Beiträge von AlexCeres

    Ich finde das Vorgehen von Deye irgendwie befremdlich. Man verkauft technisch veränderte Wechselrichter (Relais "vergessen"), welche dadurch nicht mehr der Zertifizierung entsprechen. Dann reicht es doch nicht ein externes Relais (andere technische Lösung als ursprünglich zertifiziert) zu verschenken um die Funktion wieder nachzurüsten. Die müssten doch erst alle betroffenen Modelle mit der Nachrüstlösung erneut zur Zertifizierung geben und erst nach erfolgreichem Prüfung den Kunden zur Verfügung stellen. Man macht den zweiten Schritt vor dem ersten und der Kunde hat nach wie vor eine nicht zugelassene Lösung zu Hause hängen. Komisch irgendwie.

    Man hat Relais ja nicht vergessen sondern bewusst weggelassen. Begründung: Mit so einem Relais (bewegliches Bauteil) kann eine Lebensdauer des Wechselrichters von 25 Jahren nicht erreicht werden. Deye geht davon aus, dass die Lebensdauer eines Relais in der zu erwartenden Temperaturumgebung bei 7 Jahren liegt.

    Einerseits grenzt es tatsächlich an Betrug, andererseits ist es wieder typisch deutsch (ich erinnere an die Wieland-Diskussion), neben der Softwareabschaltung auch noch eine zweite Hardwareabschaltung zu fordern.

    Ich weiß schon wie die Entscheidung ausgefallen wäre, wenn der Kunde die Wahl gehabt hätte zwischen einem Wechselrichter mit deutscher Zertifizierung und 7 Jahren Lebensdauer und einem Gerät für den internationalen Markt (dass in Deutschland nicht betrieben werden darf, aber über internationale Shops verfügbar wäre) mit 25 Jahren Lebenserwartung.

    Natürlich hätte man die Lösung mit dem Zusatzrelais für den deutschen Markt gleich zertifizieren lassen können, aber wäre man dann preislich noch wettbewerbsfähig gewesen? Mich erinnert das Ganze ein wenig an die Abgasmanipulation bei Fahrzeugen.

    Interessant wäre, wie andere Hersteller die doppelte Absicherung in Hinblick auf die Lebenserwartung gelöst haben?


    Wir nutzen einen solchen Wechselrichter und warten noch auf die Auszahlung einer Bezuschussung durch den Kreis. Ob uns diese aber so genehmigt wird, ist fraglich, wenn man dort erst Mal auf eine Stellungnahme der Bundesnetzagentur wartet.

    Die Bundesnetzagentur hat sich bereits zum Zusatzrelais geäußert:

    Auf die Frage von heise online, ob die Lösung ausreichend sei, antwortete der Behördensprecher der BNetzA: »Dies kann von der Bundesnetzagentur so aktuell nicht bestätigt werden. Die vorgeschlagene Korrekturmaßnahme stellt eine wesentliche Änderung des Produkts dar. Hierfür muss der Hersteller ein neues Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen und damit nachweisen, dass die grundlegenden Anforderungen nach der Funkanlagenrichtlinie bzw. des Funkanlagengesetzes einschließlich des Schutzes der Gesundheit und Sicherheit von Menschen eingehalten werden«.

    Zum Laden. Online habe ich gelesen, dass man Laden soll, wenn der Strombedarf im Lande gering ist. Das ist gerade Nachts der Fall. So hilft man zum Beispiel, dass das Kohle- oder Gaskraftwerk nicht gedrosselt werden muss und damit effizienter ist. Man kann auch am Wochenende laden, wenn viel Sonne scheint. Energieverbrauch erzäugt eben in logischer Konsequenz auch CO2. Nur beim Verbrenner (welche aus meiner Sicht auch noch notwendig sind um größere Distanzen zu überwinden) ist der häufig höher.

    Das Laden tagsüber am Wochenende halte ich für am sinnvollsten. Dann sind die Strompreise und die C02-Emissionen niedrig.


