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Original geschrieben von Timba69
Die Antwort ist einfach: reichlich.
Und in ein paar Monaten geht das eh wieder von vorne los....oder glaubt hier jemand was anderes....?!
Ich persönlich freue mich schon ganz besonders auf die neuen "persönlichen Erklärungen" unserer Bundestagsabgeordneten von der Union, in denen sie Stein und Bein schwören werden, mit absoluter Sicherheit nur noch dieses eine mal einem neuen "Rettungspaket" zustimmen zu wollen und danach niemals wieder. Beim Zeus!
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Original geschrieben von Robert Beloe
Nicht ich bin es, der damit angefangen hat, aus historischen Ereignissen auf Charaktereigenschaften von Völkern zu schließen.
Nein, das warst nicht Du, das waren unsere griechischen Freunde:
http://www.t-online.de/nachric…g-schaeuble-zum-nazi.html
http://www.tagesspiegel.de/med…er-griechen/11968326.html
Da bewahrheitet sich eben wieder einmal die alte Weisheit: "Sei vorsichtig damit, Freunden Geld zu leihen, Du könntest beides verlieren."
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Original geschrieben von Robert Beloe
Mit dem Verweis auf historische Traditionen und frühere Verhaltensweisen von Nationen und Völkern wäre ich in diesem Zusammenhang eher etwas vorsichtig.
Dann solltest Du das auch unbedingt weiterhin so halten. Für manche Menschen ist ihr Schuldstolz ja eine sehr tiefgreifende Emotion, die sie mit großer Leidenschaft und häufig auch bevorzugt öffentlich zelebrieren. Aber wie es mit solch speziellen Empfindungen eben so ist, nicht jeder kann sie nachvollziehen oder gar teilen.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Wer möchte, kann sicher auch andere Parallelen ziehen, und bei diesen Parallelen müssten sie noch nicht mal ins 19. Jahrhundert zurückgehen.
Meinst Du? Da fragt man sich doch wirklich, warum tatsächlich noch nie jemand auf die Idee gekommen ist, das auch zu tun.
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Original geschrieben von Goyale
Es ist aber leider trotzdem Fakt, das die Griechen ein Volk gewerbsmäßiger Betrüger sind. Ich erinnere nochmal an das Abfassen von EU- Subventionen für eine Olivenanbaufläche größer als die Gesamtfläche Griechenlands durch sehr viele einzelne Bauern, an umfangreiche gewerbsmäßige Steuerhinterziehung/Schwarzarbeit, an das massenhafte Kassieren von Renten für Tote und angeblich Blinde.
Das sind alles keine Einzelfälle, sondern eine im Volk verankerte Lebenseinstellung.
Derartige Verhaltensweisen haben in Griechenland eben eine gewiße "Tradition". Dazu vielleicht eine kleine Anekdote: Als im Oktober 1827 ein vergleichsweise schwacher Flottenverband der Royal Navy im Golf von Patras gegen die zahlenmäßig deutlich überlegene türkisch-ägyptische Flotte kämpfte, um diese an der Zerschlagung der griechischen Unabhängigkeitsbewegung zu hindern, konnte sie dabei leider nicht auf die Unterstützung griechischer Verbände rechnen. Wie sich später herausstellte, waren die griechischen Schiffe zur gleichen Zeit mit Kaperbriefen der provisorischen griechischen Regierung im Seegebiet um Malta damit beschäftigt, völlig wahllos Handelsschiffe zu überfallen, nicht zuletzt britische. Auf die folgenden britischen Vorwürfe reagierte die provisorische griechische Regierung mit dem Verweis auf das Recht der griechischen Nation in "ihrem" Seegebiet selbstverständlich auch neutrale Handelsschiffe zu "kontrollieren" und erklärte dies zu einer Frage der "nationalen Ehre".
Die kurz darauf stattfindende Seeschlacht von Navarino, in der eine allierte britisch-russisch-französische Flotte die Türken vernichtend schlug und so den Weg für die griechische Unabhängigkeit freimachte, fand übrigens ebenfalls ohne griechische Beteiligung statt.
