Nehmen wir an, die Geschichte landet wieder vor Gericht und das Gericht sagt "ist nicht", bleibt nur die generelle Preiserhöhung oder die Netze bleiben überlastet
Und wie ging bei Stream on und den Vodafone-Pässen die Geschichte aus? Es wurde nicht teurer sondern günstiger. Für die Kunden mit laufenden Streamon-Vertrag bei Stichtag gabs unlimited bis zum Vertragsende. Auf die Preisgestaltung zum Zeitpunkt von Stream On gemünzt gab es also alle weiteren Stream-On-Kategorien (kostete ja glaub 5 Euro pro Monat pro zusätzlicher Kategorie (Social Media, Musik, Video-Streaming, Gaming usw) kostenlos und dazu für jeglichen Datenverkehr unlimited. Ergo: Günstiger geworden. Danach gabs höhere Inklusivvolumina in der neuen Tarifgeneration.
Bei Vodafone gabs ab dem Stichtag für fünf Euro Aufpreis unlimited, wenn man einen Tarif mit den Vodafone Pässen hatte. Ein Pass war inklusive, jeder weitere kostete ebenfalls 5 Euro (Video-Streaming 10 Euro). Man bekam also zum Preis eines weiteren Passes unlimited, nicht nur für eine weitere Kategorie, sondern für alle, und für Datenvolumen was in keinem Pass enthalten war. Gegenüber dem unlimited-Tarif also auch ein Preisnachlass. Auch danach gab es höhere Inklusivvolumina bei Vodafone, und unlimited immer günstiger.
Alle, soweit ich weiß auch du, waren sich einig, dass Stream On und die Vodafone-Pässe die Entwicklung der Inklusivvolumina als auch unlimited zum besseren Preis behindert bzw. sogar fast zum erliegen gebracht haben. Auch für die in den Stream-On-/VDF-Pässen-Kategorien enthaltenen Anbieter wurde es günstiger, denn sie mussten nur noch einmal bezahlen (Peering, Traffickosten ins Telekom/Vodafone-Netz) statt ein zweites Mal, dafür dass man Teil eben von Stream on bzw. eiens Vodafone Passes war.
Ich weiß also nicht wo da die große und breite Preiserhöhung war, und damals betraf es mehr Datentraffic als es 5G-Ultra in mittlerer Zukunft betreffen würde.
Ich hätte ansich nichts gegen unterschiedliche Prioritäten im Netz, und gegen Tarife oder Aufpreis mit höheren Prioritäten. Die Anbieter in Österreich haben z.b. Netzklassen (bzw. Verwendungsgruppen (i.d.R bei LTE) und Produktgruppen). Bei Magenta AT kann man sich im 5G-Netz bei ausgelasteten Zellen mehr vom Kuchen sichern allein durch eine höhere vertragliche Maximalgeschwindigkeit (statische Aufteilung nach vertraglicher Geschwindigkeit). Wenn alles kommuniziert und festgehalten ist, ist das in Ordnung.
Was aber eben nicht in Ordnung ist, was die Telekom mit dem Peering veranstaltet, und so eben auf dem Rücken der Kunden bei den Anbietern noch einkassieren will.