Ein neues Wirtschaftsszenario

  • Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Würde es sicher. Aber es würde auch noch unangenehme Jobs geben. Und die würde dann vermutlich keiner mehr machen.
    Gerade wenn ich an so Sachen, wie Reparaturarbeiten in der Kanalisation, oder Putzen im Männerklo denke, die können derzeit Technisch von keinem robiter erledigt werden, aber es wird sich bei einem Bürgergeld kaum einer finden, der solche Jobs freiwillig macht.


    Gemacht werden müssten diese Jobs aber trotzdem.


    Aber das bei 1.300€ Bürgergeld dann niemand für so 1.000 - 1.500 für 30 - 38 Wochenstunden in die Kanalisation geht dürfte auch klar sein.


    Aber wenn man diesen Leuten dann vielleicht 10.000€ bieten würde, dann würde es sicher einige machen.


    Nur würde das für die Betreiber ungeheure Gehaltskosten bedeuten, die dann auf die Produktpreise umgelegt werden müssten, und das würde eben dann die Inflation ins rollen bringen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber das bei 1.300€ Bürgergeld dann niemand für so 1.000 - 1.500 für 30 - 38 Wochenstunden in die Kanalisation geht dürfte auch klar sein.


    Genau das habe ich gesagt.
    Irgendwie verstehe ich daher Dein Posting nicht so ganz. da Du im Grunde exakt das sagst, was ich auch gesagt habe, aber es so klingt, als ob Du mit meinem Posting absolut nicht einverstanden bist. :confused:

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  • Unsere Automatisierung wird weitergehen. Ihr beschreibt unter anderem das Szenario daß es (vielleicht) niemand geben wird der z.B. den Müll abholt oder das Klo in einem Restaurant reinigt. Denkt mal weiter in die Zukunft bzw. in diverse Science Fiction Filme wie dort solche Szenarien aussehen:


    Thema Müll: Es wird fast kein Müll mehr produziert, da sämtliche Verpackungen so gefertigt sind dass diese biologisch abbaubar sind, jeden Art von Inhalt beinhalten können, und somit kann diese jeder auf seinen Kompost zu Hause entsorgen. Und das was abgeholt werden muss wird von Robotern erledigt. Schon jetzt gibt es Roboter die zu Hause den Boden fegen können. Und was die Japaner schon jetzt alles an Robotik auf die Beine stellen läßt die Zukunft erahnen.


    Reinigen der Toiletten: Schon jetzt gibt es Toiletten die auf Knopfdruck die Brille sauber machen. Wen man weiter denkt ist sowas auf die ganze Toilette anzuwenden. Vielleicht etwas zu utopisch aber ist stelle mir grad folgendes vor: Ich gehe aus der Toilette raus und wie in einer Autowaschstraße kommt aus speziellen Düsen aus der Wand Hochdruckwasser und Schaum. Danach bläst ein Gebläse von oben das ganze trocken und der nächste kann drauf.


    Ich sage nur „Zurück in die Zukunft Teil 2“


    Sicher gibt es auch Jobs die kein Roboter machen kann und diese werden freiwillig von Personen gemacht die eben genau diesen Job „lieben“. Da diese Personen jedoch wenige sind langt die Anzahl vollkommen aus. Denn genau solche Jobs wo der Mensch gebraucht wird werden immer weniger. Das ist Fakt

  • Es gibt in großen Städten doch Toiletten, die sich komplett selbstreinigen. So utopisch ist das nicht, aber ich denke auch das das ganze nicht funktionieren wird. Bisher ist alles was der Mensch versucht hat immer an irgendwelche nicht gedachten Faktoren kaputt gegangen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Shani Ace
    Da die ganzen Besteuerungen für das Unternehmen wegfallen würden, gäbe es doch auch kein Brutto und Netto mehr, d.h. 48% Mwst. sind dann auch tatsächlich 48% des Produktpreises. :)


    Versteh ich nicht. Hier wird doch die ganze Zeit von einer MwSt. in Höhe von 25% gesprochen. Und die zahlt der Endkunde und nicht das Unternehmen. Unternehmen rechnen eh schon immer in netto, nur für den Endkunden ist das brutto interessant.

