Beiträge von Tayku

    Du schreibst zwar Edeka Mobil, aber denke Du meinst Edeka Smart.

    Wollte ich auch gerade schreiben. Edeka mobil hatte ich selbst von 2014–2018, aber die boten kein LTE an, weil LTE im Prepaid-Bereich erst 2020 kurz vor Abschaltung der 3G-Netze seitens der Netzbetreiber gestattet wurde (Lidl Connect war etwas früher dran). Daher wechselte ich mit der Umstellung zu Edeka Smart meinerseits auch zu Lidl. Auch eher so als Protestaktion.


    Edeka Mobil hatte aber auch den Gutschein-Bonus: für eine 25€-Aufladung bekam man (sofern man 4 Monate oder so die Karte hatte) 4€ Rabatt. Das fand ich schon ne super Aktion, die ich so bei keinem Anbieter wieder gesehen habe.

    Man sollte meinen, bei Stromanbietern, die im Grunde null Differenzierungspotential und keine Kostenfallen haben, wäre die Zufriedenheitsquote ähnlich gelagert. Aber dort scheint das Modell „Erstes Jahr mit fettem Bonus“ so verbreitet zu sein, dass es häufig dann übersehen wird, und dann schlagen die hohen Normalpreise zu. Insofern: der beste Kundenservice ist der, den man nicht braucht.



    Mal ne Frage on-topic: sind die Rechnungen bei SIMon vorauseilend oder nachträglich? Also bspw. die Grundgebühr für den Mai, wann kommt dafür eine Rechnung? Bei otelo hab ich die bereits am 1. Mai, bei der Telekom (Festnetz) zur Mitte des Monats, und bei sim24 käme die am 31. Mai. Letzteres hat dann den Vorteil, dass alle Einzelposten, die nicht in der Grundgebühr enthalten sind, auf derselben Rechnung auftauchen, während es bei Otelo auf der nächsten Rechnung erst ist (logisch).


    Wie macht das SIMon, das ist ja dasselbe Unternehmen (Vodafone)?

    Weis eventuell jemand den Grund warum es keine weiteren VoLTE fähigen Senioren Handys mit Mini SIM gibt?

    Ich meine groß genug sind die Handy ja.

    Interessehalber, weshalb ist die Auswahl auf Mini-SIM-Geräte eingeschränkt? Gibt es zwingende Gründe, die einen Tausch der bisherigen SIM-Karte verhindern? Falls du keinen fliegenden Wechsel vom alten Gerät (mit Minisim) möchtest: es gibt für den Übergang auch SIM-Adapter, die aus einer Nanosim wieder eine Minisim machen. Sobald die Karte getauscht ist, kann man jederzeit das Gerät tauschen.

    Soweit ich das weiss, wollte man damit Nicht-Kunden abschrecken, nach Schliessfächern zu fragen, weil es eben Überhand genommen hat und die Anzahl der Schliessfächer im Tresor nun mal physikalisch begrentzt ist

    Ja, wie ich auch abschließend vermutet hatte. Allerdings, wenn immer mehr Filialen schließen, verbleiben die dortigen Tresorkapazitäten ungenutzt auf der Fläche, was dann noch mehr zu Engpässen in den städtischen/zentraleren Zweigstellen führt. Das Problem ist also zum Teil auch hausgemacht.


    Warum ich z.b. nicht zu ner Onlinebank wechsel - ich hab keine Lust meine ganzen Banksachen am Smartphone zu machen, das ist mir schlichtweg einfach zu blöd.
    Ich mache das am Notebook mit einer Banksoftware, wo alle unsere Konten, Kredikarten, Paypal usw. drin verwaltet werden.

    Das Problem ist aber, das bei vielen der Onlinebanken ( Revolut, C24, n26 usw. ) genau der Weg nicht funktioniert, weil die kein FinTS/HBCI-Server betreiben, kostet nun mal Geld. Die unterstützen nur Web-Banking oder eben deren Smartphone-App.

