Als Nicht-Jude jüdischen Brauch ausführen?

  • Hallo,


    ich möchte mit meinem Kreisverband der JuLis (Junge Liberale) einen Marsch zur ehemaligen Sinagoge machen und dort zum Gedenken an die getöteten Juden Steine nieder legen (evtl. bekannt aus dem Film Schindlers Liste).


    Nun stellt sich für mich die Frage ob das nur Juden machen oder auch Christen ?


    Wäre euch dankbar für jede Hilfe...

  • Das ist imho ein jüdischer Glaube der bedeutet, dass die Seele des Verstorbenen "sehen" das Du da warst um seiner zu Gedenken.


    Ist wohl mehr eine Sache des Brauchtums als eine tiefreligiöser Handlung.
    Von daher wenn es Dir ein Anliegen ist tue es doch einfach.


    Ich gehe bspw. zwar bei Beerdigungen von mir bekannten Katholiken in die Kirche zur Totenmesse, mache aber dieses ganzen "auf und nieder" nicht mit.


    Jeder hat da denke ich seine eigenen Art Respekt zu zeigen


    CH

  • Ich hab jetzt bestimmt eine Minute gebraucht, um zu verstehen, was diese Überschrift bedeutet.


    Merke: Shifttasten oder auch die mit dem Bindestrich sind nicht deshalb auf Tastaturen vorhaden, weil dort noch Platz übrig gewesen wäre... ;)


    edit: Schon besser - danke @WelcherModauchimmer... :D

    Ist das eine von den Kirchen, wo man so kleine Cracker kriegt? Ich habe Hunger!

  • hi :)


    das kannst du ohne bedenken machen. allerdings nicht bei einer dir unbekannten person. der brauch signalisiert nämlich ein häufig besuchtes grab und ehrt somit den verstorbenen. es wäre also nicht ehrenwert wenn dort jeder "nachahmen" würde ;)

    xxx

  • ... als Katholik habe ich auch schon bei verschiedenen Anlässen innbrünstig evangelische Lieder gesungen - bis heute nix passiert! :D


    Wärst`Du doch besser kürzlich mit Schwesterwelle in´s Studio von Stefan Raab gereist.
    Dann müsstest Du Dir nicht über solche (ernste) Dinge Gedanken machen.
    Dieser "Vollblut-Politiker" :D steckt offensichtlich noch tief in seinem Spaß-Wahlkampf.
    Ihr seid da wohl schon ein Stück weiter .... ;)

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Ich würde einfach mal die örtliche bzw. nächstgelegene jüdische Gemeinde kontaktieren. Zumindest die jüdische Gemeinde Bonn reagiert etwas merkwürdig, wenn man z.B. zur Osterzeit für Jugendliche ein Pascha-Mahl (wohlgemerkt nicht als religiöse Handlung, sondern eher als "erklärtes gemeinsames Essen") veranstaltet, um den Jugendlichen näher zu bringen, was Jesus damals mit seinen Jüngern gefeiert hat. Deshalb geht unsere Pfarre bei Besuchen in der Synagoge (z.B. im Rahmen des Firmunterrichts) inzwischen immer noch Köln; die dortige Gemeinde ist wesentlich offener.


    EDIT: Und ich würde es nach der BT-Wahl machen. Steine für die Shoa zu Wahlkampfzwecken finde ich mehr als geschmachlos...

  • Nein, eher das hier. Und ehrlich gesagt, finde ich den Link in dem Zusammenhang nicht wirklich lustig. :flop:

  • Zitat

    Original geschrieben von Abakus
    EDIT: Und ich würde es nach der BT-Wahl machen. Steine für die Shoa zu Wahlkampfzwecken finde ich mehr als geschmacklos...

    Vor allem das würde ich auch beachten. Ansonsten zählt in erster Linie die symbolische Handlung, die möglicherweise bei Ultraorthodoxen auf Skepsis stößt, aber im Allgemeinen durchaus das vermittelt, was ihr beabsichtigt.

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