    Aktuell zum Beispiel 14 Cent/kwh bei 106g CO2. Sprite

    Muss natürlich zum Tagesablauf passen.

    Am Dienstag letzte Woche habe ich etwas bestellt. Bis mir der Versand per E-Mail, unter Angabe einer Paketverfolgungsnummer für Hermes, bestätigt wurde, war es bereits Sonntag. Heute am Dienstag, also genau eine Woche nach der Bestellung, zeigt die Abfrage bei Hermes an, dass das Paket bisweilen erst angekündigt wurde. What?!?

    ich tippe eher, dass der Artikel nicht auf Lager ist, der Verkäufer aber schon das Versandlabel gedruckt hat. Nach Wareneingang kommt dann das Label drauf und es wird zur Abholung bereitgestellt, was aber offensichtlich noch nicht passiert ist. Sonst wäre in der Sendungsverfolgung die Abholung vermerkt.

    Ich würde den Verzug also eher beim Verkäufer vermuten als bei bei Hermes.

    PS: Einen Missbrauch des BVerfG kann ich nicht erkennen.

    Es ist schon auffällig wie oft die CDU das BVergG anruft, nachdem ein ehemaliger CDU Abgeordneter mit nicht unbelasteter Vita zum Präsidenten bestellt wurde.

    Darüber hatte auch die Süddeutsche berichtet.

    Und wenn der Antragsteller, ein CDU-Politiker ist, der mit seinen Gasgeschäften Multimillionär geworden ist, riecht das ganze im Kontext doch etwas.

    Mich interessiert dabei, ob die genannten Geschwindigkeiten und akzeptable Pings tatsächlich machbar sind oder ob es sich um Marketing Blafasel handelt.

    So ein günstiges No-frills Angebot, in Prime verpackt, hat natürlich grosses Potential. Die etablierten Anbieter werden sich jedoch fragen, ob sie weiterhin noch flächendeckend Glasfaser verlegen sollen, wenn die langfristig geplanten Erträge wegfallen. Wenn man diese Entwicklung weiterdenkt und der Infrastrukturausbau tatsächlich zurückgefahren wird, schafft das natürlich Abhängigkeiten. Entweder man ist Amazon Kunde oder hat im schlimmsten Fall DSL 16.000 oder schlechten Mobilfunk.

    Wird die technische Entwicklung so weit voranschreiten, dass Mobilfunk auch mittelfristig über Satelliten abgewickelt wird und das ganze Technikgeraffel auf der Erde entfallen kann? Hat dann jedes (öffentliche) Gebäude eine Antenne auf dem Dach und Indoor eine Art offenes Sat-WLAN? Oder wird es Mobilfunk nur noch in Ballungszentren geben? Ich finde diese Entwicklung hochspannend, zumal 2024 die ersten Kunden versorgt werden sollen.

    Amazon plant Angebote für Internet und Mobilfunk

    Der Konzern will mit Tausenden Satelliten ein Netz für Millionen Kunden aufbauen. Den etablierten Anbietern droht ein Angriff von zwei Seiten.