    Die von dir genannten sind „Smartphone-Banken“ oder Neo-Banken, die wirklich nur noch darüber abzufragen sind. Die haben schon kein Webinterface mehr.


    Online-Banken sind da eher schon klassische wie ING, DKB, 1822direkt, die alle einen Webzugang, Telefonsupport und FinTS bieten. Und diese sind halt ohne Filialnetz schon deutlich günstiger. Ich bin bei der ING und mache meine Banksachen auch mit einer Banking-Software. Auf der anderen Seite, schnell mal ne Überweisung, geht mit dem Smartphone tatsächlich einfacher … (Ob das sicherer ist, ist ne andere Frage. Seitdem die ING die anderen Auth-Methoden für TANs abgeschafft hat, kann ich mit einer fünfstelligen PIN alles erledigen. Aber die ING garantiert mir ja Entschädigung bei Phishing-Angriffen …)


    FinTS war früher auch völlig ausreichend und benutzbar mit der ING. Seit der Einführung von PSD2 hat die ING das aber als Ausrede genommen, dass man nur noch read-only-Aktionen darüber durchführen kann. Die wollte sich auch Geld sparen. Und im Endeffekt ist der Staat schuld, dass der für PSD2 keine obligatorische Endkundenschnittstelle vorgesehen hat (die dann FinTS ersetzt hätte). Somit: kaum Vorteile, nur Nachteile für Kunden. Dienste wie Sofortüberweisung sind dadurch nicht viel sicherer geworden.


    Ich wundere mich immer, wieso in den südlichen Urlaubsländern an gefühlt jeder Straßenecke ein Automat steht oder sogar mehrere nebeneinander. Die werden dort auch nicht dauern gesprengt, obwohl sie oft nicht mal in Gebäude integriert sind. Wie geht das?

    In touristischen Gebieten lohnt es sich ja auch.

    Talkline … Junge ist das lange her, da war ich ab 2002 mal für zwei Jahre Kunde. War dann irgendwie auch teuer, aber dafür gab’s ein neues Handy inklusive. Ja, das war das erste und letzte Mal, dass ich diese Tarif+Handy-Kombination genommen habe. Hat sich nicht gerechnet. Aber ich schweife ab …

    Wusste gar nicht, dass es Talkline wieder gibt (oder gab?). Wikipedia sagt, 2007 haben die schon die Biege gemacht bzw. wurden von Freenet aufgekauft. Seit 2022 gehöre die Marke aber Motion TM / Handytick.

    Habe mal bei HRS eine Hotelübernachtung bewertet. Da geht’s auch nicht um 1–5 Sterne, sondern schon Beschreibungen und Bewertungen in einem Dutzend Kategorien. Ich hab das neutral beschrieben, die guten Sachen gelobt, die schlechten Sachen kritisiert. Aber zwei Wochen später war die Bewertung natürlich gelöscht. Dieses Hotel war mir schon von der ersten Minute an unsympathisch. („Sie können jetzt nicht auf Ihr Zimmer, erst um 13 Uhr!“ gleich in pampigem Ton. Ich wollte doch nur meinen Koffer schonmal hinterlegen, damit ich mit dem nicht 2h durch den Ort latschen muss …)


    Die Bewertung ist noch vorhanden, aber nur in meinem Kundenkonto. Nicht mehr öffentlich einsehbar.

    Als Nicht-Kunde würde das dort das doppelte Kosten, wenn man überhaupt eines bekommt - das haben die absichtlich gemacht, weil immer mehr Leute ein Schliessfach wollten aber kein Girokonto dort hatte.

    Ja, diese Vorgehensweise kann ich verstehen. Das Geld muss ja irgendwo reinkommen.

    Aus Kundensicht wiederum auch verständlich – nicht nur sind die Kontoführungsgebühren deutlich höher, auch alle möglichen Posten für Zusatzdienste sind entschieden teurer (und auch deutlich teurer als vor 20 Jahren, wo Dinge oft auch inklusive waren). Das summiert sich, und dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass ein kompletter Kontowechsel vielleicht teurer kommt als höhere Bankschließfachgebühren.