(Quelle: Julia Angster, "Erdbeeren und Piraten: Die Royal Navy und die Ordnung der Welt 1770–1860")
Man erkennt also: Eine gewiße "Erwartungshaltung" gegenüber den "europäischen Partnern" ist in Griechenland nichts ganz Neues.
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Ich halte dagegen.
Wie stehen die Wetten? Im UK wird doch auf alles und jedes gewettet ...
Wird interessant: Der Finnische Sender Yle hat berichtet, daß die "wahren Finnen" mit dem Bruch der Regierungskoalition drohen, sollte die finnische Regierung dem "dritten Rettungspaket" zustimmen. Mal sehen, ob sich wieder einmal eine europäische Regierung für die Aufrechterhaltung des eurofetischistischen Wahnsinns ins Schwert stürzt. Hatten wir ja 2011 schon einmal in der Slowakei.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Was die Vergleichbarkeit eines Landes wie Frankreich oder Spanien mit Griechenland angeht, ist die Diskussion mE einigermaßen sinnlos.
Alle diese Länder haben - wie bereits erwähnt - gemein, daß sie aufgrund der Währungsunion unter dem Zwang einer internen Abwertung stehen, die zu exekutieren ihre politischen Eliten nicht bereit u./o. nicht fähig sind. Ein Diskussion darüber ist somit keineswegs "sinnlos", sondern mehr als naheliegend.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Du hast mein Ausgangsposting dazu nicht begriffen.
Ich denke schon, daß ich Dein Posting begriffen habe, glaube allerdings nicht, daß eine solche Partei willens oder auch nur in der Lage ist, ihre Wähler so zu veräppeln wie Frau Merkel ihre CDU.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Dass die 'wahren Finnen' in der Regierung sitzen in Helsinki, ist nicht nur Dir bekannt. Aber auch den 'wahren Finnen' könnte es in erster Linie darum gehen, gegenüber der eigenen Wählerschaft das Gesicht zu wahren.
Und das erreichen sie mit Nachgiebigkeit gegenüber Griechenland?
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Original geschrieben von Robert Beloe
Die Finnen blockieren offenbar eine Einigung, sie sind kategorisch gegen ein drittes Paket. Eine Lösung gäbe es vielleicht jetzt wirklich über die 85 Prozent-Klausel. Wenn Finnland das einzige Land ist, geht das vielleicht noch - dann könnten in Finnland die Politiker noch sagen, sie waschen ihre Hände in Unschuld, während sie stillschweigend einer Einigung zustimmen.
In Finnland sitzen die "wahren Finnen" oder "Basisfinnen" inzwischen mit in der Regierung. Daß die "stillschweigend" einer Einigung zustimmen, würde mich wundern.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Länder wie Spanien, Italien oder gar Frankreich in eine Kategorie mit Griechenland zu fassen ist ein bisschen (toll-)kühn.
Natürlich gibt es zwischen Griechenland und "Spanien, Italien oder gar Frankreich" deutliche graduelle Unterschiede. Das ändert jedoch nichts daran, daß es sich bei al diesen Ländern um strukturkonservative Gesellschaften handelt, die aufgrund des Euros unter den Zwang einer internen Abwertung geraten. Damit umzugehen, dürfte für jede Regierung in einem dieser Länder zu einem echten Drahtseilakt werden. Es ist jedoch zu vermuten, daß es früher oder später überall zu einer Verweigerung notwendiger Anpassungen und zu einem Aufstand gegen "deutsche Spardiktate" kommen wird. Dann hat Frau Merkel aber ein echtes Problem.
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Original geschrieben von Robert Beloe
Abgesehen davon hoffe ich, dass die deutsche Regierung sich darüber im Klaren ist, was für einen gigantischen internationalen und europäischen Ansehensverlust sie riskiert, wenn sie Griechenland ins Aus schießt. Diesen Makel würde das Land so schnell nicht wieder loswerden.
Ich sage Dir voraus, daß irgendein "Ansehensverlust" in wenigen Jahren wirklich unser geringstes Problem sein wird. Das Unfriedensprojekt Euro wird wesentlich gefährlichere Dämonen wecken.