Erhöhung von MwSt und Rentenversicherungsbeitrag ab 2007 - was sagt ihr dazu?


  • Irgendwie komme ich mit diesen Aussagen nicht so wirklich klar.


    Von 1.300 € lebt man nicht mehr gut? Hm. Also ich behaupte, das reicht recht unproblematisch zu einem angenehmen Leben. Sicher, kein Luxus, aber auch keine Notsituation, kein Elend, nichts dergleichen. Sorgenfrei dürfte das Leben mit 1.300 € allemal sein. Kenne genügend Menschen, die damit keinerlei Probleme haben. Sicher, keine großen Sprünge, aber auch keine Notsituation oder Situation die an Hartz IV erinnert.


    Immense Schulden hat man heute in Nullkommanichts? Hm, dann erklär mir das mal bitte genauer, wie kommt man denn an immense Schulden und definiere mal die Höhe... ich mein, zum Schulden machen gehören immer zwei Seiten, und da ist der Konsument nicht ganz unwesentlich beteiligt.


    Sich wegen der Lebenshaltungskosten überschulden ist mir jedenfalls weder in meiner Bekanntschaft noch in meiner Kundschaft nur selten untergekommen. Und das jeweils da, wo die Ansprüche nicht mit der Realität übereinstimmten. Es gibt eine einfach Regel: nicht mehr Geld ausgeben, als reinkommt. Bei 1.300 Euro im Monat halte ich das nicht wirklich für ein grosses Problem. Ich habe eine Menge Kunden, die weniger verdienen, auch einige Hartz IV Empfänger. Einige von denen verachte ich, weil sie genau der Typ Schmarotzer sind, die einem immer wieder auch in den Medien begegnen. Aber die grosse Mehrzahl bewundere ich. Wenig Geld, sehr wenig, und irgendwie schaffen sie es trotzdem.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goodzilla
    Sorry, aber das glaubst Du doch hoffentlich selber nicht. Die bekommt garantiert mindestens Kindergeld (3x 250 € = 750 €), ALG II (350 €), Unterhalt vom Vater, die Miete und die Heizung vom Amt erstattet, Wohngeld,... summa summarum also bezahlte Miete und 1000 € Taschengeld. :rolleyes:
    Nochmal sorry, aber ich kenne 'nen Haufen Leute die von ~ 1500 € nicht unbedingt schlecht leben und Du hast noch die Frau dabei die Dir Arbeit abnehmen und - in welcher Form auch immer - etwas zu den monatlichen Kosten beisteuern kann.


    BTW: Zum Thema Luxussteuer: Die ist EU-weit eigentlich schon lange verboten, wenn es sowas tatsächlich noch gibt hinkt das entsprechende Land mit seinen EU-Angleichungsverpflichtungen eben noch hinterher...


    Nein die gute Frau kriegt kein Wohngeld und kein Unterhalt vom Mann,weil es den nicht mehr gibt.


    Meine Frau verdient natürlich auch Geld.Dummerweise aber 500 € weniger als ich.
    Natürlich könnte ich mit 1300 € halbwegs gut leben.
    Wenn ich dafür auf meine private Altersvorsorge verzichte,die gut 300 € im Monat ausmacht.
    Nur wäre es das Dümmste was ich machen könnte.
    Ich tausche doch nicht meine Sicherheit im Alter gegen mehr Konsum in der heutigen Zeit ein.
    Dann beschränke ich mich eben auf das Mindeste.


    Oder gibt es noch irgend jemand,der so naiv ist und glaubt,dass er eine gesicherte Rente im Alter hat?


    Ich rechne ehrlich gesagt mit gar nichts mehr und deswegen verzichte ich lieber auf jeden Luxus,aber behalte meine Fonds.


    Mir ist es eigentlich ziemlich egal was irgendeiner darüber denkt.
    Wenn er das für Blödsinn hält,dann soll er eben bzgl. seiner Zukunft russisch Rollete spielen.
    Jeder ist seines Glückes Schmied.

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  • Ich finde du übertreibst. Nur weil du es dir zur Aufgabe gemacht hast im Alter in Saus und Braus zu leben und dafür 300 Steine auf die Seite legst, heisst das noch lange nicht dass 1300 € zu wenig zum leben sind. Du hast den Grossteil deines verfügbaren Einkommens in die Altersvorsorge gesteckt? Selber schuld. Deine Entscheidung, leb damit. Aber beschwer dich nicht darüber dass du zuwenig Spielraum hast. Man könnte ja mit Allem so argumentieren.

  • Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    wie du deine Ideologien einem einkommenschwachen Menschen,
    oder gar einem Harzt IV-Empfänger schmackhaft machen willst.


    Es hat nicht zwingend etwas mit dem Einkommen zu tun, wenn man der Meinung ist, dass der Staat sich in viel zu viele Dinge einmischt und lieber die Einnahmen- als die Ausgabenseite reorganisiert.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Fast ein Drittel meiner Nachhilfeschüler kommen aus Hartz IV-Haushalte.
    Z.B. muss eine Mutter mit ca 650 € drei Kinde versorgen und hat daneben noch Unterhaltskosten,Miete,Telefon usw. an der Backe.