    Im Kern steht das Projekt Kuiper, in das der Konzern mindestens zehn Milliarden Dollar investiert. Kuiper soll ein Netzwerk aus zunächst 3236 Satelliten bilden, über das Amazon künftig Millionen schnelle Internetzugänge verkaufen will. Seit gut vier Jahren arbeitet ein Team aus mehr als tausend Mitarbeitern an dem Vorhaben. Nun geht es in die entscheidende Phase. Schon 2024 will Kuiper erste Kunden versorgen. Bis zum Herbst soll die Massenproduktion der kleinen Satelliten anlaufen. Anders als bei anderen privaten Satellitennetzen wie Elon Musks Starlink liegt der Fokus von Kuiper auf dem Massenmarkt. Das macht das Projekt gefährlich für Telekommunikationskonzerne und Kabelanbieter, die den Markt für schnelle Internetzugänge bislang für sich beanspruchen. Der Konzern hat für Kuiper unter dem Codenamen Prometheus sogar eigene Chips entwickelt und stellt auch die Empfangsterminals selbst her. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde soll der Dienst bieten. Gleichzeitig könnte der Konzern seine Prime-Mitgliedschaft, die neben kürzeren Versandzeiten auch den Zugriff auf Filme, Sportübertragungen oder Musik beinhaltet, mit einem schnellen Internetzugang zusätzlich aufwerten. Zumal Amazon den etablierten Anbietern wie AT&T und Deutsche Telekom auch von anderer Seite Konkurrenz machen könnte. So soll der Konzern Insidern zufolge einen Einstieg in das Mobilfunkgeschäft vorbereiten. Während bisherige Versuche offenbar gescheitert waren, mehrten sich zuletzt die Anzeichen dafür, dass ein neuer Anlauf bevorsteht. Beide Geschäftsfelder würden sich gegenseitig befeuern. Amazons womöglich langfristiges Kalkül: Mobilfunkkunden könnte man leichter Kuiper-Zugänge verkaufen und andersherum. Gleichzeitig würden günstige Handykarten schon kurzfristig als weiterer Baustein auf die Prime-Strategie einzahlen.
    Unternehmen wie Amazon gehe es darum, „eine Plattform aufzubauen“. Die Internet- oder Mobilfunkzugänge an sich müssten sich deshalb nicht unbedingt rentieren. In so einem Szenario würde Amazon die Etablierten zwar nicht verdrängen, ihnen aber Margen und Marktanteile streitig machen. Die Telekommunikationskonzerne wären empfindlich getroffen – und aufgrund hoher Verschuldung fiele eine Gegenwehr schwer. Einstweilen muss Amazon zunächst die Physik bezwingen. Um die Auflagen der US-Regulierungsbehörde FCC einzuhalten, muss Kuiper die Hälfte seiner Satelliten bis 2026 in die Erdumlaufbahn geschossen haben. Manche Weltraumexperten, wie Tim Farrar von der Beratungsfirma TMF Associates, halten den Zeitrahmen für sehr optimistisch. Kuiper habe „viele Herausforderungen auf dem Tisch“, sagt Farrar.

    In der Telekommunikationsbranche fürchtet man so ein Szenario bereits seit Jahren. Das Trauma als bloßer Infrastrukturbetreiber zu enden – im Branchenjargon „dumb pipe“ (dumme Röhre) – sitzt tief.

    Quelle: Auszüge aus einem Artikel des Handelsblatt

    Da hast du aber den Brüller gebracht. Das haut dir und o2 die zuständige Kammer direkt um die Ohren, nachdem sie 5 Euro fürs Phrasenschwein genommen haben. Auch das fällt unter die Endgerätefreiheit, dass ich das Gerät mit all seinen Funktionen nutze. Warum gibt es denn in Deutschland keine Einschränkung fürs Tethering mehr? Genau aus dem Grund. In den USA z.b. sind in den meisten Tarifen Limits für Tethering und Hotspot enthalten. Hier hat man es ja sowohl bei o2 als auch der Telekom probiert. Was kam raus? Es wurde gerichtlich untersagt, diese Klausel zu nutzen. Soviel zu seinem Verständnis vom Unionsrecht und den dazu schon lange ergangenen Entscheidungen des EuGH und der deutschen Gerichte. Um es nochmal zu sagen, Recht > AGB. Und AGB-Klauseln die gegen geltendes Recht verstoßen, sind von Anfang ungültig und konnten nie Bestandteil eines Vertrages werden.


    Natürlich darf man keinen öffentlichen Hotspot betreiben, aber mit Familie bzw. Freunde daheim und unterwegs geht immer.

    Das ist Deine Interpretation, sei Dir gegönnt.