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  • Auch das würde Ungerechtigkeiten erzeugen, da es keine ansatzweise ähnliche Größe von Landkreisen (von denen sich das Nummernschild üblicherweise ableitet) gibt. Und was ist mit Dienstwagen, die bei großen Firmen vielleicht ganz woanders zugelassen sind? Vor allem, wer will den Kontrollaufwand für so ein abgestuftes Fahrverbot stemmen?

    Absolute Gerechtigkeit gäbe es natürlich nie, aber insgesamt fände ich es schon gerecht!

    Auf den ersten Blick mag es vielleicht ungereicht scheinen wenn man z.B. die Stadt München mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim vergleichen würde:

    landk2.jpg


    Aber: Auch wenn das Gebiet für Ludwigslust-Parchim auf der Karte riesig aussieht sind der Grossteil nur weitgehend Pampa wo man bestenfalls den Kühen beim Grasen zuschauen kann. Während das kleine Gebiet für Stadtmünchner wesentlich mehr Einkaufsgelegenheiten, Freizeitmöglichkeiten, Restaurants, etc. bieten würde.

    Trotzdem könnten wohl Beide gut damit leben. Die Stadtmüncher hätten ja mit dem Münchner Hauptbahnhoft weiter ein Tor zur Welt, und aus Ludwigslust-Parchim drüfte man nicht nur nach Schwerin, Rostock und Teile der Ostseeküste fahren, sondern hätte in Aumühle und Wohltorf auch Zugang zur S21 der S-Bahn Hamburg.

  • Auf den ersten Blick mag es vielleicht ungereicht scheinen wenn man z.B. die Stadt München mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim vergleichen würde:
    Aber: Auch wenn das Gebiet für Ludwigslust-Parchim auf der Karte riesig aussieht sind der Grossteil nur weitgehend Pampa wo man bestenfalls den Kühen beim Grasen zuschauen kann. Während das kleine Gebiet für Stadtmünchner wesentlich mehr Einkaufsgelegenheiten, Freizeitmöglichkeiten, Restaurants, etc. bieten würde.

    Auf den zweiten Blick wird es auch nicht besser. Selbst im kleinen Saarland gibt nicht weniger als 5 Landkreise, und 8 verschiedene KFZ-Kennzeichen (in Alphabetischer Reihenfolge: HOM, IGB, MZG, NK, OTW, SB, VK, WND). Da kommt man dann rein mit dem Auto nicht weit. Bleibt immer noch der kaum darstellbare Kontrollaufwand.

  • Auch wer mit der Bahn fahren will muss, gerade am Wochenende, erst mal an einen größeren Bahnhof kommen, und das geht abseits der Städte oftmals nur mit dem Auto. Damit wäre die Landbevölkerung, für die ein Sonntagsfahrverboten ein Quasi-Lockdown wäre, deutlich schlechter gestellt. Besser wäre die Wiedereinführung des 9€-Tickets. Dann würden viele Leute von sich aus die Fahrten die möglich sind auf Bus und Bahn verlagern, und das ganze ohne Verbotskeule.

    Ich finde die Argumentation nicht ganz schlüssig. Mal abgesehen davon, dass ein PKW-Fahrverbot (von dem ich wenig halte) kein Lockdown, auch kein Quasi-Lockdown, wäre, wird doch immer wieder angebracht, die Landbevölkerung könne den ÖPNV quasi nicht nutzen - dann ist doch der Preis sekundär.


    Und zum Thema "Schlechterstellung" der Landbevölkerung: zu der zähle ich auch und würde mich nicht schlechter gestellt fühlen. Es gibt Gründe dafür, dass ich auf dem Land wohne - u.a. kann ich Radtouren und Wandertouren direkt vor der Haustüre starten, wohingegen ich in meinen Jahrzehnten in diversen Großstädten dazu erstmal "raus auf's Land" fahren musste. Mein Landleben hat für mich erhebliche Vorteile. Sonst würde ich dort schlicht nicht wohnen. Mal ganz abgesehen von der erheblichen "Benachteiligung" der Großstädter bei den Immobilienpreisen (egal ob Miete oder Kauf). Wollt ihr das dann im Gegenzug zum 9 € Ticket auch ausgleichen?


    Es gibt nun mal zahllose Unterschiede, je nach individueller Situation. Muss man wirklich alles für jeden gleich machen?

  • Mal abgesehen davon, dass ein PKW-Fahrverbot (von dem ich wenig halte) kein Lockdown, auch kein Quasi-Lockdown, wäre

    Im Falle eines Sonntagsfahrverbotes kommt man in der Stadt mit Bus und (S-/U-)Bahn auch weiter überall hin. Auf dem Land ist das Auto das Rückgrat der Mobilität. Wer das verbietet begrenzt die Reichweite der Menschen meist auf die Strecke, die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück legen kann, da selbst der nächst größere Bahnhof (ich habe zwar einen Bahnhaltepunkt im Ort, und bin somit fast schon privilegierte Landbevölkerung,. Der wird Sonntags aber erst ab 10 Uhr bedient... lächerlich) ohne Auto außer Reichweite ist. Den Begriff Quasi-Lockdown finde ich da recht passend.