    Unterhaltskosten für den Ex? Miete für was? Die Zweitwohnung? Abgesehen davon finde ich 650 EUR nicht gerade wenig - große Sprünge sind natürlich nicht drin, aber immerhin bekommt sie das von denjenigen, die arbeiten, ohne Gegenleistung.
    Natürlich ist der Grenznutzen von 500 EUR, die sie zusätzlich bekäme, weitaus höher als der Grenzverlust, den ein gutverdienender Angestellter durch die Zwangsabgabe von 500 EUR hätte. Aber wir leben nunmal in einer Gesellschaftsordnung, in der Freiheit, Wettbewerb und weitere marktwirtschaftliche Prinzipien sehr weit oben in der Hierarchie liegen. Und das ist gut so, denn ohne diese Anreize hätte niemand mehr Interesse daran, sich sonderlich reinzuhängen. So "funktioniert" nunmal der Mensch wie wir ihn kennen.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Dringende Reperaturen an der Toilette, in der Küche können nicht ausgeführt werden,da Geld fehlt.
    Sie kann sich auch keine Klamotten kaufen.
    Leider findet sie auch keinen Job,da sie nun einmal eine Hausfrau ist.


    Und im ganzen Freundeskreis findet sich auch keiner, der ihr helfen kann? Klamotten gibt's mitunter auch schon recht günstig, bei mir im Briefkasten liegen gelegentlich Wurfzettel, in denen etwa Strickpullover, Hosen, Hemden usw. zum Teil unter 10 EUR angepriesen werden, Kinderkleidung noch günstiger. Vielleicht muss man seine Lebens- und Einkaufsgewohnheiten auf ein sehr einfaches Maß zurechtstutzen, sobald man nicht mehr auf eigenen Beinen stehen kann. Natürlich ist das auch anstrengender als anderen unsoziales Verhalten vorzuwerfen.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Und da willst du mir weiß machen,dass es unfair ist auf Luxusartikel eine Extrasteuer zu erheben,aber im Gegenzug hälst du es für fair wenn die armen Menschen noch mehr geschröpft werden.


    Von einer Armensteuer schrieb ich nichts - soweit mir bekannt ist. Auch die Mehrwertsteuererhöhung sehe ich als kontraproduktiv an, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die 2%, die die CDU im Wahlprogramm hatte, zur Senkung der Lohnnebenkosten dienen sollten, wohin nun nur noch 1% geht, während die anderen 2% zum Stopfen von Haushaltslöchern herhalten müssen.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Mit meinen 1300 € spare ich auch wie bekloppt.
    Ich stecke mein Geld in Versicherungen,um wenigstens im Alter eine Sicherheit zu haben,in Essen,Telefon,Miete und Second Hand Klamotten.
    Mein Daithatsu wird irgendwann auch verschwinden müssen,wenn alles noch teurer werden sollte


    Ohne jetzt im Detail Deine Versicherungen zupflücken zu wollen - aber neben der Unterversicherung sind viele auch überversichert...


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Natürlich wäre dein Vorschlag besser für die Marktwirtschaft,aber im Ansatz wird die Idee der sozialen Markwirtschaft eingeschränkt.
    Wenn man das immer weiter treibt,werden die Reichen reicher und die Armen ärmer.


    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Du Reiche und Wohlhabende bzw. die Mittelschicht gerne durcheinanderbringst. Weil Du vorhin von einem Mercedes der E-Klasse gesprochen hast habe ich viele Deiner Ausführungen auf die Mittelschicht bezogen - und diese stehen bei weitem nicht so da, wie hier mitunter
    angenommen wird. Und durch Begriffe wie Reichensteuer wird auf deren Kosten Klientelpolitik für Leistungsempfänger betrieben, sodass man beinahe schon befürchten muss, "Reichtum" oder Wohlstand wäre etwas Anrüchiges.
    Natürlich gibt es Superreiche, die keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten, aber die wissen schon, wie sie ihr Geld in Sicherheit bringen - diese werden nicht von den populistischen Attacken mancher Politiker betroffen.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Irgenwann hätten wir Verhältnisse wie in den USA.
    Also ein knallharte Markwirtschaft ohne Rücksicht auf die Schwachen.


    Warst Du schonmal dort? Oder kennst Du die USA nur aus den plastischen Darstellungen des (vornehmlich) linken Lagers. Gerade die USA sind uns in mancher Hinsicht weit voraus - hier kann man wirklich noch durch gute Ideen oder Leistungsbereitschaft sein Glück schmieden. Ohne über Paragrafen zu stolpern oder sich mit langwierigen Genehmigungsverfahren herumzuärgern. Im Sozialsystem sind Defizite, das ist wahr, aber die werden hier auch bald nicht mehr zu flicken sein, wenn sich nicht endlich mal ein Politiker traut, den ganzen Mist umzukrempeln und wirkliche Reformen durchzusetzen.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Es stimmt,dass Jamba,Handyverträge etc. die Verschuldung der Bevölkerung in die Höhe treibt.
    Aber in meinem Bekanntenkreis ist es leider aber auch die Inflation gewesen,die leider wesentlich stärker steigt,als die Einkommen der Betroffenen.