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Der RAY.

  • Das mit der Kanalisation oder Toilettenreinigung waren nur einzelne Beispiele. Es gibt genug Berufe die nie ein Roboter erledigen kann, die aber trotzdem unangenehm sind.
    Und für diese Jobs wird man dann keinen mehr finden, wenn man keine extrem Luxus Gehälter zahlt. Und diese treiben dann den Arbeitgeber in den Ruin.


    Dazu kommt noch folgendes:
    Auch im schönsten job, hat man mal keine Lust. heute bleibt einem nix anderes übrig, als auch dann zu Arbeiten, weil man sonst auf der Straße und damit sehr arm dasteht. Bei einem Bürgergeld kann einem die gefahr der Kündigung nicht mehr wirklich erschrecken, also sind auch die Berufstätigen schwerer zu Motivieren. Und selbst wenn er dann wegen zu schlechter Arbeitsleistung gekündigt wird, was solls er hat doch auch so genug Geld.


    Daraus Folgt, egal ob der Job angenehm ist, oder nicht, man wird den Arbeitern Luxusgehälter zahlen müssen, sonst kommt keiner. Und das runiniert letztlich die Wirtschaft. Die preise steigen, und letztlich stehen die Bürgergeldempfänger mit 1300 Euro schlechter da als ein Hartz IV Empfänger von heute.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Würde es sicher. Aber es würde auch noch unangenehme Jobs geben. Und die würde dann vermutlich keiner mehr machen.


    Und genau daran geht dann Deutschland zugrunde. Weil einfach nur noch die "Nobeljobs" gemacht werden, und die Jobs bei denen man Hart arbeiten muß, oder die Schmutzig oder anderweitig unangenehm sind, werden nicht mehr gemacht, weil dazu keiner mehr Lust hat.

    Das glaube ich nicht - ich denke, ihr unterschätzt die Gier nach Luxus, die viele von uns unterbewusst haben. Und dafür reichen 1300,- wiederum nicht. Also muss man sich eine Arbeit suchen. Da aber die Arbeitsstellen weiter verringert werden, wird man zwangsläufig auch die unangenehmen Jobs machen, um sich auch luxusgüter leisten zu können. So stark schätze ich die Luxus-Gewohnheit schon ein.



    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber das bei 1.300€ Bürgergeld dann niemand für so 1.000 - 1.500 für 30 - 38 Wochenstunden in die Kanalisation geht dürfte auch klar sein.


    Aber wenn man diesen Leuten dann vielleicht 10.000€ bieten würde, dann würde es sicher einige machen.


    Nur würde das für die Betreiber ungeheure Gehaltskosten bedeuten, die dann auf die Produktpreise umgelegt werden müssten, und das würde eben dann die Inflation ins rollen bringen.

    Die Betreiber würden doch schon massiv an den Steuern sparen - so schlimm wäre das dann auch nicht mehr.
    Auch meine ich, dass so ein Kanalisationsjob ja nicht 40 Wochenstunden haben müsste. Und wenn doch, müssten es nicht gleich 10.000 EUR sein, um ihn attraktiv zu machen, IMHO.


    Zitat

    Original geschrieben von VFBler Thema Müll: Es wird fast kein Müll mehr produziert, da sämtliche Verpackungen so gefertigt sind dass diese biologisch abbaubar sind, jeden Art von Inhalt beinhalten können, und somit kann diese jeder auf seinen Kompost zu Hause entsorgen.

