Pflegeversicherung Keine Kinder? Mehr zahlen!

  • Dann lasst uns wie die Karnickel ficken.Mit 'nem Haufen Kinder kann ich auch prima vom Sozialamt leben :D .

    "Ich bin wie ich will und ich rede wie ich will. Wer das nicht kapiert, kann mich mal am Arsch lecken."

  • Re: Kinder



    Ein normaler Familienvater mit durchschnittlichen Einkommen kann sich gerade die zusätzliche Altersvorsorge nicht leisten, da Kinder recht teuer sind.
    Familienväter bekommen bei Lohnsteuerklasse 4 auch nicht viel mehr raus als ein Kinderloser in der gleichen Klasse. Nicht zu vergessen, das Eltern immer mehr zuzahlen müßen im Falle einer chronischen Erkrankung oder Behinderung eines Kindes. Die Mieterin meiner Mutter bezieht z.B Pflegegeld in Höhe von 205€, weil ihre Schwiegertochter 2 in der Woche für sie einkaufen geht, und 2 mal tägl guckt, ob alles ok ist (sie wohnt Gegenüber). Alles andere macht sie alleine (Arztbesuche, Spazieren gehn). Da ist meiner Meinung nach der Verbesserungsbedarf, Pflegegeld sollte nur bekommen, wer wirklich gepflegt werden muß, eventuell könnte man dann auf eine "Bestrafung" der Kinderlosen verzichten, was in meinen Augen sehr fragwürdig ist.

  • Wer einen Pflegedienst aufmacht, hat binnen kurzer Zeit mehre Luxusautos vor der Tür stehen. Offenbar wird in diesem Bereich ein Schweinegeld gemacht - auf Kosten der Beitragszahler.
    Es sollte erst einmal auf der Ausgabenseite Verschwendung unterbunden werden.

  • Zitat

    Original geschrieben von Hinniwilli
    Wer einen Pflegedienst aufmacht, hat binnen kurzer Zeit mehre Luxusautos vor der Tür stehen. Offenbar wird in diesem Bereich ein Schweinegeld gemacht - auf Kosten der Beitragszahler.
    Es sollte erst einmal auf der Ausgabenseite Verschwendung unterbunden werden.


    Neulich hab ich ein Bericht bei Report Mainz oder PlusMinus gesehen (kann mich nciht genau erinnern, aber eins von beiden wird es gewesen sein).


    Die Pflegeversicherungen möchten dass die Pflegeanbieter ihre Bücher öffnen um zu schauen, was da wirklich für Ausgaben entstehen.


    Bei allen angefragten wurde die Auskunft verweigert. Weiß doch jeder, dass man da heute noch richtig Geld machen kann!
    Meine Uroma ist auch seit einem halben Jahr in einem Pflegeheim. Das kostet roundabout 3500 € und es ist noch nichtmal was besonderes. Die Pflegekasse zahlt nur einen kleinen Teil, das meiste zahlen die Kinder!


    Aber eigentlich ist es ja so
    20 Jahre kümmern sich die Eltern um uns.
    20 Jahre kümmern wir uns um uns selbst.
    20 Jahre kümmern wir uns um die Eltern.
    20 Jahre kümmern sich unsere Kinder um uns.


    So sollte es doch ablaufen (sofern man so alt wird), dann funktioniert das System auch.

  • Zitat

    Original geschrieben von Rincewind
    Bitte nicht vergessen -> 20 Jahre kümmern wir uns um unsere Kinder!


    stimmt hab mich vertan!

  • Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Neulich hab ich ein Bericht bei Report Mainz oder PlusMinus gesehen (kann mich nciht genau erinnern, aber eins von beiden wird es gewesen sein).


    Die Pflegeversicherungen möchten dass die Pflegeanbieter ihre Bücher öffnen um zu schauen, was da wirklich für Ausgaben entstehen.


    Bei allen angefragten wurde die Auskunft verweigert. Weiß doch jeder, dass man da heute noch richtig Geld machen kann!
    Meine Uroma ist auch seit einem halben Jahr in einem Pflegeheim. Das kostet roundabout 3500 € und es ist noch nichtmal was besonderes. Die Pflegekasse zahlt nur einen kleinen Teil, das meiste zahlen die Kinder!