    Mit dieser Strategie gibt’s vielleicht etwas mehr Umsatz, aber eher selten neue Kunden wie dich. Wobei, du warst ja bereits Kunde dort, von daher änderte sich für dich nichts. Ein Wechsel ist aufwendig, potentielle Kunden werden sicher nicht nur wechseln, weil das Bankschließfach im Preis erhöht wurde und man dann rechnerisch vielleicht 30€ im Jahr sparen könnte. Also das ist keine Maßnahme zur Kundengewinnung, sondern um die wenigen Schließfächer primär für Kunden zu reservieren. Da find ich’s verständlich und sinnvoll, einfach diesen Preis zu verdoppeln.


    Weil die ein riesen Geschäftstellennetz haben und entsprechend viele Mitarbeiter - Direktbanken haben CallCenter und eine Verwaltung und mehr nicht - die haben eine deutlich kleinerer Kostenfaktor beim Personal und können damit andere Konditionen anbieten.

    Ach, die Sparkassen haben in den letzten 20 Jahren einige Filialen auf dem Land geschlossen und durch reine Geldautomaten, Auszugsdrucker und Briefkästen ersetzt. Die Mitarbeiter, die noch da sind, kümmern sich auch weiterhin um Geldanlagen, Immobilienfinanzierungen usw. Das, was Geld einbringt und die Mitarbeiter bezahlt. Aber anscheinend nicht genug: Sparkassen fusionieren (aber unter Garantie ist der Wasserkopf dann nicht weniger geworden, was Geld hätte sparen können), Filialen schließen, Preise wurden deutlich erhöht.


    Online-Banking ist obligatorisch geworden, und die alten Leute werden so gezwungenermaßen in den höchsten Tarif gesteckt (14 Euro bei meinem Vater), weil sonst Überweisungsträger mit 3,50€ zu Buche schlagen würden. Bringt auch easy Umsatz.


    Und erst diese Feigenblatttarife für 5–6 Euro, wo dann eine Online(!!)-Überweisung noch 50ct kostet, also wer bitte fällt denn darauf rein? Jeder normale Mensch hat wenigstens ein Dutzend Kontobewegungen pro Monat …


    Ich war lange Zeit auch Kunde der Sparkasse im Ort, aber habe schon seit 2003 Online-Banking genutzt. Und trotzdem musste ich (ungefähr 2010) für Dinge wie „Sparerfreibetrag einstellen“ extra in die Filiale kommen, deren Öffnungszeiten es erforderten, dass ich früher von der Arbeit nach Hause kam. Dem Mitarbeiter gegenüber erwähnte ich, dass andere Banken wie die comdirect (wo ich noch ein Sparkonto hatte) das problemlos online erledigen, ohne explizite Unterschrift. Er meinte dann „dann machen die das nicht richtig“. Ich hab mir dann meinen Teil gedacht …


    Edit: was ich abschließend schreiben wollte: die Filialbanken werden letztlich auf wenige lokale (wo es sich lohnt) Standorte reduziert werden. Das ist selbstverstärkend: weniger Kunden sorgen für höhere Kontopreise, was wiederum für weniger Kunden sorgt usw. Für Alltagsfinanzdinge ist der Personalstand einfach zu teuer geworden, weil sich das prima online erledigen lässt. (Jetzt mit Echtzeitüberweisung sogar an Wochenenden.) Da bleiben nur Kunden mit speziellen Anforderungen oder einmaligen Dienstleistungswünschen wie Immobilienkrediten übrig. Und dafür braucht es eigentlich noch weniger Filialen vor Ort. Sobald die Generation der Leute gestorben ist, die gar kein Onlinebanking machen, fallen weitere Kunden weg.


    Sparkassen können eigentlich nur noch mithalten, wenn sie selbst unter die Direktbanken gehen, bspw. die 1822direkt.