ziemlich komplex, aber trotzdem versuch ich es möglichst einfach zu erklären.


    Ob sich 1&1 damit einen gefallen getan hat glaub ich nicht.

    Lieber hätte man eine Partnerschaft mit Samsung und oder Nokia abgeschlossen und normale ORAN Technik verbaut.

    Dann wäre das ganze zwar immer noch Beta gewesen, aber man hätte wesentlich weniger Probleme und könnte Standorte auch per Richtfunk anbinden und wäre nicht zwingend auf eine BlackFiber angewiesen.

    Man wäre sehr Wahrscheinlich schon viel weiter was den Ausbau angeht und es würde nicht Ewigkeiten dauern bis Standorte endlich online gehen.

    Ich danke euch für eure Ausführungen. Die 10km Grenze ergibt sich dann also zu allererst aus den eingesetzten Komponenten, die 1&1 bezieht. Es gibt ja durchaus Module, die auch 40km ohne Verstärker/Repeater schaffen. Zumindest für klassisches Ethernet.

    Hier werden ja nicht einfach Datenübertragen sondern ein Signal das 1:1 umgewandelt in ein elektrisches Signal so von den Antennen gesendet werden muss.

    Es gibt also nicht die Möglichkeit defekte Pakete erneu zu erfragen oder zu reparieren. da es zeitlich keine Verzögerung geben darf. Daher auch die Begrenzung auf 10km.


    Bei meinen "Recherchen", wenn man es denn so nennen will, habe ich jetzt gelernt, dass der erste Hop zwischen RRU und BBU der Teil ist, der tatsächlich sehr latenzkritisch ist. Daher gilt, je kürzer die Strecke, desto besser, vereinfacht gesagt. Das lässt sich tatsächlich technisch nicht via Richtfunk abbilden.

    Die BBU erstellst und moduliert das Trägersignal und leitet es über Lichtwellenleiter zur RRU, die RRU wandelt Licht in elektrische Signale und sendet dieses über ein Antennenkabel zur Antenne und empfängt von dieser auch die einkommenden Signale und wandelt diese in ein Lichtsignal für die BBU.


    Könnte die BBU aber nicht trotzdem, klassisch, unten am Turm montiert sein? Zumindest an Standorten, die Versatel nicht selbst erschlossen hat? Oder sind alle Standorte bei 1&1 technisch mit identischen Komponenten ausgerüstet? Dann ist es ja eher eine kaufmännische Überlegung, wenn man so will.

    Dann macht ja das ganze System von 1&1 keinen Sinn mehr. Es gibt bei 1&1 eben keine klassische BBU mehr, die komplette eNodeB existiert nur noch als PHY Software auf irgendeinem Server.

    1&1 nutzt ja nicht nur OpenRAN sondern auch direkt VRAN. Das bedeutet die Technik ist nicht nur frei unter den Herstellern tauschbar weil universal sondern Sie existiert gar nicht mehr. Das komplette interne 1&1 Netz existiert quasi nur in der Cloud, als Virtuelles Konstrukt auf Servern.


    Ich hoffe ich konnte das irgendwie anschaulich erklären.

    Auch, dass jeder Antennen-Standort per Glasfaser angebunden sein MUSS, halte ich für technisch nicht haltbar. Es wäre toll, wenn es dazu noch weitere Infos geben würde.

    Ist aber so, wie soll es sonst angebunden sein, wenn die eigentliche eNode (BBU) nicht vor Ort steht sondern irgendwo 10km entfernt und vor Ort nur eine RRU verbaut ist.

    Die BBU und die RRU müssen nun mal per Glasfaser Ethernet verbunden sein, und die 10km sind einfach die maximale Reichweite der genutzten Glasfaser Technik, ansonsten müsste man unterwegs wohl noch mal einen Verstärker verbauen, welcher dann aber auch wieder Strom braucht.