    Davon sind wir aber noch etwas weiter entfernt - dafür müssten die Menschen schon dazu erzogen werden, umweltbewusst zu sein, und das sind zwar inzwischen recht viele (im Vergleich zu früher - wenn man mal sieht, wieviel Leute ihren Müll trennen), aber immer noch nicht alle.
    Auch sind inzwischen neue Müllprobleme aufgekommen, Stichwort Elektromüll. Laut einem Spiegel-Online Bericht ist dieser wohl massiv gestiegen und zu großen Teilen giftig und nicht einfach so entsorgbar. Und das Problem wird sich sicher eher verschärfen.


    Zitat

    Original geschrieben von Ray
    Versteh ich nicht. Hier wird doch die ganze Zeit von einer MwSt. in Höhe von 25% gesprochen. Und die zahlt der Endkunde und nicht das Unternehmen. Unternehmen rechnen eh schon immer in netto, nur für den Endkunden ist das brutto interessant.

    Also ich weiß nicht, woher diese 25% (die ja schon mehrmals in diesem Thread aufgetaucht sind) kommen, aber in dem Wirtschaftsmodell, dass der DM-Chef präsentiert hat, betrug die Mwst. 48%.
    Und ich denke, dieses Netto/Brutto-Denken würde dann vielleicht auch mal aufhören, wenn alle Unternehmen auch auf dem Papier keine Steuern mehr zahlen müssten.


    Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Dazu kommt noch folgendes:
    Auch im schönsten job, hat man mal keine Lust. heute bleibt einem nix anderes übrig, als auch dann zu Arbeiten, weil man sonst auf der Straße und damit sehr arm dasteht. Bei einem Bürgergeld kann einem die gefahr der Kündigung nicht mehr wirklich erschrecken, also sind auch die Berufstätigen schwerer zu Motivieren. Und selbst wenn er dann wegen zu schlechter Arbeitsleistung gekündigt wird, was solls er hat doch auch so genug Geld.

    Das ist doch gerade der Vorteil an dem Wirtschaftsmodell! Wenn jemand keine Lust zu arbeiten hat, lebt er eben von dem Bürgergeld. Wenn einer kündigt/gekündigt wird, wird aber mit Sicherheit schon der nächste potentielle Angestellte bereitstehen, da es ja dann nicht mehr so viele Jobs geben wird/soll (nach dem Modell).
    Und wie gesagt: Der Luxus wird einen schon dazu bringen, weiter arbeiten zu wollen.
    Auch heute könnten Menschen (ein paar wenige machen das sicher auch) sich sagen "Ich habe keine Lust zu arbeiten, ich lebe von Hartz IV (früher Sozialhilfe)", doch warum tun das die meisten nicht, und versuchen, eine Arbeit zu finden? Richtig, weil sie sich mehrleisten wollen. Sonst würde doch auch heute keiner arbeiten gehen.

    Vertrauensliste


    Der Mensch erfand die Atombombe. Keine Maus würde auf die Idee kommen, eine Mausefalle zu bauen. (Albert Einstein)

  • Wieso lässt man nicht alle heutigen HartzIV Empfänger weiter ihr Geld beziehen und versucht sie nicht zu vemitteln? Laut euerer Aussage suchen sie sich schon einen Job, wenn sie mehr wollen. Tut aber defacto auch keiner bzw. finden sie dann nix. Gleiche Situation, nur mit dem Unterscheid das ich auf mein Gehalt keine Prämie alá Bürgergeld hinzubekomme.

  • Zitat

    Original geschrieben von Shani Ace
    (...) betrug die Mwst. 48%.
    Und ich denke, dieses Netto/Brutto-Denken würde dann vielleicht auch mal aufhören, wenn alle Unternehmen auch auf dem Papier keine Steuern mehr zahlen müssten.


    Sorry, dass ich darauf herumreite ;) Aber das ist einfach ein Widerspruch. Das Netto/Brutto-Denken kann nicht aufhören, solange der Begriff MwSt. fällt. ;)

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Der RAY.

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