Beiträge von rasputin

    Das macht für den so über den Tisch gezogenen und ausgenommenen Bürger was genau besser?

    Ist doch ganz einfach: sich selbst im Gemeinderat (ob ehrenamtlich oder nicht) engagieren und es besser machen.


    Dann braucht man sich hinterher nicht darüber ärgern, was die „blöden Gemeinderäte“ beschlossen haben. Und beim Gemeinderat braucht jetzt keiner mit den Einstiegshürden etc. (wie z.B. bei Bundestagsmandaten) kommen. Die Tätigkeit im Gemeinderat kann man problemlos nebenher stemmen. Man muss nur wollen.

    Aber versetze dich mal in jemanden hinein der in einem kleinen Dorf mit so 50 Einwohnern in 15 Häusern lebt? Was willst du da ohne Auto tun? Da kannst du höchstens den Kühen beim Grasen zuschauen. Da wäre ein Fahrverbot wirklich gleichbedeutend mit Hausarrest.

    Und wieviele zig Millionen deutsche Bürger wohnen so abgelegen?

    Oftmals ist es aber eher umgekehrt, das man in der Grosstadt einfach einige der S-Bahn Linien bis Endstation fahren kann und dann spätestens nach ein paar Minuten Fussweg in der Grünen Idylle ist.

    Das ist doch ein Widerspruch in sich - „Grüne Idylle in unmittelbarer Nähe einer S-Bahn Station“ bzw. du verstehst etwas völlig anderes als ich unter „grüner Idylle“…

    Ich will generell am Wochenende woanders hin, denn dafür sind die Wochenenden da, um endlich das Leben leben zu können, das einem die Arbeitswoche stiehlt.

    Ich wohne dort, wo ich auch gerne große Teile meiner Freizeit verbringe. Wäre das nicht so, würde ich umziehen. Ich muss nicht woanders hin, um mein Leben zu genießen. Und dennoch fahre ich gelegentlich woanders hin - bin aber eben nicht darauf "angewiesen".

    Wenn ich in die Saunalandschaft will brauche ich das Auto. Wenn ich auf eine Gruppenwanderung will brauche ich (zumindest bis zu einem 15km entfernten Bahnhof) das Auto.

    Du wohnst doch auf dem Land - da fängt die Natur und damit mögliche Wanderstrecken direkt vor der eigenen Haustüre an. Ist bei mir zumindest so. Da brauche ich weder Auto noch ÖPNV. Ich will manchmal jedoch am Wochenende auch woanders hin. Das kostet dann eben - oder wäre im Fall der Fälle (temporäres Fahrverbot) für ein paar Wochen nicht möglich.

    Auch wer mit der Bahn fahren will muss, gerade am Wochenende, erst mal an einen größeren Bahnhof kommen, und das geht abseits der Städte oftmals nur mit dem Auto. Damit wäre die Landbevölkerung, für die ein Sonntagsfahrverboten ein Quasi-Lockdown wäre, deutlich schlechter gestellt. Besser wäre die Wiedereinführung des 9€-Tickets. Dann würden viele Leute von sich aus die Fahrten die möglich sind auf Bus und Bahn verlagern, und das ganze ohne Verbotskeule.

    Ich finde die Argumentation nicht ganz schlüssig. Mal abgesehen davon, dass ein PKW-Fahrverbot (von dem ich wenig halte) kein Lockdown, auch kein Quasi-Lockdown, wäre, wird doch immer wieder angebracht, die Landbevölkerung könne den ÖPNV quasi nicht nutzen - dann ist doch der Preis sekundär.


    Und zum Thema "Schlechterstellung" der Landbevölkerung: zu der zähle ich auch und würde mich nicht schlechter gestellt fühlen. Es gibt Gründe dafür, dass ich auf dem Land wohne - u.a. kann ich Radtouren und Wandertouren direkt vor der Haustüre starten, wohingegen ich in meinen Jahrzehnten in diversen Großstädten dazu erstmal "raus auf's Land" fahren musste. Mein Landleben hat für mich erhebliche Vorteile. Sonst würde ich dort schlicht nicht wohnen. Mal ganz abgesehen von der erheblichen "Benachteiligung" der Großstädter bei den Immobilienpreisen (egal ob Miete oder Kauf). Wollt ihr das dann im Gegenzug zum 9 € Ticket auch ausgleichen?


    Es gibt nun mal zahllose Unterschiede, je nach individueller Situation. Muss man wirklich alles für jeden gleich machen?


    Unsere Regierungspartein haben damit nicht viel zu tun, denn Deutschland hat ja wie die meisten europäischen Ländern aussenpolitisch kaum was zu melden.

    Westliche Aussenpolitik wird vorallem in den USA gemacht, und vielleicht noch ein bisschen in Israel, Grossbritannien und Frankreich. Aber leider nicht nur von den gewählten Regierungen, sondern fürchte das da sehr viel im Verborgenen läuft.

    Du hast in diesem Kontext aber indirekt von „billigen“ Arbeitskräften für unsere Region der Welt gesprochen. Denn dorthin fliehen die meisten. Nicht in die fast schon verteufelten USA.