Beiträge von xrw

    Interessant könnte in diesem Zusammenhang die nächste Frequenzversteigerung werden... wann ist die nochmal?


    Die BNetzA will »im Jahr 2028« entscheiden, und sie meinen wohl Ende 2028, weil es mindestens 2 Jahre vor Ende 2030 (Auslaufen der 1. Tranche) und höchstens 8 Jahre vor Ende 2036 (Auslaufen der letzten Tranche) sein soll. Im Fall einer Auktion heißt Entscheidung wohl die zu deren Durchführung, so dass dann Anfang 2029 zu erwarten wär. Betrifft dann alles außer 2.1 GHz und 3.6 GHz, die noch bis Ende 2040 laufen und regulär 2038 dran wären.

    Wobei Telefonica doch einen ausgesprochen hohen Umsatz pro Kunde hat und sich aus dem unteren Preissegment so weit wie möglich raushält. Sie sind bloß ziemlich gut darin, billig zu wirken, ohne billig zu sein.

    Bei der Flächenversorgung wird Lowband dominant sein, das 1&1 nicht hat, und nach den Angaben im Bericht kann man keinen einzelnen konkreten Pegel angeben, wenn es mehr als 1 Band gibt. Bei 1&1 ist auch die verfügbare Bandbreite (also die wirkliche Bandbreite) viel kleiner. Anhaltspunkt wären vielleicht die -120 dBm aus dem Mobilfunk-Monitoring fürs Ankerband.


    Aber ich hab jetzt mal eine IFG-Anfrage für diese Pegeltabelle samt dem aktuellen Bericht gestellt. Zumindest die Pegeltabelle rücken sie hoffentlich raus.

    Dass sie da bei den Zahlen was verwechselt haben, hab ich auch mal für naheliegend gehalten, aber im Mobilfunkbericht 2022 sind die Unterschiede zum Mobilfunk-Monitoring so genau erläutert, dass klar ist, dass die Versorgungsauflagen sehr wenig damit zu tun haben. Die BNetzA hat die genauen Pegelwerte, getrennt nach Frequenzen der einzelnen Anbieter, und berechnet daraus die nominelle Versorgung sehr viel anders als fürs Mobilfunk-Monitoring. Bloß veröffentlicht sie da nichts, da angeblich alles Geschäftsgeheimnisse. RE: Der 1&1 Netzausbau Thread

    Steht aber in der Begründung zu den 99.5% Fläche (Seite 80 in der Nichtanordnung 2025). Hab das bisher auch für einen Fehler gehalten, aber die nötigen Pegel für die Versorgungsauflagen sind offenbar so gering, dass das plausibel ist (und die 50 Mbit/s müssen nur bei sonst leerer Zelle möglich sein). Deshalb wird auch 1&1 deutlich oberhalb von dem sein, was nach Mobilfunk-Monitoring zu erwarten wär.

    Ich mein nicht das, was physisch auf der SIM steht, sondern den zugehörigen Datensatz bei Telefonica (zu 1 SIM-Profil kann es mehrere physische SIMs geben). Bekannt ist jedenfalls, dass es bei Telefonica Rufnummern gibt, die sich wegen irgendwelchen Fehlern nicht wegportieren lassen. Und auch bei anderen Anbietern kommen Fehler vor, die aus obskuren Gründen offenbar bloß einzelne Kunden betreffen, deren Ursache aber kaum kundenseitig sein kann.

    99,5 % Flächenausbau kostet richtig Geld.


    Wenn die Aussage der BNetzA stimmt, dass nach den geforderten Pegeln Anfang 2025 schon »nahezu 100 Prozent« von mindestens 1 Netzbetreiber versorgt waren und knapp 98% von allen 3 großen, wird die Telekom tatsächlich schon bei über 99.5% sein, weil sie schon im letzten Mobilfunk-Monitoring deutlich vor den beiden anderen war (gut 94.0% 4G oder 5G gegenüber 91.7% Vodafone und 91.3% Telefonica nach meiner Rechnung).


    Außerdem schaut es danach aus, dass sich mehr Bandbreite in niedrigere nötige Pegel übersetzt, was nochmal zugunsten der Telekom gehn wird. Leider alles noch geheimer als das Mobilfunk-Monitoring, aber die Telekom muss sich da glaub ich keine Sorgen machen, zumal ihre Lücken im Mobilfunk-Monitoring weit überproportional im Flachland sind, wo etwas niedrigerer Pegel gleich sehr viel Fläche füllen kann.

    Bei Telefonica kann ich mir allerdings kaum vorstellen, dass es insofern einen systematischen Unterschied zwischen den Marken gibt. Aber offenbar gibts SIM-Profile, die in mancher Hinsicht einfach kaputt sind.