    Die Zeiten, dass man mit einem Pflegedienst viel Geld verdienen konnte sind inzwischen vorbei. Es gibt zu viele Anbieter und zu wenig "Kunden". Hier in Köln mussten schon ein paar dicht machen bzw. wurden von der Firma Bonitas aufgekauft.
    Ich kenne hier selbst einen Pflegedienst, der kaum von den Kassenbeiträgen leben kann. Das hat viele Gründe. Zum einen wird immer mehr Verwaltungsaufwand gefordert, zum anderen gibt es gewisse Auflagen, die beim Personal zu erfüllen sind.


    mfg
    Foxy

    Errare humanum est!

  • Vielleicht interessiert Euch ein realer Bericht?
    Meine Mutter ist im Januar 2003 verstorben und hat sich in den letzten 1-2 Jahren ihres Lebens intensiv um meinen Vater gekümmert. Er konnte zwar noch etwas gehen aber hätte sich nicht mehr selbst versorgen können. Wohnung im 3. Stock ohne Lift, da war ein Gang zum Arzt schon sehr schwierig.


    In dieser Situation war es für meinen Vater natürlich die doppelte Katastrophe, dass meine Mutter an Krebs gestorben ist und er (nun bereits im Rollstuhl) völlig hilflos war. Ich wohne zwar noch in derselben Stadt, aber eben nicht mehr zuhause. Nun musste ich mich um meinen Vater kümmern, und das bedeutete erst einmal, die Zeit dafür frei zu machen. Mein Arbeitgeber hat eine Halbierung der Arbeitszeit von 40h auf 20h akzeptiert. Da blieb nicht mehr viel, es reichte gerade so. Vormittags in die Arbeit, ab Mittag dann zum Vater, ihn versorgen. Eine Alternative gab es nicht, Geschwister gibts nicht, und sofort in ein Heim kam für uns beide nicht in Frage.
    Das ging ein halbes Jahr lang so, bis mein Vater in meiner Abwesenheit zuhause stürzte. Es erschien zunächst nicht schlimm, aber er musste in ein Krankenhaus. Dort erholte er sich nicht mehr, und es kam dann eine Reha-Klinik. Doch auch dort keine Besserung, er konnte nicht mehr alleine das Bett verlassen. Schliesslich haben wir beide schweren Herzens der Verlegung in ein Pflegeheim zugestimmt. Das war so unheimlich schwer.
    Mein Vater hat dort jeden Lebensmut verloren, für knapp 3500 EUR gab es nur das Nötigste. Er war nur zwei Wochen dort, dann musste er wieder in ein Krankenhaus. Das hat er nicht wieder verlassen.
    Trotz Pflegeversicherung und hoher Rente meines Vaters musste ich für die 14 Tage Pflegeheim knapp 700 EUR zuzahlen. Danach kamen noch einige weitere Rechnungen, das Glas Bier zu Mittag war natürlich mit "nur" 3500 EUR nicht abgedeckt. usw. usw.
    Ich bin trotzdem heute sehr froh, dass ich ihn solange es ging zuhause behalten habe. Im Heim ist es einfach schrecklich, wenn man im Kopf noch klar ist.


    Bleibt das Fazit zum Thema: Ist es gerecht, dass ich als Kinderloser nun mehr bezahlen muss? Eigentlich finde ich dass ich meinen Beitrag mehr als geleistet habe. Und eines habe ich gelernt: Bevor ich mal im Alter in ein Heim gehe, sammle ich lieber die Tabletten zum Einschlafen im Krankenhaus und schlucke sie mit einem Glas Wasser. Es ist die Hölle im Pflegeheim! Und da wird niemand sein, der mir einmal hilft...


    Hoffentlich habe ich Euch nicht gelangweilt!


    Viele Grüße
    Thomas


    Edit: Ich füge noch etwas hinzu, was für mich auch sehr schlimm war. Im Pflegeheim wurde meinem hilflosen Vater die Geldbörse geleert. Ein Gespräch mit der Heimleitung ergab, dass das schon öfter vorgekommen sei. Die Dame wollte nicht so deutlich werden, aber offenbar wurde schon jemand vom Personal früher mal erwischt. Ich habe eine Anzeige bei der Polizei gemacht. Natürlich ergebnislos. Weit mehr als die 150 EUR Verlust hat es mir innerlich weh getan, wie man so arme, hilflose Menschen bestehlen kann. Tja, was soll man dazu noch sagen...

  • ThomasK


    Hut ab,ich glaube für sowas hätte ich keine Nerven.Aber das mit den einschläfernden Mitteln ist wahrscheinlich irgendwann das Beste um niemanden zu belasten.

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