    Ich weiß übrigens nicht was ich davon halten soll, dass der Audichef Fahrverbote fordert um zu sparen, während Audi angekündigt hat über eine Beteiligung am Sauber F1 Team in die Formel 1 einzusteigen. Wasser? Wein? :rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von Frank73 ()

  • Frank! Es wird immer von fahren fahren fahren geredet!


    Am Wochenede steht mein Auto oft drei Tage. Also - wovon reden wir. Wer zur Arbeit muss kann Auto fahren, die anderen lassen stehen.


    Früher war es auch mal so, gerade Endziffer/umgerade Endziffer zu bestimmten Zeitpunkten bzw. Tagen.


    Problem ist - die WählerArschleckerMedienPolitik kann fast gar nichts beschließen - geschweige denn, sogar noch kontrollieren und evtl. sogar sanktionieren. Das gibt doch böse Publicity.


    Was meinst Du warum Gaszulage, Abschlagszahlung usw. an Menschen gezahlt werden, die es zu weit über 90% nicht brauchen. 🤘🏻😜


    Das sind Wahlgeschenke. Damals war es fast immer Rentenerhöhung, heute Autosubventionen, Coronazulagen, Energiepreiszuschüsse gerade top in Mode.

  • Am Wochenede steht mein Auto oft drei Tage. Also - wovon reden wir. Wer zur Arbeit muss kann Auto fahren, die anderen lassen stehen.

    Wenn ich in die Saunalandschaft will brauche ich das Auto. Wenn ich auf eine Gruppenwanderung will brauche ich (zumindest bis zu einem 15km entfernten Bahnhof) das Auto. Mein Wochenende hat übrigens nur zwei Tage, bei hoher Auftragslage sogar nur einen Tag, und den soll ich laut Audichef dann zu Hause versauern, damit die meinen eingesparten Sprit dann in der Formel1 verblasen können. Hallo? Geht's noch?

  • Wenn ich in die Saunalandschaft will brauche ich das Auto. Wenn ich auf eine Gruppenwanderung will brauche ich (zumindest bis zu einem 15km entfernten Bahnhof) das Auto. Mein Wochenende hat übrigens nur zwei Tage, bei hoher Auftragslage sogar nur einen Tag, und den soll ich laut Audichef dann zu Hause versauern, damit die meinen eingesparten Sprit dann in der Formel1 verblasen können. Hallo? Geht's noch?

    Hallo? Geht‘s noch?

    Willst Du bis an Dein Lebensende immer nur meckern, oder mal aktiv an einer Verbesserung arbeiten (z.B. neue Bude in optimaler Lage mieten)?


    Als Single in der Pampa, ohne viele Bekannte, wirst Du nicht nur wegen Verkehrsanbindung nicht glücklich.

  • Ich bin gerade raus aus der 24/7 Selbstständigkeit, bei den meisten fängt das Wochenende ja Freitag Mittag an, das wäre dann Tag 1 usw.


    Klar, Du bist aktiv, dat kost dann eben auch. Heutzutage schaffen es viele Menschen nicht mehr mal mim Mors zuhause zu bleiben. Können mit sich selbst nicht alleine sein oder mit dem Partner. Oder mit den Kindern.


    „Was machen wir heute“ war am Wochenende oft die Frage der Kinder während der Ehezeit. Gruselig! Heute entscheide ich mit meiner Freundin spontan nach Gemüt.

  • Hallo? Geht‘s noch?

    Willst Du bis an Dein Lebensende immer nur meckern, oder mal aktiv an einer Verbesserung arbeiten (z.B. neue Bude in optimaler Lage mieten)?


    Als Single in der Pampa, ohne viele Bekannte, wirst Du nicht nur wegen Verkehrsanbindung nicht glücklich.

    Meine Lage ist bereits ziemlich optimiert, da ich kaum mehr als 5km zur Arbeit habe. Natürlich kann ich in die nächste Großstadt ziehen, und damit am Wochende ein bis zwei mal ein paar km einsparen. Dafür muss ich dann aber jeden Tag 30km zur Arbeit (pro Weg wohlgemerkt) fahren, anstatt 5km. Unterm Strich würde ich also schlechter stellen und mehr Kraftstoff verbrauchen als jetzt, deutlich mehr sogar.


    Ich bin gerade raus aus der 24/7 Selbstständigkeit, bei den meisten fängt das Wochenende ja Freitag Mittag an, das wäre dann Tag 1 usw.

    Wenn ich von Montag bis Freitag arbeite sind Samstag und Sonntag Wochenende, also zwei Tage, höchstens. Wie schon erwähnt arbeite ich bei hoher Auftragslage auch noch an Samstagen.

  • Wenn ich in die Saunalandschaft will brauche ich das Auto. Wenn ich auf eine Gruppenwanderung will brauche ich (zumindest bis zu einem 15km entfernten Bahnhof) das Auto.

    Du wohnst doch auf dem Land - da fängt die Natur und damit mögliche Wanderstrecken direkt vor der eigenen Haustüre an. Ist bei mir zumindest so. Da brauche ich weder Auto noch ÖPNV. Ich will manchmal jedoch am Wochenende auch woanders hin. Das kostet dann eben - oder wäre im Fall der Fälle (temporäres Fahrverbot) für ein paar Wochen nicht möglich.

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