    Die Inflation ist nicht gerade galoppiert in den letzten Jahren, sodass es durchaus möglich sein sollte, die Ausgabenseite an die Einnahmenseite entsprechend anzupassen. Hier kann man natürlich argumentieren, warum das ein Bürger hinbekommen sollte, wenn es nicht mal der Staat schafft...


    ---------------
    *Edit*
    Das kommt davon, wenn man während des Antwortens Essen geht - einiges hat sich daher schon geklärt :)

  • Ich sichere mich nur ab,
    weil ich von der gesetzlichen Rente nichts erwarte.
    Wie gesagt muss jeder selber wissen.
    Wenn jemand das für Blösinn hält,braucht er es ja nicht zu machen.
    Ich möchte im Alter nur bloß nicht mittellos sein und darin sehe ich die Gefahr,wenn ich nicht auf die Private setze.
    Die Bundesregierung selbst legt den Bundesbürger nahe,eine zusätzliche private Alterversorge abzuschließen,weil sie nicht weiß wie lange und in welchen Umfang sie noch Rente ausgezahlem kann.
    Meine Vermutung ist eh,dass sie in spätestens 30 Jahren komplett kippt,wehe dann demjenigen,der nicht vorgesorgt hat.
    Dann will ich wissen,ob manche Leute dann immer noch so die Klappe aufreißen.
    Ich bin eben vorsichtig und Sicherheit geht bei mir vor allem,vor allem auch vor Luxus.

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  • Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Nein die gute Frau kriegt kein Wohngeld und kein Unterhalt vom Mann,weil es den nicht mehr gibt.


    Das kann nicht sein, außer sie hat sich selbstverschuldet irgendeine Sperre eingefangen oder wohnt in einer unangemessenen Wohnung.
    Noch muss in Deutschland niemand zwangsweise auf der Straße wohnen, ein Dach über dem Kopf und die Grundversorgung sind immer gesichert.


    CH

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Das kann nicht sein, außer sie hat sich selbstverschuldet irgendeine Sperre eingefangen oder wohnt in einer unangemessenen Wohnung.
    Noch muss in Deutschland niemand zwangsweise auf der Straße wohnen, ein Dach über dem Kopf und die Grundversorgung sind immer gesichert.


    CH


    Die Wohnung ist zu groß.
    Das ist der Grund.
    Trotzdem ist sie schäbig und unschön zu wohnen.


    Ich bin jetzt dieser Diskutiererei müde geworden.
    Was hat das überhaupt für einen Sinn?
    Wir sind doch eh nicht diejenigen,die das Zepter in der Hand halten.


    Können wir jetzt versuchen wieder den Bogen zum eingentlichen Threadthema zu kriegen?
    Mittlerweile sind wir doch recht weit Off.
    Mich wunderts eh,dass kein Moderator bisher eingegriffen hat. ;)

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  • Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Mich wunderts eh,dass kein Moderator bisher eingegriffen hat. ;)


    Weil sich die Diskussion bisher auf einem anständigen Level bewegt hat, und da ist es eher unwichtig ob diese denn nun genau zum Topic passt zumal sie sich aus diesem ergeben hat.


    Und was Deine Bekannte angeht:
    Mag hart klingen aber dann ist sie selber Schuld an Ihrer Situation und müsste nicht mit den ca. 650 € im Monat auskommen.


    Sicherlich ist es nicht schön wenn man seine eigenen Ansprüche runterschrauben muss, aber imho zahlt der Staat eine durchaus angemessene Wohnung alles was darüber hinausgeht ist Luxus und den muss man sich eben selber leisten können oder drauf verzichten. Es kann nicht angehen das hier der Staat auch eine "Luxuswohnung" bezahlen soll. Jeder Erwerbstätige kann sich nur das an Wohnraum leisten was sein eigenes Gehalt hergibt, da kann man nicht als Erwerbsloser erwarten das einen der Staat besser behandelt.


    CH


  • Gewiss,stelle ich nicht in Frage.

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  • Ich wollte auch noch etwas loswerden:


    Ich habe den letzten Satz mir den Häusern nicht ganz verstanden, aber auch beim Erwerb von Häusern ist Grunderwerbssteuer in Höhe von 3,5% des Kaufpreises zu zahlen.


    Bei einem 'normalen' Haus von 200.000 Euro sind das 7.000 Euro. Bei einem 1 Mio. Haus 35.000 Euro und beim 5 Mio. Haus 175.000 Euro (davon bekommt man schon wieder fast ein normales Haus).


    Auch hier zahlt der Reiche deutlich mehr steuern wie der 'Arme' normal Bürger.


    Im übrigen wird die GESt. bei jedem Kauf in voller Höhe (und nicht wie bei der Mehrwertsteuer auf den Mehrwert) fällig. Wird das 5. Mio Haus nach 3 Monaten wieder verkauft, kassiert der Staat nochmal die gleiche Summe.

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